Tablets am FvSt - wie denken Schülerinnen und Schüler darüber?

Die Schüler der zukünftigen EF werden im nächsten Schuljahr die Möglichkeit haben, Tablets im Unterricht zu verwenden. Daher habe ich jüngst zum Einsatz von Tablets an der Schule eine Umfrage durchgeführt, an der 72 Schüler aus der 8. Stufe bis zur Q2 teilgenommen haben.

von Laurenz Kurth

Von den Teilnehmenden, darunter vorrangig Acht- und Zehntklässler, gab ein Großteil an, noch kein Tablet im Unterricht zu benutzen. Die große Mehrheit der (Oberstufen-)Schüler, die aber bereits eigene Tablets im Unterricht benutzten, kommen wie erwartet gut oder sogar besser als erwartet mit dem Tablet zurecht. Ebenfalls sind sie mehrheitlich der Meinung, dass die Geräte für sie eine Erleichterung im Unterricht darstellen. Mehrmals wurde diesbezüglich genannt, dass sie keine Hefter bzw. schwere Bücher mehr tragen müssen. Nur wenige aller Teilnehmenden sind nicht davon überzeugt, dass das Tablet ihnen den Schulalltag erleichtern wird. Außerdem konnten die teilnehmenden Schüler angeben, was sie sich allgemein vom Arbeiten mit dem Tablet erhoffen. Als Antworten wurden häufig ein organsierteres Arbeitsverhalten und eine bessere Ordnung bzw. Übersicht beim Arbeiten genannt. Zudem hoffen einige Schüler auf eine leichtere Schultasche, da sie weniger schwere Bücher tragen müssen (s.o.). Des Weiteren konnten die teilnehmenden Schüler dazu Stellung beziehen, ob sie annehmen, im Unterricht von den Tablets abgelenkt zu werden. Das Ergebnis fällt dabei erneut klar aus: Mehr als zwei Drittel der Befragten denken nicht, dass sie abgelenkt werden könnten. Als Letztes habe ich nach weiteren negativen Folgen der Nutzung von Tablets im Unterricht gefragt, die die Schüler befürchten. Vereinzelt wurde dabei genannt, dass der Akku zu früh leer gehen könnte oder dass von anderen Schülern Fotos ohne deren Erlaubnis gemacht werden könnten. 

Insgesamt lässt sich also sagen, dass die große Mehrheit der Schüler die Einführung von Tablets im Unterricht positiv entgegensehen. Diese Erwartung kann scheinbar von den Oberstufen-Schülern, die bereits Tablets im Unterricht nutzen, bestätigt werden. 

Meiner Meinung nach ist die Einführung von Tablets in der EF im nächsten Schuljahr in der Zeit der Digitalisierung begrüßenswert und überfällig. Schüler sollten bereits in jungen Jahren lernen, wie man mit digitalen Endgeräten arbeitet, um auf die Arbeitswelt vorzubereitet zu sein. Zudem ersparen sich die Lehrer das Ausdrucken von Kopien, was nicht zuletzt dem Klima zugutekommt. Daher halte ich eine zeitnahe Einführung von Tablets auch in der Mittel-/Unterstufe für sinnvoll. Um mögliche Gefahren der Nutzung wie z.B. der Ablenkung vom Unterricht vorzubeugen, wird das FvSt eine schulinterne Software auf den Tablets installieren, sodass die Schüler nur auf bestimmte Apps zugreifen können. Wenn alle Dateien in einer Cloud (Datenspeicher) gespeichert werden, ermöglicht dies im Übrigen einen guten Überblick über alle Materialien in den verschiedenen Schulfächern. Darüber hinaus ist ein häufiges Argument der Tablet-Kritiker, dass das handschriftliche Schreiben durch den Einsatz der Geräte vernachlässigt werden würde. Jedoch ist es möglich, mit dem zugehörigen Tablet-Stift ebenfalls handschriftlich zu schreiben. Trotzdem teile ich die Befürchtung, dass Fotos von Schülern ohne Erlaubnis gemacht werden können. Dies sehe ich als gravierendes Problem an. 

Die jetzigen Zehntklässler haben nun die Möglichkeit, das IPad-Angebot der Schule anzunehmen oder, wenn man bereits ein eigenes Gerät besitzt, dieses zu verwenden. Meine Umfrage hat ergeben, dass das Angebot der Schule wohl von vielen Schülern genutzt werden wird. Meiner Auffassung nach sollte man sich aber für ein Tablet mit ausreichendem Speicherplatz entscheiden.  

Es bleibt abzuwarten, wie im nächsten Schuljahr das Arbeiten mit den Tablets ablaufen wird.

 

 

 

 

Gegen Diskriminierung und Antisemitismus: Umfrage und Workshop

von Flora Ludwig

Diskriminierung, ein Thema welches leider heutzutage viele Menschen betrifft, besonders auch Schüler und Schülerinnen an Schulen. Sei es durch das Geschlecht, die Herkunft, Religion, dem Alter, einer Behinderung, chronischen Erkrankungen oder der sexuellen Identität. Wir, elf Schüler*innen der Sozial-AG unserer Schule und Frau Mönning, haben zusammen mit weiteren Schüler*innen und Lehrer*innen des Lise-Meitner-Gymnasiums und der Theodor-Wuppermann-Hauptschule an einem Workshop teilgenommen. Ziel dieses Workshops war, sich gegen Diskriminierung insbesondere an Schulen einzusetzen, darauf aufmerksam zu machen und an Lösungen zu arbeiten, um andere Menschen darüber zu informieren und für eine friedlichere Zukunft zu sorgen. Er fand am 14.03.2024 im Rathaus der Stadt Leverkusen statt.

Zuerst hat jede Gruppe ihre Projekte gegen Diskriminierung an ihrer Schule vorgestellt und Ergebnisse aus Umfragen der Schulen zum Thema Diskriminierung präsentiert, die bei jeder Schule gemacht wurden.

Umfrageergebnisse zu Diskriminierung am Freiherr-vom-Stein

Die Umfragen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zum Thema Diskriminierung an unserer Schule setzten sich beispielsweise mit der Frage auseinander, wie die befragten Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 bis Q2 den Einsatz gegen Diskriminierung an unserer Schule bewerten, wobei insgesamt 52%, also knapp die Hälfte, dies gut bis sehr gut bewerteten und 48% in Ordnung bis schlecht. 18% gaben an, dass sie erlebt haben, dass andere in ihrem Umfeld schon häufiger diskriminiert wurden, während 28% dies manchmal erlebten. Rund die Hälfte der Befragten gaben an, selbst noch nie diskriminiert worden zu sein, ein Viertel selten und ebenfalls ein Viertel häufig bis manchmal. Auf die Frage, warum sie glaubten, weshalb sie diskriminiert wurden, gab die deutliche Mehrheit aufgrund des Aussehens, der Sexualität und des Geschlechts an. Des Weiteren gab die Hälfte der Diskriminierten an, von gleichaltrigen Schüler*innen unter anderem auch Klassenkamerad*innen diskriminiert worden zu sein und 36% von Lehrerinnen und Lehrern. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich für die Zukunft mehr Aufklärung zu dem akuten Thema Diskriminierung, unter anderem auch in Schulen.

Die Umfrageergebnisse zeigten auch bei den anderen beiden Schulen, dass Diskriminierung einen großen Teil der Schüler*innen der Schulen betrifft, sei es durch eigene Erlebnisse und Erfahrungen oder die von anderen aus dem eigenen Umfeld. 

Workshopthema: Antisemitismus 

Im Anschluss der Präsentationen folgte der erste Teil des Workshops, der sehr abwechslungsreich und spannend war und bei dem wir uns insbesondere mit dem wichtigen Thema Antisemitismus auseinandergesetzt haben. Wir haben uns die Geschichte der Jüdinnen und Juden angeschaut, und geklärt, was genau der Begriff Antisemitismus heißt, nämlich Hass, Feindschaft oder Voreingenommenheit gegen Jüdinnen und Juden.

Erstaunlich war der Fakt, dass aktuell aufgrund ihrer Geschichte nur noch ungefähr 100.000 bis 200.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland leben. Das hat unter anderem auch mit dem Holocaust zu tun, dem systematischen Vernichten, dem Völkermord an Jüdinnen und Juden im Zweiten Weltkrieg zur Zeit des Nationalsozialismus. Antisemitismus ist schon seit Jahrhunderten in Europa verbreitet, was dringendst kritisch zu betrachten ist. Die feindlichen Bilder gegen Jüdinnen und Juden entstammen aus dem christlichen Europa. Antisemitismus, so wurde es uns erklärt, entsteht dadurch, wie sich die Menschen verorten und wie sie in der Gemeinschaft denken. Viele Jüdinnen und Juden wollen besonders heutzutage ihre Religion in der Öffentlichkeit nicht preisgeben unter anderem wegen ihrer schlechten Erfahrungen: seelische oder auch körperliche Verletzung. 

Das alles haben wir erfahren dürfen, was äußerst interessant und wichtig zu wissen ist, da Antisemitismus auch aktuell ein großes und bedeutendes Thema ist, vor allem bei jungen Personen.

 Beim weiteren Teil des Workshops haben wir uns mit verschiedenen Biografien von Jüdinnen und Juden beschäftigt: ihren Lebensweg, ihren Umgang mit der Religion im Alltag und ihren Erlebnissen und Erfahrungen damit. Was heißt Antisemitismus für ihren Alltag? Bei der Besprechung der verschiedenen Persönlichkeiten wurde deutlich, dass die Betroffenen sich für ihre Religion, das Judentum, schämten, obwohl sie anfangs stolz darauf waren. Sie bekamen in ihrem Leben auf der einen Seite viele positive, aber auch negative Einflüsse von außen. Sie erlebten zum Teil Gewalt, Hilfslosigkeit, Mobbingerfahrungen oder Ausgrenzungen. Des Weiteren wurden sie nicht als Personen gesehen, die sie sind, sondern anders betrachtet. Durch die emotionalen Geschichten dieser Betroffenen wurde deutlich, dass sie wegen ihrer Religion im Alltag ausgegrenzt wurden: Sie wollten sich mitteilen, wurden aber aufgrund ihrer Religion oft zurückgewiesen.

Das alles waren sehr interessante Einblicke zum Thema Antisemitismus und man hat gemerkt, dass alle Betroffenen mit dem Thema täglich zu kämpfen hatten.

Dadurch wurde nochmals deutlich: Niemand darf aufgrund seiner Herkunft oder seines Glaubens benachteiligt werden.

Worte des Oberbürgermeisters Uwe Richrath

Wir haben des Weiteren Uwe Richrath, den Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, getroffen. Er betonte die Wichtigkeit des Themas Diskriminierung und unterstützt dies. Dieses Thema sei heutzutage unumgänglich, da auch die rechte Haltung in Europa zunehme. Er ist der Meinung, dass man Projekte braucht, handeln soll, miteinander reden und diskutieren muss, um so ein Thema in die Öffentlichkeit zu setzen, damit wir Menschen darüber informiert sind. 140 Nationalitäten gäbe es in Leverkusen, wo Zusammenhalt und gemeinsame Gestaltung der Zukunft wichtig seien. Denn das, was wir aufgebaut haben, die Demokratie, sei sehr zerbrechlich und man müsse sich mit seiner Haltung positionieren, um dies in die Welt zu tragen.

Unsere Position der Schule: ‚Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage‘ sei fürs Leben und nicht nur für einen kurzen Moment wichtig.

Wir konnten dem Oberbürgermeister Fragen stellen und Anliegen mitteilen, die wir zum Thema Diskriminierung hatten. Er war sehr offen und machte deutlich, dass es wichtig sei, sich zusammenzuschließen und zu positionieren, um den Zusammenhalt gegen Diskriminierung zu stärken.

Was konkret tun bei Diskriminierung?

Think global, act local. Das heißt so viel, wie: Denke global, handle lokal an Ort und Stelle. Gegen die Diskriminierung. Was wir auch gelernt haben, ist: Nichts tun ist keine Lösung! Das gibt der Situation, sei es beispielsweise Mobbing, Raum. Man muss dagegenhalten und reagieren. In konkreten Situationen gibt es viele Möglichkeiten zu handeln. Hier sind wichtige Maßnahmen:

  • Erkenne die Notsituation

  • Bleib ruhig

  • Übernimm Verantwortung

  • Hol Hilfe 

  • Halte zu dem Opfer

  • Verunsichere die Täter*innen

  • Begib dich nicht in Gefahr

  • Habe keine Angst vor weiteren Schritten

  • Handeln statt wegschauen

 

Drei Schritte, um Grenzen zu setzen:

  • Benenne, was die andere Person macht (‚Du kommst mir zu nah!‘)

  • Benenne, was das mit dir macht (‚Das stört/verletzt mich!‘)

  • Fordere die andere Person auf, aufzuhören (‚Stopp!‘)

Projekte für die Zukunft

Am Ende des Workshops haben wir zusammen eigene Projekte entwickelt, bei denen wir kreativ werden konnten. Wir sind in engeren Kontakt getreten und haben Ideen gesammelt, was man tun kann, um mehr Menschen auf Diskriminierung im Alltag aufmerksam zu machen. Das ist in diesen Zeiten besonders wichtig. Eines unserer entwickelten Projekte soll in Zukunft umgesetzt werden: Stärkung des Zusammenhalts und besseres Erkennen von Diskriminierung.

Danke, dass uns dieser Workshop und die gemeinsame Zusammenarbeit ermöglicht wurde und wir uns als Schüler*innen auch schulübergreifend beteiligen konnten.

 

Die Ergebnisse der Umfrage am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium:

https://lev165001-my.sharepoint.com/:p:/g/personal/alexa_moenning_fvst_schulen-lev_de/Ecca2QNiJqpIpXmeUbF0HjUB9AebUS6OpM3AAxDMfJjnRA?e=EGRjJS

Übersicht/weitere Informationen zu Antisemitismus: 

https://www.bpb.de/themen/antisemitismus/?field_filter_format=all&field_tags_keywords

Spanienaustausch 2024

von Flora Ludwig

Auch in diesem Jahr gab es einen Schüleraustausch mit dem Colegio Argantonio in Spanien, an dem Ende Januar 20 Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9 teilnehmen konnten. Wir haben in Begleitung von Frau Schneider und Frau Schrieder acht sehr erlebnisreiche und unvergessliche Tage mit unseren Austauschschüler*innen in der wunderschönen, südspanischen Stadt Cádiz erlebt.  

Am 23.1.24 wurden wir nach unserem Flug herzlichst von unseren Austauschschüler*innen und deren Gastfamilien in Empfang genommen. Abends ist die ganze Gruppe zum Strand gegangen, um den Sonnenuntergang zu sehen, nachdem wir zusammen Churros gegessen hatten.  

Am nächsten Tag haben wir einen Einblick in die Schule bekommen, die in einigen Aspekten anders ist als unsere Schule. Die Schüler*innen können dort zum Beispiel bereits in den Kindergarten und in die Grundschule gehen und tragen eine Schuluniform. Danach ging es für uns an den Strand zum Volleyballspielen. Abends haben wir uns in der Altstadt im Jugendzentrum getroffen, wo wir unter anderem Kicker und Tischtennis spielen und uns näher kennenlernen konnten. Später gab es noch Pizza in einer Pizzeria.  

Am Donnerstag fuhren wir in die geschichtsträchtige Stadt Sevilla im Norden von Cádiz. Dort haben wir an der Plaza de Espana eine Runde mit Paddelbooten gedreht und dann die unglaublich schöne Stadt Sevilla besichtigt. Wir bummelten durch kleine Gassen, die von Palmen und alten Häusern umgeben waren. Den Abend haben wir bei unseren bereits liebgewonnenen Gastfamilien verbracht. Sie waren alle sehr herzlich und die Kommunikation hat im Großen und Ganzen gut funktioniert - für einige von uns komplett auf spanisch, für andere auch auf englisch. 

Den Tag darauf haben wir morgens in der Schule verbracht und konnten entspannt beim Unterricht zuschauen. Für uns ging es anschließend in die Altstadt von Cádiz. Wir haben eine Führung durch die Torre Tavira (ein traditionelles Kaufmannshaus mit Turm) mit einer sogenannten Dunkelkammer bekommen. Oben auf der Aussichtsplattform hatten wir eine unvergessliche Aussicht und einen Überblick über ganz Cádiz bis hin zum Meer. Besonders schön konnte man die Altbauten und die Kathedrale von Cádiz sehen. Wir durften nach der Besichtigung durch die Gassen von Cádiz laufen und in Geschäften stöbern. Anschließend gab es für uns alle Mittagessen in einem Restaurant. Den Nachmittag durften wir selbst gestalten. Einige sind nochmal in die Altstadt gegangen, andere haben Zeit mit ihrer Gastfamilie verbracht und einen Ausflug gemacht.  

Am Wochenende haben wir ganz unterschiedliche Aktivitäten mit den Gastfamilien unternommen. Einige von uns waren am Samstagmorgen bei einem Surfkurs, andere am Strand oder in der Stadt. Am späten Nachmittag und abends haben wir alle gemeinsam Zeit in der Altstadt verbracht und bei einem leckeren Eis einen weiteren  Sonnenuntergang gesehen.  Trotz der Sprachbarriere haben uns alle richtig gut verstanden und neue Freundschaften schließen können.  

Am Sonntag sind einige mit ihren Gastfamilien mit einem Schiff gefahren und haben Cádiz vom Wasser aus sehen können. Andere haben eine Fahrradtour um die Halbinsel gemacht, sind ins Fußballstadion zum Spiel Cádiz gegen Bilbao gegangen oder waren bowlen.  

Montag haben wir in der Schule an einem Flamenco-Tanzkurs teilgenommen und ein paar Bewegungen einüben können. Am späten Nachmittag sind wir alle mit unseren Austauschschüler*innen und den Gastfamilien zu einem großen Abschiedstreffen in der Schule zusammengekommen. Wir haben gegessen und gemeinsam Basketball gespielt.  
Am nächsten Tag fiel uns der Abschied von der Stadt, den Familien und den Austauschschüler*innen sehr schwer. Doch dann ging es schon zum Flughafen und von dort aus mit dem Flugzeug nach Deutschland. 

Es war eine unvergessliche Zeit, in der wir neue Freundschaften geschlossen haben und viele neue Dinge ausprobieren und erleben konnten. Vielen lieben Dank, dass uns das ermöglicht wurde! 

Neues aus der Eisenbahn-AG

von Moritz Balduan

Unsere Modelleisenbahn AG hat eine lange Geschichte am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Angefangen hat diese mit den ehemaligen Schülern Thomas Gundolf und Heiko Voigt, die bei der Schulleitung einen Antrag auf Gründung einer Modelleisenbahn AG stellten. Daraufhin trafen sich einige Interessierte am 18. September 1986 zum ersten Mal zur AG. Die Lehrer Herr Haupt und Herr Juchem betreuten die AG damals. Nachdem die AG 20 Jahre lang im Bunker unter der Schulbibliothek war, zog sie 2006 in einen ehemaligen Fahrradkeller unter der Aula. Dort bauten die Mitglieder viele Bahnen unterschiedlicher Größe. Diese sowie alle Werkzeuge und Möbel wurden leider beim Hochwasser 2021 zerstört. Auch der Keller wurde stark beschädigt. Doch davon ließ sich die AG nicht unterkriegen. Sie zog ins Erdgeschoss des Neubaus, wo es mit den geretteten Materialien erstmal weiterging. Dank vieler Sach- und Geldspenden von Privatspendern und Vereinen wie dem Malteser Hilfsdienst und den Modeleisenbahnfreunden Bonn, die über den Schulverein unserer AG zugutekamen, wurde die AG neu aufgebaut.

„In den Keller konnte man mit der AG bislang noch nicht zurück“, meinte Frau Haupt, die die AG zusammen mit Herrn Donath schon längere Zeit leitet, vor den Weihnachtsferien 2023. „Doch nach den Ferien wird es dann wohl so weit sein. Für den Umzug ist schon alles vorbereit“, ergänzt sie hoffnungsvoll. Aktuell wird an einer Übungsanlage gearbeitet. Diese besteht aus 8 Platten, die 50 cm mal 50 cm messen und schnell verbunden werden können. 

Auch am Tag der offenen Tür warb die Arbeitsgemeinschaft für ihre Projekte. Die Besucher konnten selbst einen Zug fahren und sehen, wie so eine Anlage aufgebaut ist. 

Foto: Currenta

Der Klimakoffer am FvSt

von Laurenz Kurth 

Die Auswirkungen des Klimawandels sind immer spürbarer – auch für uns. Das Jahr 2023 war das durchschnittlich wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, erstmals lag die Durchschnittstemperatur auch über der 1,5-Grad-Grenze (bezogen auf die Erderwärmung im Vergleich zum 19. Jahrhundert). Deswegen müssen wir nachhaltiger werden – das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium startete dazu die Aktion „Klimakoffer“. 

„Nachhaltigkeit ist das Zukunftsthema […]" - dies sagte Dr. Hans Richter, der Leiter des Chemparks Leverkusen, als am 1. Februar der sogenannte Klimakoffer an unserer Schule eingeweiht wurde. Mit bestimmten Gegenständen, die in dem Koffer enthalten sind, können wir zwölf Experimente durchführen, die uns die Auswirkungen des Klimawandels anschaulich machen. Die Versuche behandeln u.a. die Strahlungsintensität auf der Erde oder auch die Freisetzung von CO2 in Ozeanen. Zusätzlich erhält das FvSt eine Wärmebildkamera, mit der sich besonders der problematische Treibhauseffekt verdeutlichen lässt. Außerdem erklärt ein schülerfreundliches Handbuch wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Experimenten. Das Unternehmen Currenta finanziert die Aktion an sieben weiterführenden Schulen in Leverkusen.  

Die Einweihung des Koffers erfreute sich politischer Prominenz. Anwesend waren u.a. der Oberbürgermeister Leverkusens, Uwe Richrath, sowie Vertreter des Chemparks Leverkusen (s.o.) und des Umweltdezernats Leverkusen. Richrath dankte Currenta für die finanzielle Unterstützung des Klimakoffers und machte darauf aufmerksam, dass Leverkusen seit 2021 dem Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ beiwohnt. Leverkusen brauche Partner, die die Stadt dabei unterstützt, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erfüllen. Der Umweltdezernent Alexander Lünenbach betonte, dass auch Bildung einer der Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt ist. Die Schüler sollen lernen, dass jeder etwas zur Nachhaltigkeit beitragen kann. 

An unserer Schule befasst sich das Wahlfach NEU („Nachhaltigkeit/Energie/Umwelt“) mit dem Thema der Nachhaltigkeit in den neunten und zehnten Klassen. In Zukunft soll es auch in den anderen Klassenstufen behandelt werden, in der achten Stufe steht es sogar auf dem Lehrplan. „Nachhaltigkeit ist ein großes Thema an unserer Schule“, unterstrich unser Schulleiter Andreas Röhrig.  

Nach meiner Auffassung sind die Auswirkungen des Klimawandels aufgrund der vergangenen und auch jetzt noch anhaltenden Krisen in der aktuellen politischen Diskussion etwas in den Hintergrund geraten. Das halte ich für problematisch, denn der Klimawandel ist erwiesenermaßen das größte Problem der heutigen Zeit. Nicht nur in Afrika und Asien ist dies bereits spürbar, auch in Deutschland werden Umweltkatastrophen und Extremwetterereignisse zunehmen.  

Die Aktion „Klimakoffer“ ist dahingehend ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. ?                                                                                                                  

Quelle: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1148826.html 

 

Der Leverkusener Jugendstadtrat 2023 - Jugendliche machen Politik

von Johann Adam

Der Leverkusener Jugendstadtrat, gegründet im Jahr 2022, ist eine besondere Möglichkeit für junge Menschen in Leverkusen, einen tiefergehenden Einblick in die Kommunalpolitik zu erhalten und aktiv an kommunalen Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Der Jugendstadtrat setzt sich aus 52 Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren diverser Leverkusener Schulen zusammen. 

Die Struktur des Jugendstadtrats gleicht der des herkömmlichen Stadtrats. Die Jugendlichen konnten sich den vier Fraktionen CDU, SPD und Grüne sowie der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) zuordnen. Daraufhin wurden der Fraktionsvorsitzende und der Vertreter aller Parteien gewählt. Anschließend konnten sich alle Teilnehmer in Fachausschüsse aufteilen, in denen sämtliche zuvor in Fraktionssitzungen erarbeiteten Anträge überarbeitet und besprochen werden konnten. Da in jedem Fachausschuss jede Partei vertreten war, konnten diese dann ihre Fraktion über die Anträge der anderen Fraktionen informieren. Nach einer weiteren Beratung in den einzelnen Fraktionen wurde anschließend in den Fachausschüssen ein Meinungsbild erstellt, welches später auch in der Ratssitzung präsentiert wurde. Am letzten der drei Tage stand die Ratssitzung mit 24 Anträgen auf dem Programm, welche von Oberbürgermeister Uwe Richrath geleitet wurde. Anträge waren hierbei beispielsweise: Freies WLAN in Fußgängerzonen, eine höhere Busfrequenz in den Abendstunden, der Ausbau von Fahrradwegen oder öffentliche E-Ladestellen in Leverkusen. Alle Anträge die dort die Mehrheit der Stimmen bekamen wurden daraufhin in den „echten“ Fachausschüssen bearbeitet und es wurde über jene am 11.12.2023 im realen Stadtrat abgestimmt.

Der Abschluss des Jugendstadtrats war ein gemeinsamer Besuch des Landtags, zusammen mit dem Abgeordneten für Leverkusen Rüdiger Scholz. Dort bekamen die Teilnehmer nach einem gemeinsamen Frühstück in der Landtagskantine einen Einblick in die Politik auf Landesebene durch einen Vortrag von einem der Landtagsmitarbeiter. Ferner gab es eine Führung durch die Räumlichkeiten des Landtags sowie durch den Landtagssaal, wo alle auch noch kurz in eine Sitzung reinschauen konnten. Abgeschlossen wurde dies in einer Fragerunde mit Rüdiger Scholz. 
 

Insgesamt bot der Jugendstadtrat eine tolle Möglichkeit, nicht nur politische Abläufe kennenzulernen, sondern sogar selbst zu beeinflussen.

Rechtskunde-AG des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums taucht in den Alltag einer Justizvollzugsanstalt ein

Am 7. und 16. November besuchte die Rechtskunde-AG des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Remscheid, was sich für alle als einzigartiges Erlebnis darstellte. Der Besuch begann jeweils mit einer Führung über das Gefängnisgelände, bei der den Schülern die umfangreichen Sportangebote für Häftlinge (Fußball, Basketball, Badminton, Kraftsport u.v.m.) erläutert wurden und wir den Pausenhof besichtigten. Dieser darf von den Gefangenen lediglich eine Stunde pro Tag genutzt werden. Anschließend durften wir verschiedene Haftzellen betreten,  die mit 8 qm (extrem) klein und spärlich eingerichtet waren. Darin gab es nur eine kleine Toilette, welche ohne Sichtschutz im Raum steht. Dies bot den Schülern die Möglichkeit, sich ein Bild von den Lebensbedingungen der Häftlinge zu machen. Im Anschluss daran hatten die Schüler im Rahmen einer Fragerunde das außergewöhnliche Privileg zu einem Austausch mit drei verurteilten Mördern sowie einem verurteilten Drogendealer. Dabei saßen wir gemeinsam mit den Straftätern in einem Stuhlkreis, was anfangs eine sehr außergewöhnliche Situation war. Nachdem sich die Straftäter allerdings so öffneten und ihre Geschichten mit uns teilten, kam es zu intensiven und interessanten Gesprächen. Hierdurch bekamen alle Teilnehmer einen tiefergehenden Einblick in das Leben und den Alltag innerhalb der JVA. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, das von der Gefängnisküche zubereitet wurde und mit den Gefangenen gemeinsam eingenommen wurde, kamen wir nochmals in kleineren Gruppen zusammen. Hierbei konnten die Schüler noch individuellere und persönlichere Fragen stellen. Zum Abschluss fand noch eine Feedbackrunde statt, in welcher die Schüler ihre nun gewonnenen Erfahrungen teilen konnten. Hierbei betonten alle Teilnehmer zu Recht, dass wir alle einen einzigartigen Einblick in das Leben der Häftlinge und der Justizvollzugsbeamten bekamen, welche alle offen und ehrlich auch ihre Probleme und Herausforderungen des Gefängnisalltags mit uns teilten.

Insgesamt war der Besuch in der JVA für die Teilnehmer der Rechtskunde AG eine besondere Gelegenheit, den Justizvollzug hautnah zu erleben - dies war eine lehrreiche Erfahrung.

Johann Adam (9e)

The Wave - Buchrezension

Was passiert, wenn ein zuerst harmloses Klassenexperiment, das den Schülern den Schrecken des NS-Regimes verdeutlichen soll, unerwartete Dimensionen annimmt und außer Kontrolle gerät?

Davon erzählt der 176-seitige, englische Roman „The Wave“ (deutsche Ausgabe: „Die Welle“), geschrieben von Morton Rhue und ursprünglich erschienen im Jahr 1981.

„The Wave“ handelt von dem Geschichtslehrer Ben Ross an der kalifornischen Schule Gordon High School, der seiner Klasse verdeutlichen möchte, wie sich die Deutschen unter Hitlers Regime im zweiten Weltkrieg gefühlt haben. Seine Schüler stellen sich die Frage, warum sich die deutsche Bevölkerung dem NS-Regime nicht widersetzt hat, worauf Ben Ross keine passende Antwort hat. Deswegen startet er mit seiner Klasse ein Experiment, bei dem seine Schüler unter dem Motto „Stärke durch Disziplin“ eine klasseninterne Bewegung namens „The Wave“ ins Leben rufen. Der Geschichtslehrer ist ihr Anführer und macht den Schülern klar, dass die Klasse nur als Team arbeiten kann und dabei jeder Schüler gleichwertig ist.  Außerdem führt er bestimmte Regeln ein, z.B. dass sie ihn vor jedem Redebeitrag immer mit Namen ansprechen sollen und eine bestimmte Geste zur Begrüßung ausführen müssen. Überraschenderweise entwickelt sich ein nie vorher da gewesener Team-Spirit in der Klasse und z.B. der stille Schüler Robert Billings, eine weitere Hauptfigur im Buch, wird immer selbstbewusster. Während sich die Bewegung auch durch Transparente mit dem Wellen-Symbol immer weiter auf die komplette Schule ausbereitet, formieren sich auch Gegner der Bewegung, insbesondere Laurie Sanders, die „The Wave“ scharf kritisiert. Sie ist zeitweise die einzige in Ross‘ Klasse, die sich nicht mit der Bewegung identifizieren kann und stellt sich damit auch gegen ihre engsten Freunde. Im Verlaufe des Buches schweißt sich die „Wave“-Bewegung immer weiter zusammen und Schüler werden dazu genötigt, ihr beizutreten.

Während Laurie Sanders zunehmend in Gefahr gerät, befindet sich Ben Ross in einer Zwickmühle: Soll er sein inzwischen außer Kontrolle geratenes Experiment abbrechen oder sich weiter als Anführer der Bewegung von den Schülern feiern lassen?

Meiner Meinung nach ist der Roman sehr lesenswert, da er die Situation der deutschen Gesellschaft im Zweiten Weltkrieg anschaulich macht. Außerdem finde ich die Entwicklung der unterschiedlichen Charactere bis zum emotionalen Ende des Buchs interessant. Da das Buch auch in englischer Sprache einfach zu lesen ist, würde ich es Schülern ab 12 Jahren empfehlen. Auch der deutsche Film zum Buch mit gleichnamigen Titel („Die Welle“) ist sehenswert. Er weist viele Parallelen zum Roman auf, jedoch ist er etwas brutaler und spannender als das Buch gestaltet. In der Verfilmung weitet sich „The Wave“ über die Grenzen der Schule hinaus aus, z.B. gerät die Bewegung in Konflikt mit einer Gang. Auch das Ende ist noch spannender als im Buch.

ISBN:  978-0-14-136893-1 (frei erhältlich in allen Verlagen oder Buchhandlungen für 11,50 Euro)                                                                

von Laurenz Kurth

Abenteuer Englandfahrt

Dieses Jahr hat es unsere Stufe, die 8en Klassen, auf eine besondere Klassenfahrt getrieben: Alle zusammen sind wir, mit ein paar Lehrerinnen und Lehrern, nach England gefahren. In zwei Bussen fuhren wir montags los und schon die Fahrt war ein wirkliches Erlebnis. Neben gemeinsamen Blödsinn, den wir endlich mal ganz offensichtlich anstellen konnten, gab es hier schon einiges zu sehen. Gut, die Stunden auf der Autobahn durch Belgien und Frankreich waren nicht so grandios, aber schon die Ankunft an der Fähre, welche uns über das Wasser brachte, versprach Einiges. Abgesehen von viel Wasser konnten wir, nach einiger Zeit, endlich die ersten englischen Highlights erblicken. Die White Cliffs of Dover ragten am Horizont empor und wir konnten, noch nicht ganz in England angekommen, die ersten Fotos nach Hause schicken.

Endlich in England angekommen, ging der erste Tag recht schnell vorbei. Am Treffpunkt wurden wir von unseren Gastfamilien, endlich mal keine Jugendherberge (!), in Empfang genommen und in unser 5-Tage-Zuhause gebracht.
Einige von uns wohnten in privaten Häusern, andere in Wohnungen und manche sogar auf einer alten Farm. Alle hatten wir jetzt, nach der langen Fahrt, endlich die Chance in Ruhe anzukommen und einander kennenzulernen.
Unsere Gastmutter Viccy, ihr Lebensgefährte und auch ihre Tochter haben uns mit Abendessen und Familiengeschichten versorgt, nachdem wir unsere Zimmer bezogen und eingerichtet haben.

Von unserem Treffpunkt aus haben wir nun täglich einiges unternommen und erlebt und lasst euch sagen, Margate und alles drumherum, gibt wirklich einiges her. Neben einem wunderbaren Strand mit steilen Klippen, alten Burgen, Höhlen und niedlichen, kleinen Straßen, ist es, zumindest, wenn man einen Bus dabei hat, möglich nach London zu fahren und genau das haben wir getan. Auf einer Bootstour über die Themse konnten wir uns Klassiker, wie das golden Eye, den Shard Tower, die Millenium Bridge und wirklich eine ganze Menge anderes anschauen. Wir hatten schlussendlich auch an den anderen Tagen die Möglichkeit, uns davon zu überzeugen, dass H&M und McDonalds im UK ebenso toll wie in Deutschland sind ;).
Canterbury, welches wir ebenfalls besucht haben, stand der Großstadt in nichts nach. Es gab unglaublich viel zu entdecken.

Tatsächlich muss ich gestehen, dass es davon fast schon zu viel gab. Da es für uns freitags schon wieder nach Hause ging, hatten wir leider und das ist wirklich so unglaublich schade, kaum die Möglichkeit, all die Sehenswürdigkeiten in Ruhe zu betrachten. Hier muss wohl noch etwas nachgebessert werden...zwei Wochen England mit Klasse und Lehrern.?! ;) Aber macht euch anhand der Collage selbst ein Bild!

von Enya Klemm

Greenwild – Die Jagd nach dem Wunderlicht

Das Buch „Greenwild – Die Jagd nach dem Wunderlicht“, geschrieben von Pari Thomson, ist ein Fantasieroman, in dem die Hauptperson „Daisy“ mit ihren Freunden das gestohlene Wunderlicht wiederfinden muss, um die Wunderwelt Greenwild vor den Menschen zu beschützen. Darüber hinaus hilft ihr das Licht bei der Suche nach ihrer Mutter. Dabei setzen Daisy und ihre Freunde ihre übernatürlichen Kräfte als Botanisten ein.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da ich es schnell und flüssig lesen konnte und die Autorin die Geschichte, die Pflanzenwelt und den Endkampf sehr detailliert beschrieben hat. Das 379 Seiten starke Buch enthält schöne und große Zeichnungen von Elisa Panganelli, die die Fantasiewelt toll darstellen. Meiner Meinung nach ist das Buch insbesondere für Mädchen ab 10 Jahren gut geeignet, da die Hauptperson ein Mädchen ist. Aber auch Jungen werden an dem sehr spannend geschriebenen Buch viel Freude haben.

Der zweite Band erscheint im Mai 2024. Preis der gebundenen Ausgabe: 17,90 Euro

von Moritz Balduan

(Bildquelle: https://pixabay.com/de)

Chancen und Grenzen von KIs

Laurenz Kurth

Die Künstliche Intelligenz „ChatGPT“ wurde im November 2022 veröffentlicht und ist seitdem zu der bekanntesten KI, die es jemals gab, geworden. Bereits nach fünf Tagen meldeten sich eine Million Nutzer auf der Chat-Plattform an, was soziale Medien wie Instagram erst nach fünf Monaten schafften. 

Jedoch fragen sich auch viele Schulen, wie zukünftig noch sichergestellt werden kann, dass die Schüler*innen ihre Hausarbeiten ohne Hilfsmittel schreiben. Deswegen möchte ich im Folgenden die Möglichkeiten und Grenzen der KIs, insbesondere beim Schreiben von unterschiedlichen Texten, aufzeigen. 

Künstliche Intelligenzen (kurz KIs) sind Computersysteme, die Menschen die Erledigung schwerer bzw. lästiger Aufgaben abnehmen können.  

Sie sind zum Beispiel in der Lage, Zehntausende Texte am Tag zu schreiben, dazu können die Programme besonders gut aus großen Datenmengen Informationen sammeln und diese auswerten. Deswegen können sie auch bei der Erstellung von Wetterberichten zum Einsatz kommen. Zudem verfassen die KIs bereits lyrische Texte, die laut Holger Volland, dem Vizepräsidenten der Frankfurter Buchmesse, stilistisch und grammatikalisch gut seien. Rolf Drechsler, ein Professor für Rechnerarchitektur an der Uni Bremen, ist sogar der Meinung, dass sie Sprachnachrichten auswerten könnten und Dialekte verstehen würden. Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass im Jahr 2017 ein fiktives, von einer KI generiertes, Harry Potter-Kapitel in die nähere Auswahl für einen Literaturpreis kam. 

Die Akzeptanz der neuen Systeme fällt in Deutschland unterschiedlich aus: Zwar würden rund zwei Drittel der Befragten einer Studie auf https://de.statista.com/ einen KI-generierten Wetterbericht konsumieren, doch nur 13% würden einen politischen Bericht, der von einer künstlichen Intelligenz geschrieben wurde, lesen. Des Weiteren gab ein Fünftel der Befragten an, dass sie generell keine KI-generierte Medien konsumieren würden. Meiner Meinung nach herrscht eine gewisse Grundskepsis vor KI-basiertem Journalismus in der deutschen Bevölkerung. 

Darüber hinaus weist die Qualität der Texte der neuen Technologien noch Schwächen auf: Auf inhaltlicher Ebene könnten die Softwares noch nicht einordnen, verstehen und bewerten, so die oben erwähnten Fachleute Holger Volland und Rolf Drechsler. Zusätzlich hätten sie noch keine journalistischen Grundkompetenzen, in einem Interview seien sie also beispielsweise nicht in der Lage, kritische Nachfragen zu stellen. Außerdem würden ihnen noch ethische Grundlagen und das Verständnis für Bedeutungsebenen, also z.B. für Sarkasmus, fehlen. KIs wie ChatGPT können, auch meiner Ansicht nach, nicht einordnen, ob eine Quelle aus dem Internet seriös ist oder es sich sogar um Fake-News handelt. Hinzu kommt, dass im Jahre 2017 ein Programm namens „Quakebot“ für eine historische Fehlermeldung verantwortlich war: „Quakebot“ meldete in der kalifornischen Stadt Santa Barbara ein starkes Erdbeben, welches gar nicht existierte. Gravierende Fehler, verursacht von einer KI, können also immer noch eintreten. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir die rasante Entwicklung von Computerprogrammen wie ChatGPT weiter im Auge behalten müssen. Ich denke, dass diese noch keine Jobs wie den des Journalisten ersetzen können, weil ihnen noch ein inhaltliches Grundverständnis in vielen Themenfeldern fehlt. Doch dies kann sich mit der Zeit ändern und wir sollten versuchen, damit umzugehen. 

Quellen: Deutschbuch 9, Gymnasium Nordrhein-Westfalen (von Andrea Wagener und Deborah Mohr, 2022 herausgegeben), S.17-20 (M1-M4) 

Ein Ausflug zur lit.kid.cologne

Leona Heen aus der 6d

Die Klasse 6d unternahm am 3.3.2023 einen Ausflug in das lit.kid.cologne in Köln. Als wir Kinder nach einer ca. 50-minütigen Busfahrt ankamen, machten wir erst einmal eine Frühstückspause. Danach wurden die Kinder in eine riesige Halle gebracht, in der die Autorin Astrid Frank alle begrüßte und sich vorstellte. Anschließend las sie einige Stellen aus ihrem Buch ,,Die letzten Ninjas- Auf der Achterbahn“ vor.

In dem Buch geht es um ein paar Kinder, die sich sehr für Ninjas interessieren. Sie gehen einem seltsamen Fall nach, in dem es um verrückt spielende Attraktionen in einem Freizeitpark geht. Nachdem Astrid Frank viele Textstellen vorgelesen hatte, fragte sie die Gäste nach Inspirationen für den dritten Band der Reihe ,,Die letzten Ninjas“. Da hat es nur so von Ideen gesprudelt! Zum Schluss haben sich alle ein wenig von den unbequemen Stühlen ausgeruht, bis die Kinder zu Fuß zur nächsten Bushaltestelle liefen. Auf dem Weg zum Bus kauften sich alle noch etwas zu Essen und wir spielten ein bisschen am Kölner Dom. Dann ging es wieder mit dem Bus zurück zur Schule.

Infos zu Astrid Frank

Astrid Frank schreibt seit 25 Jahren Bücher. “Die letzten Ninjas- Auf der Achterbahn“ zu schreiben hat ihr sehr viel Spaß gemacht, da sie sich die vielen schiefgegangenen Fahrgeschäfte selbst ausdenken konnte. Besonders dankt Frau Frank der Illustratorin ihres Buches, denn sie selbst, sagt sie, ist nicht besonders gut im Malen. Zum Buch inspiriert hat sie ihr 16- jähriger Sohn, der gerne in Freizeitparks geht. Bisher hat sie knapp 40 Bücher geschrieben, davon zwei Bände der Reihe "Die letzten Ninjas“. Angehenden Autoren/-innen empfiehlt sie, in der Kindheit möglichst viel zu lesen und zu schreiben. Auch sie hat das früher sehr gerne getan. Außerdem sagt sie, dass es zwischen drei Monaten und vier Jahren dauert, ein ganzes Buch fertig zu schreiben.

Eine Flut an Büchern

von Enya Clemm

Schon seit 1910 haben Leverkusener die Möglichkeit, in der damaligen Volksbibliothek Interessantes zu lesen, recherchieren und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Zunächst, ehrenamtlich von Anton Lütter betreut, entwickelte sich aus der Volksbücherei in den 1920er Jahren unsere Leverkusener Stadtbibliothek. Bis heute schafft es die Bibliothek auf drei zusätzliche Außenstellen, von denen wir seit 2008 eine kombinierte Schul- und Stadtteilbibliothek bei uns am Freiherr vom Stein genießen dürfen.

2021 fiel unsere Bibliothek, genau wie viele andere Gebäude, der Flut zum Opfer. Die schweren Regenfälle und das Übertreten der nahen Gewässer hinterließen nicht nur Schäden, sondern machten die Nutzung der Bibliothek unmöglich. Gemeinsam mit vielen Helfern wurde, was zu retten war, in einer Schlebuscher Grundschule untergebracht und das Vorhaben „Sanierung“ konnte beginnen. Nach Monaten harter Arbeit von vielen haupt- aber auch ehrenamtlichen Helfern gelang die Sanierung und unsere Bibliothek konnte am Ende der Winterferien wieder eröffnen.

In einem schönen, freundlichen, hellen und vor allem barrierefreien Bereich erwarten einen, neben den verschiedensten Büchern, wie Romane und Fachbüchern, auch DVDs, eine große Auswahl an Filmen und ein kleiner Teil an Verkaufsware. In einem separaten Bereich haben wir Schüler die Möglichkeit an PCs zu recherchieren und zu arbeiten. Unser hauptamtlicher Bibliothekar berät uns genauso gut, wie alle ehrenamtlichen Helfer, selbst den ein oder anderen Lehrer erwischt man regelmäßig beim Stöbern.

Viele von uns würden sich noch mehr gemütliche und ruhigere Ecken zum Schmökern wünschen, einige von uns vor allem mehr Zeit.

Goethe sagte mal „Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune“, also: Kommt vorbei und schaut euch die Welt an.

Quellen: google, wikipedia, Freiherr vom Stein HP

Onlineshopping - Vorteile und Probleme

Von Hannah Beckers, 8e 

Die neusten Schuhe, das modernste Kleidungsstück- vieles ist im Internet viel günstiger. Doch kann man sich im Internet immer sicher sein, dass die bestellte Ware auch ankommt? Worauf sollte man beim Einkaufen im Internet achten? Welche Rechte und Pflichten haben Käufer und Verkäufer? Entspricht die Werbung der Wahrheit? Und wie nachhaltig ist Einkaufen im Internet?  

Rechte und Pflichten der Käufer und Verkäufer:

Grundsätzlich gilt: wenn ein Kaufvertrag eingegangen wird, hat der Verkäufer die Pflicht, die Ware mangellos an den Käufer zu übergeben und der Käufer muss den vereinbarten Kaufpreis bezahlen. Dies gilt für alle möglichen Käufe: Lebensmittel, Kleidung, etc. 

Ein Kaufvertrag wird abgeschlossen, wenn beide Seiten, also Käufer und Verkäufer, mit dem Kauf einverstanden sind. 

Im Internet hat der Käufer die Möglichkeit die Ware 14 Tage nach dem Erhalt wieder zurückzuschicken, dank des Widerrufsrechtes. Die Artikel dürfen dann allerdings noch nicht benutzt worden sein. Kauft man ein Produkt im Laden, gilt dieses Recht nicht, außer der Verkäufer erklärt sich freiwillig dazu bereit. Jedes Produkt hat allerdings die 2-jährige Gewährleistung. Das heißt, dass man es zurückgeben oder reparieren lassen darf, wenn es innerhalb von zwei Jahren Mängel aufweist. Zusätzlich zu dieser gesetzlichen Gewährleistung kann der Verkäufer noch eine individuelle Garantie anbieten. Die Dauer und der Inhalt dieser bestimmt der Verkäufer selber. Sie schränkt die Gewährleistung nicht ein.  

Darauf sollte man bei Internetkäufen achten: 

Kauft man Waren im Internet, sollte man darauf achten, dass man auf die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) achtet. In diesen steht, welche Rechte und Pflichten man beim Kauf eingeht. 

Fake-Shops im Internet:

Viele Waren sind im Internet um einiges günstiger. Häufig liegt das aber daran, dass die Produkte bei Fake-Shops angeboten werden und man die Ware gar nicht erhält.  

Das sind Anzeichen eines Fake-Shops: 

-nur positive Bewertungen auf der Seite und außerhalb eher schlechte 

-nur eine Zahlungsweise, häufig Überweisung 

-auffällige, unpassende Internetadressen 

-häufen sich die günstigen Angebote, sollte man aufmerksam werden (ein günstiges Angebot muss nicht heißen, dass es sich um einen Fake-Shop handelt) 

-falsche Gütesiegel. Diese erkennt man, indem man auf das Gütesiegel klickt. Bei echten Siegeln erscheint ein Link zur Internetadresse des Siegelbetreibers 

-AGBs im schlechten Deutsch oder fehlende AGBs 

-fehlendes Impressum 

Wird man doch Opfer eines Fake-Shops sollte man seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Außerdem sollten alle Belege des Kaufs aufbewahrt werden. Da dies Betrug ist, kann man bei der Polizei eine Anzeige machen.   

Werbung im Internet:

Werbung soll Käufer von Produkten überzeugen. Allerdings entspricht das, was man im Internet sieht, häufig nicht der Wahrheit. Es werden Mittel verwendet, mit denen die Produkte besser dargestellt werden. Beispielsweise besonderes Licht, bei Lebensmitteln: chemische Ersatzprodukte, etc. 

Ist Internetshopping nachhaltig (im Gegensatz zum Einkaufen in lokalen Läden)?

Da der Begriff „Nachhaltigkeit“ aus drei Teilen besteht, sollte man auch alle drei beachten. 

-Ökologische Nachhaltigkeit: es wird kein Raubbau betrieben, also es wird nur so viel genommen, wie auch wiederkommt. 

-Ökonomische Nachhaltigkeit: wirtschaftlich, gilt, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann. 

-Soziale Nachhaltigkeit: Gleichberechtigung im Beruf und Alltag, sowie friedlicher Umgang miteinander. 

Beim Onlineshopping bei großen Händlern wird die Ware nach dem Zurückschicken häufig in den Müll geschmissen, da dieser Vorgang günstiger ist. Wirklich Ressourcenschonend ist das nicht. Auch der Fakt, dass durch die Lieferungen der Ware viel CO2 produziert wird, spricht nicht für Nachhaltigkeit beim Onlineshopping. Wenn allerdings die Ware an die lokalen Läden von weit her geliefert wurde und man zudem vielleicht auch noch mit dem Auto zum Laden fährt, produziert auch das CO2. Große Onlineläden dominieren immer mehr über die kleinen lokalen Läden, da immer mehr Menschen online einkaufen. Somit ist Onlineshopping wirtschaftlich besser. Mitarbeiter werden häufig in lokalen Läden besser bezahlt. 

Im Endeffekt kommt es also auf die Häufigkeit des Einkaufs an und darauf, ob man durch folgende Tipps auf Nachhaltigkeit beim Onlineshopping achtet. 

Tipps für nachhaltiges Onlineshopping:  

-nachhaltige Onlineshops wählen 

-viele Einzelbestellungen vermeiden 

-keine Expresslieferungen 

-für die Paketannahme zu Hause sein 

-Retouren vermeiden 

Warum wir keine Schulgottesdienste brauchen

von Lisa Druwen und Sabrina Kurt

[Januar 2023] Rund 22 Prozent. So viele Schüler:innen bezeichnen sich laut einer Studie des Deutschlandfunks als religiös. Eine klare Minderheit, trotzdem sind christliche Schulgottesdienste auf deutschen Schulen bis zur 7. Klasse Pflicht, soweit man keiner anderen Religion angehört. Die ca. 30 Millionen in Deutschland lebenden Atheist:innen werden dabei nicht berücksichtigt. Während in Schulgottesdiensten die Schulgemeinschaft gestärkt werden soll, werden gerade die religiösen Minderheiten, die in Deutschland regelmäßig Diskriminierung aufgrund ethnischer und religiöser Hintergründe erfahren, ausgeschlossen. Atheist:innen werden zu religiösen Bräuchen animiert, die mit ihren Weltansichten nichts zu tun haben. Schulgottesdienste können durchaus einen Fall der religiösen Indoktrination darstellen, da sie seit dem frühen Grundschulalter besucht werden müssen. Ist dies wirklich mit der freien regligiösen Entfaltung vereinbar, die im Grundgesetz festgehalten ist?

Girls'/Boys' Day und Berufsfelderkundungstag: Meine Erfahrung  

von Laurenz Kurth 

[Dezember 2022] In 3 Monaten ist es wieder so weit: Für die 8. und 9. Klassen steht dann der Girls‘-Boys‘ Day und ein paar Wochen später der Berufsfelderkundungstag an, die beide verpflichtend sind. An diesen Tagen werden die Schüler Einblicke in einen bestimmten Beruf bekommen, um einen Eindruck von der späteren Arbeitswelt zu erhalten. Im Folgenden möchte ich euch über meine Erfahrungen mit den eintägigen Praktika berichten.  

Als einer der ersten Schritte der Berufsorientierung an unserer Schule dient der Girls‘/Boys‘ Day. Hierbei sollen Mädchen von Berufen, die hauptsächlich von Männern ausgeübt werden und Jungen von Berufen, die vor allem Frauen ausführen, (erste) Eindrücke erhalten. Der Tag kann, genauso wie der Berufsfelderkundungstag, auch digital durchgeführt werden. Außerdem finden beide Tage grob innerhalb der normalen Schulzeit statt. Zudem muss man vor und nach der Teilnahme eine Bestätigung der Teilnahme an die Klassenlehrer*innen bzw. an Frau Kaiser abgeben.  

Meiner Meinung nach ist es relativ einfach, geeignete Angebote für diesen Tag zu finden: Erfahrungsgemäß ist es sehr empfehlenswert, die Internetseiten www.girls-day.de bzw. www.boys-day.de frühzeitig zu überprüfen. Auf diesen Seiten gibt es viele Angebote unterschiedlicher Berufsfelder, deswegen sollte dort wahrscheinlich jeder eine passende Stelle finden. Sollte man jedoch kein geeignetes Angebot finden, bietet die Schule auch von sich aus Angebote an (z.B. von Handwerksbetrieben), die zu bestimmten Zeitpunkten im kleinen Foyer ausgehängt werden. 

Den Berufsfelderkundungstag muss man privat organisieren. Deswegen wird das eintägige Praktikum am häufigsten bei den Eltern oder Verwandten gemacht.  

Als Neuntklässler habe ich bereits den Girls‘/Boys‘ Day sowie den Berufsfelderkundungstag zum ersten Mal gemacht, welche durchweg positiv verlaufen sind. Meiner Ansicht nach sind die beiden kurzen Praktika eine gute Möglichkeit, einen Voreindruck zu bekommen, wie das spätere Arbeitsleben abläuft. Jedoch würde ich dafür plädieren, das Praktikum etwas länger zu strecken, da die kurze Zeit nur ausreicht, um einen groben Überblick zu bekommen. Außerdem ist es schwierig, eigenständig einen Betrieb für den sehr kurzen Berufsfelderkundungstag zu finden. Aufgrund dessen könnte die Schule, wie auch bei dem  Girls‘/Boys‘ Day, Angebote anbieten, um die Suche zu erleichtern. 

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die beiden kurzen Praktika für Acht- bzw. Neuntklässler eine gute Möglichkeit bieten, in die spätere Arbeitswelt zu ,,schnuppern“. Doch vor allem beim Berufsfelderkundungstag sollte man sich frühzeitig um eine Stelle bemühen. Außerdem ist es sinnvoll die begrenzte Zeit an den beiden Tagen gut auszunutzen, um möglichst differenzierte Eindrücke zu erhalten.    

 

Lesenacht am FvSTein-Gymnasium

von Romina D' Oria

[Dezember 2022] Am Freitag, dem 7.12.22, fand wieder einmal die Lesenacht statt. Diese wurde von unserer SV organisiert und von vielen Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen sowie von unseren Steinkäuzen besucht.

Die Kinder durften es sich in der Balletthallte gemütlich machen und ihnen wurde eine spannende Weihnachtslektüre vorgelesen. Diese Aufgabe übernahmen Frau Wolf und Frau Mikolajetz, unterstützt von Frau Oshadnik.

"Es ist ein Elch entsprungen" war der Name der Lektüre, eine schöne Weihnachtsgeschichte, geschrieben von Andreas Steinhöfel, aus dem Jahr 1995. Die Geschichte handelt von dem zehnjährigen Bertil, der sich kurz vor Heiligabend mit einem sprechenden und fliegenden Elch namens Mr. Moose anfreundet. Er ist der Elch des Weihnachtsmannes und musste bei einem Testflug notlanden. Diese Begegnung verändert Bertils Leben schlagartig!

Der gleichnamige Film erschien im Jahr  und während des Lesens wurden Ausschnitte davon auf einer Leinwand abgespielt, ebenso einige Bilder. Außerdem wurden kostenlos getränke und Snacks angeboten. Die Kinder durften sich regelmäßig ihre Becher auffüllen.

Die Veranstaltung dauerte ungeführ eine Stunde, von 19:00 bils 20:00 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler hatten viel Spaß und wir freuen uns auf unsere zukünftigen Steinkäuze!

Leverkusener Schüler setzen Zeichen der Solidarität mit Protesten im Iran

von Erik Baum

[November 2022]  Und plötzlich tönt aus dem Lautsprecher die erste Zeile von „Another Love“. Nach und nach, erst zögerlich, dann immer lauter, stimmen hunderte Schüler in den Gesang ein. An einem wolkenfrei, sonnigen Novembermorgen erklingt auf den Schulhof des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Leverkusen das zur Hymne der Protestbewegung im Iran gewordene Lied des britischen Songwriters Tom Odell. 4000 Kilometer entfernt von der Diktatur, in der junge Frauen und Männer täglich für Menschrechte und Freiheit demonstrieren, werden dieselben Worte jetzt zur Solidarität mit ihnen angestimmt – „I’ll use my voice, I’ll be so fucking rude“. 

Bereits seit mehr als 50 Tagen demonstriert im Iran eine breite Protestbewegung aus allen gesellschaftlichen Schichten gegen das autokratische Mullah-Regime und setzt sich trotz gewaltsamer Reaktionen von Polizei und Revolutionsgarden weiter für die Rechte von Frauen, Minderheiten und Menschenrechte ein. Auslöser der Proteste war der Tod der jungen Studentin Mahsa Amini, die unter ungeklärten Umständen im Gewahrsam der Sittenpolizei verstorben war; vermutlich wurde sie Opfer von Polizeigewalt. 

Am 9.11.2022 hat das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium nun seine Solidarität mit den Protesten zum Ausdruck gebracht. Eine von Schülervertretung und Sozial AG organisierte Kundgebung prangerte die Unterdrückung von Frauen und die islamistische Mullah-Diktatur an, die dem Land seit 43 Jahren eine fundamentalistische Interpretation des Islam aufzwingt. 

Inspirieren lassen habe man sich bei ähnlichen Aktionen in den letzten Wochen, so Alexa Mönning, die Leiterin der Sozial AG am Freiherr. „Es ging uns vor allem darum, auch bei den Schülern Aufmerksamkeit und Interesse für das Thema zu wecken.“ Das jedenfalls scheint der Sozial AG und Schülervertretung gelungen zu sein. 

Franzbrötchen, Serengeti und Kunstnachhilfe: unsere Kursfahrt nach Hamburg

von Erik Baum

[September 2022] Lange hatten wir uns gedulden müssen, am 26. September 2022 ging es endlich los: wir traten unsere fünftägige Kursfahrt nach Hamburg an. Dort sollte uns eine Woche voller architektonischer, kultureller und historischer Highlights und natürlich jede Menge hanseatisches Flair erwarten. 

Nach einer so klimafreundlichen wie abenteuerlichen Anreise mit der deutschen Bahn stand für uns am Montagnachmittag direkt der erste Programmpunkt auf den Plan: begleitet von charmantem und authentischem norddeutschem Wetter konnten wir auf einer dreistündigen Radrundfahrt die bewegte Hamburger Stadtgeschichte unmittelbar im Stadtbild kennenlernen. Gegen Wind und Wetter anstrampelnd erfuhren wir von Aufstieg und Wachstum, von Freiheitsstreben und Geschäftssinn der Hansestadt.  Vor allem lernten wir zwischen Elbtunnel, HafenCity und Hauptbahnhof, wie Hamburg im Lauf der Jahrhunderte immer wieder neu von Unternehmern, Politik und Epochen geprägt worden ist, die alle ihre persönliche Handschrift im Stadtbild hinterlassen haben. Und als Geschichts-LK erkannten wir, wie sich diese 1000 Jahre alte hamburgische Geschichte bis heute Stück für Stück weiter fortschreibt. 

Am Dienstag tauschten wir die ungezügelte Romantik des verregneten Hamburger Hafenbeckens gegen die hehren Hallen der hohen Kunst. Wobei „Halle“ hier schon das richtige Stichwort ist: ein Besuch in der Hamburger Kunsthalle stand an. Nicht nur lernten wir großartige Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten kennen – darunter auch Der Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich – sondern durften auch unser eigenes künstlerisches Talent demonstrieren und damit den Beweis dafür liefern, dass der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife besser auch weiterhin nicht an eine zeichnerische Weiterentwicklung seit dem Kindergarten geknüpft werden sollte. Immerhin tröstete uns die umfangreiche Sammlung der Kunsthalle über eigene kreative Defizite hinweg: von epochaler Historienmalerei über idyllische Landschaftsdarstellungen bis hin zu subtilen Selbstporträts fand sich im Fundus des Museums alles, was das Herz des Kunstliebhabers begehrte. 

Das spektakuläre Highlight unserer Reise erwartete uns am Mittwochabend. Nachdem wir dem Morgen im Miniaturwunderland verbracht und dort die Bastelleidenschaft des dreihundertköpfigen Teams in unfassbar detailverliebten Dioramen hatten bestaunen können, entführte uns der Abend vom kühlen 53. Breitengrad in die sengende Hitze der afrikanischen Savannen. Mit einer Musicalinszenierung des Disney-Klassikers „Der König der Löwen“ durften wir die bekannte und beliebte Zeichentrickfabel in einem neuen Korsett erleben. Auch wenn wir anfänglich noch über den thematischen Zusammenhang zu unserem Reiseziel wie auch über den genauen Bildungsauftrag des Abends rätselten, konnten uns ein spielfreudiges Ensemble, das großartige Liveorchester, stimmgewaltiger Gesang und eine kreative Inszenierung schnell für sich einnehmen – da konnten wir unseren Lehrern das Abweichen vom Bildungsauftrag der Reise gerade noch so verzeihen. 

Unser letzter Tag in Deutschlands zweitgrößter Stadt begann mit einer großen Portion hanseatischem Humor. Auf einer Hafenrundfahrt brachte uns unser sympathischer Guide die komplexe Organisation des Industriehafens näher; während wir mit einer kleinen Barkasse neben vierhundert Meter langen Containerriesen entlangschipperten, erfuhren wir von „Schutenschupsern“ und der langen Tradition der Hamburger Werften ebenso wie von Hamburgs weitgehender Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufstieg der Stadt als „Deutschlands Tor zur Welt“ und größtem Frachthafen in der Bundesrepublik. 

Und so ging unsere Woche in Hamburg auch schon viel zu früh zu Ende. Neben dem offiziellen Bildungs- und Kulturprogramm blieb natürlich auch viel Zeit für eigene Streifzüge durch die Stadt, die von uns auch ausgiebig genutzt wurde. Je nach persönlicher Präferenz erkundeten einige Mitglieder des Kurses wahlweise weiter das kulturelle Angebot oder statteten einschlägigen Vergnügungsvierteln einen Besuch ab – es kam also jeder auf seine Kosten. 

Eine weitere nervenaufreibende Expedition durch den Dschungel des deutschen Bahnnetzes später trafen wir wieder in Leverkusen ein – erschöpft, entnervt, aber um eine Woche voller Eindrücke reicher. Fünf abwechslungsreiche, interessante, unterhaltsame Tage lagen hinter uns, die uns als Kurs noch fester zusammengeschweißt haben. 

Wir bedanken uns besonders bei unserem großartigen Lehrerteam, Herrn Heckl und Frau Kulbarz, die mit uns gemeinsam Hamburg entdeckt haben und diese Fahrt erst ermöglicht haben. Und Herr Heckls selbstgebackene Franzbrötchen waren einfach zu köstlich… 

In all die schönen Erinnerungen an unsere Kursfahrt mischt sich jedoch auch etwas Bitterkeit. Schließlich erinnert uns diese Fahrt auch daran, dass unsere Zeit am Freiherr sich unwiederbringlich dem Ende zuneigt. Umso mehr möchten wir danke sagen, für die Zeit, die wir gemeinsam an dieser Schule verbringen durften und die Möglichkeiten, die uns unser Gymnasium eröffnet hat. Danke Freiherr. Für alles. 

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