Vorlesewettbewerb 2025

Seit 1959 wird jährlich für die Schüler:innen der 6. Klassen bundesweit der Vorlesewettbewerb ausgetragen. Die erste Hürde hierfür ist der Klassenentscheid. Dabei wird vor der gesamten Klasse aus einem selbst gewählten Buch ein Abschnitt vorgelesen und die Klasse entscheidet, welche zwei Kinder ihre Klassen am Schulentscheid vertreten dürfen.

Am 27.11.2025 haben sich die zehn Klassensieger:innen in der Bibliothek getroffen, um den oder die Schulsieger:in zu finden, der oder die unsere Schule beim Stadtentscheid vertreten darf.

In der Jury saßen Anja Riemann (D, F, ER), die den Vorlesewettbewerb jährlich in unserer Schule koordiniert und leitet. Weiterhin saß auch Kristina Röhrig-Liensdorf (D, PP) in der Jury, die auch regelmäßig daran beteiligt ist. Die Jury wird meist von dem Schulsieger oder der Schulsiegerin des Vorjahres unterstützt. Das war dieses Mal ich, Thoren Grabarz, Schüler der aktuellen 7a.

In der ersten Runde konnte jede:r Schüler*in einen Abschnitt aus einem selbstgewählten Titel vorlesen, wobei beachtet werden musste, dass es nicht vom gleichen Autor sein durfte wie beim Klassenentscheid. Es wurde aus Fantasy-Titeln wie „Alea Aquarius“ und „Windwalkers“ über humorvolle Titel wie „Gangsta-Oma“ bis hin zu „School of Talents“ vorgelesen. Dann hat sich die Jury zurückgezogen und darüber beraten, wer es in die zweite Runde des Schulentscheides geschafft hat. Dabei wurde anhand folgender Kriterien beurteilt: Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl.

Was bedeutet das überhaupt? Bei der Lesetechnik wird näher auf deutliche Aussprache geachtet, an ein angemessenes Lesetempo, auf flüssiges Lesen und auf die Betonung, bzw. die Stimmlage. Bei der Interpretation geht es darum, ob die Lesetechnik auch zu der Atmosphäre des Vorgelesenen passt. Textstellenauswahl ist das Kriterium, wo näher darauf geachtet wird, ob die ausgewählte und somit vorgelesene Stelle auch für jemanden, der das Buch nicht kennt, schlüssig ist. Und ob man dadurch Lust bekommt, das Buch vielleicht sogar selber zu lesen.

Nach der intensiven Beratung stand fest, dass fünf Kinder aus dem Fremdtext vorlesen können. Dieses Jahr war der Fremdtext „Sieben Tage Mo“ von Oliver Scherz. Nach dem zweiten Vorlesen war es noch schwieriger eine Entscheidung zu fällen! Diesmal wurde anhand der Kriterien Lesetechnik und Interpretation gewertet. Nach einer köpferauchenden Beratung standen die ersten drei Plätze fest.

Den dritten Platz belegte Tamina Dünger (6d) mit dem Buch „School of Talents“ von Silke Schellhammer. Den zweiten Platz belegte Marie Lüninghöfer (6c) mit „Alea Aquarius“ von Tanya Stewner. Den ersten Platz und somit den Sieg über den Schulentscheid entschied Shirin Mir (6c) mit „Warrior Cats“ von Erin Hunter für sich.

Damit wird Shirin unsere Schule beim Stadtentscheid vertreten. Dafür drücke ich ihr ganz fest die Daumen!

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht nach meiner eigenen erfolgreichen Teilnahme im vergangenen Schuljahr diesmal auf der anderen Seite zu sitzen. Tatsächlich so sehr, dass ich es mir vorstellen könnte als Oberstufenschüler auch auszuhelfen. Mein Tipp für alle nachkommenden 6er: lest viel, nehmt teil und habt Spaß, denn es ist eine tolle Erfahrung!

Thoren Grabarz (7a)

(c) fvstein

(c) fvstein

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