Physik fasziniert: Experimente beim Tag der offenen Tür

Am letzten Samstag im November zeigte das Freiherr, was Physik bedeutet: nicht nur Theorie, sondern faszinierendes Anfassen und Experimentieren. Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 präsentierten den großen und kleinen Besuchern eine Vielzahl an Experimentier-Stationen zu den Themen Elektrik, Wärmelehre, Optik und Mechanik. Das Ergebnis: große Augen, viele Fragen und echte Begeisterung für die Naturwissenschaften.

Elektronische Abenteuer: Von der Schaltung zum Motor
An der ersten Station durften Besucherinnen und Besucher selbst Hand anlegen. Schülerinnen und Schüler erklärten ihnen, wie Schaltkreise funktionieren und zeigten, warum Widerstände, Kondensatoren und LEDs nötig sind. Mit Batterien und Netzgeräten bauten die Gäste kleine Stromkreise zusammen. Die besondere Faszination lag aber bei den großen Experimenten: Beim Elektromotor wurde deutlich, wie Magnetfelder und Strom zusammenarbeiten. Bei der Leiterschaukel fühlten alle direkt, wie eine elektrische Kraft eine Bewegung erzeugt. Ein großes Aha-Erlebnis für viele Besucherinnen und Besucher!

Unsichtbar wird sichtbar: Die Wärmebildkamera zeigt Überraschendes
Ein absolutes Highlight war die Wärmebildkamera-Station. Mit dieser besonderen Kamera konnte jeder Wärmestrahlung sichtbar machen – etwas, das normalerweise unsichtbar bleibt. Besonders spannend war das Experiment mit Vakuum: In einer Glaskugel dehnte sich ein Schokokuss bei Unterdruck zu vierfacher Größe auf. Und dann das Unglaubliche: Heißes Wasser von 90 Grad Celsius fing unter Unterdruck zu sieden an. Damit wurde deutlich, warum Druck so wichtig ist – sogar beim Kochen!
 

Knifflig und knifflig: Optik und der täuschende Blick
Beim Fisch-Fangen-Spiel lernten alle ein wichtiges Physik-Prinzip: Licht wird an Grenzflächen abgelenkt. Wer versuchte, einen Fisch im Wasser mit einem Speer zu treffen, scheiterte immer wieder – weil das Auge getäuscht wurde. Die Mathematik dahinter präsentierten andere Schülerinnen und Schüler mit interaktiven Graphen: Sinus- und Kosinusfunktionen wurden plötzlich nicht mehr abstrakt, sondern anschaulich und fassbar.
 

Die schnelle Kugel: Beschleunigung selbst erleben
Das Finale: eine Kugel, zwei Lichtschranken und eine große Frage – wie lange braucht die Kugel für unterschiedliche Fallstrecken? Die Antwort war überraschend: Wenn man die Fallhöhe verdoppelt, ist die Fallzeit nicht doppelt so lange. Die Zeit ändert sich quadratisch, nicht linear. Ein Gesetz der Physik, das alle selbst mit den Händen messen konnten und verstanden.

Das Fazit der Besucherinnen und Besucher war eindeutig: Physik ist nicht langweilig. Physik ist praktisch, sichtbar und spannend. Alle neugierigen jungen Menschen, die sich für Naturwissenschaften interessieren, sollten sich das merken – hier findet echtes, lebendig gewordenes Lernen statt!

Elias Schucht für die Fachschaft Physik

Magnetismus (links) und Wärmebildkamera (rechts)

Magnetismus (links) und Wärmebildkamera (rechts)

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