Europatag bei Covestro: Planspiel rund um das Modellauto EcoGlid

Exkursion der Jahrgangsstufe 10 am 7. Mai 2026 zur Covestro AG in Leverkusen 

Im Rahmen unseres schulinternen Europatags besuchte eine Gruppe MINT-interessierter Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 am Mittwoch, dem 7. Mai 2026, das Unternehmen Covestro in Leverkusen. Der Europatag stellte in diesem Jahr einen wirtschaftlich-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt in den Mittelpunkt und sollte uns einen praxisnahen Einblick in europäische Industrie, Forschung und Zusammenarbeit ermöglichen. Betreut wurden wir vor Ort von Frau Bedia Yueksel, die uns durch den gesamten Projekttag begleitete. 

Bei Covestro erwartete uns ein Planspiel, in dem wir die Entwicklung und Vermarktung eines Fahrzeugs nachstellten. Im Zentrum stand das Modellauto EcoGlide, ein kleines Fahrzeug mit Propellerantrieb, das von Mitarbeitenden von Covestro für das Planspiel entworfen wurde. Das Dach des Fahrzeugs besteht aus Kunststoff von Covestro und verband so das Planspiel unmittelbar mit den Produkten des Unternehmens. Wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt, die jeweils unterschiedliche Aufgaben rund um das Fahrzeug übernahmen. 

Produktion
Ein Teil der Arbeit fand in der Produktionsgruppe statt. Unsere Aufgabe bestand darin, die kleinen Modellautos mit Propellerantrieb zunächst selbst zusammenzubauen und sie anschließend für die anderen Gruppen vorzubereiten. Dabei kam es besonders auf einen genauen Aufbau und eine gute Organisation an, damit später alle Gruppen die Modelle erfolgreich bauen konnten. In unserer Präsentation erklärten wir Schritt für Schritt den Aufbau und zeigten, wie die einzelnen Teile richtig montiert werden. 

Forschung und Produktentwicklung
In der Gruppe Forschung und Produktentwicklung beschäftigten wir uns vor allem mit dem Werkstoff Polycarbonat, da dieser bei Covestro eine wichtige Rolle spielt. Nachdem wir das Aufgabenblatt erhalten hatten, teilten wir die Themen untereinander auf. Wir erforschten, wie Polycarbonat hergestellt wird, wo es im Alltag verwendet wird, wie umweltfreundlich es ist und welche Einsatzmöglichkeiten es besonders in der Autoindustrie gibt. Dabei lernten wir, dass Polycarbonat viele Vorteile gegenüber Glas besitzt, denn es kann bis zu 250 mal widerstandsfähiger als Glas sein und ist zugleich leichter. Aus diesem Grund wird es häufig in Fahrzeugen eingesetzt, etwa bei Scheinwerfern oder sogar in Kampfjets. Darüber hinaus beschäftigten wir uns mit alternativen Antriebsmöglichkeiten für Autos, darunter Wasserstoffantriebe und E-Fuels. Unsere Ergebnisse fassten wir in einer mit Canva gestalteten Präsentation zusammen, deren Design wir passend zum Thema anlegten. 

Wirtschaft
Auch die wirtschaftlichen Aspekte spielten eine wichtige Rolle. Im Team Wirtschaft planten wir die finanziellen Gesichtspunkte rund um das Fahrzeug EcoGlide und beschäftigten uns mit Kosten, möglichen Gewinnen und der Preisgestaltung. Wir verglichen verschiedene Lieferanten und prüften, welche Materialien sich am besten für das Projekt eignen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Nachhaltigkeit, weshalb wir möglichst regionale und überwiegend deutsche Lieferanten auswählten. Dabei wurde uns bewusst, dass nicht nur der Preis zählt, sondern ebenso Lieferzeiten, Qualität und Umweltaspekte berücksichtigt werden müssen. Zusätzlich untersuchten wir, wie sich die Kosten verändern würden, wenn die Produktion in anderen Ländern, sowohl in Europa als auch im außereuropäischen Ausland, stattfände. 

Marketing
Das Marketing-Team beschäftigte sich damit, wie man ein Produkt erfolgreich bewirbt. Besonders wichtig waren dabei die sinnvolle Verteilung des Budgets sowie die Gestaltung ansprechender und kreativer Plakate, um möglichst viele Menschen auf unser Projekt aufmerksam zu machen. 

Zusammenarbeit und Fazit
Während des gesamten Projekttages wurde deutlich, wie wichtig Kommunikation und Teamarbeit sind und wie üblich europäische wie internationale Kooperationen nicht nur im Bereich von Wirtschaft oder Unternehmen sind. Da alle Gruppen unterschiedliche Aufgaben hatten, mussten wir uns regelmäßig austauschen und gemeinsam Entscheidungen treffen, damit das Projekt gelingen konnte. Durch die Zusammenarbeit konnten wir zusätzliche Informationen sammeln und uns genauer mit den Materialien beschäftigen, die in Fahrzeugen verbaut werden. Zum Abschluss präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse vor dem gesamten Team. 

Ein besonderes Highlight war, dass wir am Ende selbst kleine Autos bauen durften. Dadurch wurde der Projekttag noch praxisnäher und hat uns viel Freude bereitet. Insgesamt war die Exkursion zu Covestro eine sehr lehrreiche Erfahrung, bei der wir viel über Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Forschung, Produktion und Zusammenarbeit gelernt haben. 

Ein Bericht der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10

 

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