Der Europa-MINT-Tag am FvStein

Am 17. Mai 2023 fand am FvSt der Europa-MINT-Tag statt. Dabei lernten die SchülerInnen der 9. Stufe unter dem Motto „Umweltfreundliche Energieversorgung und Energiesicherheit“ die Grundlagen der klimafreundlichen Energieübertragung und -umwandlung auf naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Grundlage kennen. Davon möchte ich im Folgenden schildern.

Als Erstes informierte uns Herr Stelzmann, der Organisator des Europa-MINT-Tages, über den Ablauf des Tages. Meine Klasse führte zuerst den naturwissenschaftlichen Teil in den Physik- und Chemieräumen durch, die von Herrn Vorkauf, Frau Wilkening, Frau Völker und Herrn Euskirchen angeleitet wurden: Dort wurden wir zuerst über das Seekabel durch die Nordsee, NordLink, informiert, was den Austausch elektrischer Energie zwischen Norwegen und Deutschland ermöglicht. Dabei liefert Deutschland Norwegen Windenergie, welche dort in Stauseen gespeichertwird (Wasserkraftanlagen) und dann bei Bedarf wieder nach Deutschland überführt werden kann. NordLink leistet einen wichtigen Beitrag in der europäischen Zusammenarbeit für die Energiewende. Danach bestimmten wir experimentell die Widerstände verschiedener Leitungen (Kupfer, Holzleitungen) bei unterschiedlichen Stromstärken. Anschließend bekamen wir in einem weiteren physikalischen Experiment Einblicke in die Übertragung von Bewegungsenergie in chemische Energie. Das dritte Experiment befasste sich mit den Pump- und Speicherkraftwerken in Norwegen. Hierbei haben wir Wasser in einen Gartenschlauch gefüllt und dann die Höhe der entstandenen Fontäne des Wasserstrahls gemessen.

Im gesellschaftswissenschaftlichen Teil des Tages, den Frau Alldridge und Frau Jende-Soeken im Klassenraum anleiteten, spielten wir ein Plan-Spiel, welches die Herausforderungen der Energiewende in Deutschland darstellen sollte. Vorher hatten wir Informationen über den europäischen Green-Deal erhalten, welcher sich zum Ziel gesetzt hat, dass alle Mitgliedstaaten der EU bis 2050 klimaneutral werden. In dem Spiel mussten wir also versuchen, die vorhandenen fossilen Kraftwerke durch grüne Energieträger (Wind, Wasser, Photovoltaik etc.) zu ersetzen und dabei den Energieverbrauch Deutschlands zu decken. Durch die unterschiedlichen Ereigniskarten, die z.B. eine Abschaltung von einem Kohlekraftwerk (hierbei musste man dann einen großen braunen Würfel vom Spielfeld nehmen) oder aber den Weiterbetrieb der Anlagen zur Folge hatten, kam die Schwierigkeit der Energiewende gut zur Geltung.

Als Letztes trafen wir uns im Oberstufenraum mit Herr Stelzmann und Frau Sauerteig, eine langjährige EU-Beamtin, schaltete sich uns zu. Sie erzählte uns von ihrem beruflichen Werdegang und ihrem Berufsalltag. Schließlich konnten wir ihr noch Fragen aller Art stellen.

Meiner Meinung nach war der Europa-MINT-Tag ein sehr gelungener Tag, an dem wir viel Hilfreiches über die Energiewende, die unserer Generation bevorsteht, lernten.

Laurenz Kurth

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