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SteinZEIT - unsere digitale Schülerzeitung

Die SteinZEIT digital

[Mai 2021] Herzlich Willkommen auf den Seiten unserer digitalen Schülerzeitung! Seit einem halben Jahr füttern wir nun Monat für Monat unsere Seite mit journalistischen Beiträgen und Information, die uns - dem Redaktionsteam der Schülerzeitung - wichtig und lesenswert erscheinen. Wir hoffen, dass für  viele Freiherr-vom-Steinler etwas dabei ist! Wer selbst etwas beizutragen hat - sei es ein Artikel, eine Anregung oder ein Feedback: Herzliche Einladung - Mitwirkende sind bei uns jederzeit willkommen! Unsere Redaktionssitzungen finden z.Z. alle zwei Wochen dienstags um 15:00 Uhr digital statt. Bei Interesse bitte eine E-Mail oder eine kurze teams-Nachricht an:

Gundula Jende-Soeken und Fabian Schmitt (AG Leitungsteam)


 

Bundestagswahl 2021: Soll das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt werden?

[Juni 2021] Diese Frage hat mich die letzten Wochen beschäftigt. Die Bundestagswahlen stehen dieses Jahr am 26. September bevor und jeder volljährige deutsche Staatsbürger darf Angela Merkels Nachfolger*in wählen. Jedoch stellte sich immer öfter die Frage, ob auch Jugendliche ab 16 Jahren mitwählen dürfen sollten. Dies betrifft somit auch die älteren Schüler*innen unserer Schule. Unterstützer dieser Idee wollen vor allem früh ein Interesse an der Politik wecken und fördern sowie die Chance geben, sich auch für seine Zukunft einzusetzen zu können [mehr].

von Letizia Bensalah


Debatte ohne Netz und doppelten Boden

[Mai 2021] Nachdem Fabian Steinmetz den zweiten Platz bei Jugend debattiert in der Altersgruppe II im Landesfinale NRW gewonnen hat, hatte die Schülerzeitung die Chance, ein Interview mit ihm zu führen. Fabian Steinmetz ist 17 Jahre alt und besucht die Q1. Der engagierte Schüler wählte Mathe und Englisch als Leistungskurse und spielt seit Jahren Klavier an der örtlichen Musikschule. Früher hat er viel Leichtathletik betrieben und turnte gerne.

Doch nun steht bei ihm ein Hobby im Vordergrund: das Debattieren. In einer Debatte streitet man, aber in sachlicher, höflicher Art und Weise. Eine Debatte beginnt mit einer Eröffnungsrede, bei der jede*r Teilnehmer*in kurz den Standpunkt vorstellt, der vertreten wird. Dieser wird übrigens per Los zugeteilt. Darauf folgt die eigentliche Debatte, bei der die Pro- und Kontraargumente nur so hin- und herfliegen. Die Debatte endet schließlich mit einem letzten Plädoyer.

Fabian hat uns erzählt, wie er zu Jugend debattiert gekommen ist [mehr].

von Letizia Bensalah und Lotte Grün


Kindheit heute versus früher

[Mai 2021] Kennt ihr das: In einer ganz normalen alltäglichen Situation hört man von älteren Leuten häufig den Satz “Früher war alles besser!“. Unterscheidet sich die heutige Kindheit und Jugend wirklich so sehr von den früheren Generationen?

Nehmen wir die Generation unserer Eltern, die größtenteils in den 70er und 80er Jahren aufgewachsen sind: Wie war das Leben damals? Die ersten Telefone mit Tastatur kamen in die Haushalte, es gab nur drei Fernsehprogramme und der Vater war der Herr der Fernbedienung. Die ersten Heimcomputer kamen auf den Markt, waren jedoch in nur wenigen Haushalten zu finden. Kein Internet oder Google – man lieh sich Bücher zu den entsprechenden Schulthemen in der Bibliothek aus. Auch Ganztagsschulen gab es nicht, jedoch musste man teilweise auch samstags in die Schule, anstatt sich mit Freunden zu treffen. Die Mütter waren oftmals Hausfrauen und kümmerten sich um Haushalt und Kinder, während der Mann arbeiten ging.

Auch die Freizeit verbrachte man meist anders als heute [mehr].

von Lena Kaplanowski


Die Französische Revolution – eine Blaupause für die Gesellschaft der Moderne

[Mai 2021]  232 Jahre. So viel Zeit ist seit dem Sommer 1789 und der ersten Revolution der Menschheitsgeschichte vergangen. Kein anderes Ereignis hat auf die Art, wie und in welchen sozialen Systemen wir heute leben, auch nur einen annähernd vergleichbaren Effekt. Aber was macht die Unruhen und Aufstände in Frankreich 1789 zu mehr als einem bloßen Strohfeuer aufgestauter Armutsfrustration? [mehr]

von Erik Baum


Malala Yousafzai

[Mai 2021]  Schon mit 11-Jahren hatte Malala Yousafzai ein Ideal ihres Heimatortes und als Bewohnerin einer von der Taliban kontrollierten Gebiets weiß sie genau, wofür sie kämpft, wenn sie sich für Kinderrechte einsetzt. In ihrer Heimat Pakistan wurde sie daraufhin angeschossen. Wie es dazu kam, wie es Malala heute geht und was sie macht, lest ihr [hier]

von Efsa Cin


Regrowing

[April 2021]  Heute Morgen entdeckte ich beim Gießen meiner Zimmerpflanzen, dass meine Erdbeerpflänzchen sprießen und insgesamt konnte ich zwei, nein drei klitzekleine Pflänzchen erkennen, wobei es ein Wunder war, dass ich dazu kein Mikroskop brauchte. Ich war stolz auf mich, weil ich zuvor noch nie so etwas ausprobiert hatte und ich kaum vermutet hatte, dass die Erdbeerkerne, die ich vor zwei Wochen durch das Häuten von Erdbeeren hochwissenschaftlich gewonnen hatte und dann mit etwas Erde in einem Blumentopf begraben hatte, wirklich zu Sprößlingen werden würden. [mehr]

von Amelie Amberger


Zum Tod von Prinz Philip, Herzog von Edinburg

[April 2021] Am Morgen des 9. April 2021 verstarb das Mitglied der königlichen Familie in Windsor Castle. Die Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben, jedoch beschrieb seine Schwiegertochter Sophie Philips Tod als „sanft und wie, als hätte ihn jemand bei der Hand genommen.“

Geboren wurde der Herzog am 10. Juni 1921 als Prinz Philip von Griechenland und Dänemark. Seine Eltern sind Prinz Andrew von Griechenland und Dänemark und Prinzessin Alice von Battenberg. 1934 traf er im Alter von 13 Jahren die Queen, welche damals erst acht Jahre alt war, zum ersten Mal. Als er im Alter von 18 Jahren der Royal Navy beitrat, begann er, mit der inzwischen 13-jährigen Prinzessin Elizabeth Kontakt aufzubauen. [mehr]

von Letizia Bensalah


Lesetipp: Die Tribute von Panem

[April 2021] Du bist interessiert an Action-, Drama- und Science-Fiction Büchern bzw. Filmen? Dann habe ich hier eine passende Empfehlung: die Tribute von Panem. Die aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzte Trilogie über den mutigen Hauptcharakter Katniss ist auch auf Amazon Prime als 4-teilige Filmreihe erhältlich [Altersfreigabe ab 12, angemessen wäre ab 16, Anm. der Lehrer]. Hier kannst du aber vor allem über die Bücher lesen. [mehr]

von Letizia Bensalah


Elf Jahre nach der Deepwater-Horizon-Katastrophe: Welche Rolle spielen fossile Brennstoffe für uns heute?

[April 2021] Vor ziemlich genau elf Jahren ereignete sich auf der Erdölbohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko ein schwerer Unfall, als sich durch einen technischen Defekt Erdöl entzündete und bei der Explosion elf Menschen ums Leben kamen. In den folgenden 48 Stunden gelang es trotz intensiver Bemühungen nicht, das Feuer auf der Erdölplattform zu löschen. Unter der extremen Belastung durch den Brand gab das Material der Plattform nach. Deepwater Horizon sank und zerstörte dabei auch das Förderrohr, sodass beinahe 800 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko freigesetzt wurden: Eine Katastrophe für das lokale Ökosystem, ein Massensterben setzte ein. Doch warum wird überhaupt Erdöl auf See gefördert, wenn dies technisch so viel aufwendiger, gefährlicher und kostspieliger als auf Land ist? [mehr]

Erik Baum


Die Beliebtheit von (Brett-)Spielen in der Corona-Zeit - eine Umfrage

[April 2021] Sind (Brett-)Spiele in der Corona-Zeit beliebter geworden? Wird im Lockdown häufiger als sonst gespielt? Um diese und noch weitere Fragen zu beantworten, führte ich jüngst in meiner Klasse eine Umfrage durch. (Die Umfrage sollte sich nicht auf Computerspiele beziehen, auch Mehrfachnennungen waren möglich.)

Dabei erhielt ich folgende Ergebnisse:

Von den insgesamt zwölf befragten Schülern*innen gaben acht an, dass sie in der jetzigen Zeit häufiger (Brett-)Spiele spielen. Sieben Befragte sind zudem der Meinung, dass Spiele aufgrund der Covid-19- Pandemie allgemein beliebter geworden sind. [mehr]

von Laurenz Kurth


 

 

Der europäische Gedanke an unserer Schule

[April 2021] „Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, Anerkennung verschiedener Kulturen: Der europä­ische Gedanke kann nur wachsen, wenn er gemeinsam gelebt wird.“ Als Niklas Stelzmann über die Rolle unserer Schule als Europaschule spricht, wird direkt deutlich, mit wie viel Lei­denschaft er sich mit diesem Thema auseinandersetzt und warum er gerne als Europalehrer für unsere Schule arbeitet. [mehr]

Amelie Amberger


Buchempfehlung: Der Herr der Diebe

[April 2021] Die Geschichte ,,Herr der Diebe“ von Cornelia Funke ist ein Abenteuerroman. In dem Buch geht es um einen Jungen, der sich der Herr der Diebe nennt. Dieser versteckt in einem leer stehenden Kino Waisenkinder und versorgt sie mit allem Nötigen. Etwas später bekommt der Herr der Diebe von einem mysteriösen Auftraggeber einen Auftrag zum Stehlen. Dabei werden der Herr der Diebe und seine Freunde jedoch erwischt. Also ob das nicht genug ist, ist ihnen seit kurzem auch noch ein Detektiv ihn auf den Fersen. Wenn er von dem Diebstahl erfahren würde, wäre es gar nicht gut. Bei der Übergabe der gestohlenen Sachen bleiben zwei der Kinder im Versteck. Diese werden von der Polizei erwischt und mitgenommen. Was dann passiert? Lest selbst! [mehr]

von Antonia Ferrao e Zilly


Stufe 6: Wahl der zweiten Fremdsprache

[März 2021] Die 6. Stufe wählt im Moment die zweite Fremdsprache. Wie das funktioniert, lest ihr in diesem Artikel. Ihr könnt Französisch, Spanisch und Latein wählen. Es ist sehr wichtig, dass ihr eure Entscheidung nicht von Familie oder Freunden abhängig macht. 

Anders als vor zwei Jahren, werden die Klassen neu gemischt. Je nachdem, welche Sprache ihr wählt, kommt ihr in eine Klasse mit Kindern, die die gleiche Sprache wie ihr gewählt haben - außer ihr kommt in eine gemischte Klasse. So kann es sein, dass ihr mit euren Freunden in eine Klasse kommt, obwohl sie eigentlich eine andere Sprache gewählt haben. Wenn ihr euch noch unsicher seid, was die Sprachenwahl angeht, könnt ihr euch mal auf der Homepage umsehen. Außerdem könnt ihr euch eine Pro- und Contra-Liste für die jeweiligen Fächer anlegen. Folgt auf jedem Fall eurem Herzen bei der Sprachwahl. Bitte gebt den Wahlbogen bis zum 12.3.2021 an eure Klassenlehrer per Mail ab. 

                                                          von Nina Davolovic und Antonia Ferrao e Zilly


Magie, Liebe und Fehde - eine Buchempfehlung

[Februar 2021] In einer Welt voller Magie, Liebe und Fehden kann man sich schnell verlieren. Und wenn die talentierte amerikanische Autorin Sarah J. Maas diese Welt mit ihrem Schreibstil beschreibt, dann entsteht ein Wunderwerk wie „Das Reich der Sieben Höfe“. Die seit dem 16.02.2021 fünfbändige Reihe erzählt über die Welt der magischen Fae und das Leben der jungen Menschenfrau Feyre, die aufgrund eines Vorfalls in die Welt der mystischen unsterblichen Fae entführt wird und sich verliebt. Doch die Fae sehen einer großen Gefahr entgegen und brauchen Feyres Hilfe... [mehr]

 

von Lotte Grün


Kindheit mit Maske

[Februar 2021] Viele fragen sich momentan, wann die Schulen wieder geöffnet werden oder man wieder zur Arbeit ins Büro fahren muss. Die kleineren Kinder jedoch, die noch nicht in der Schule sind, gehen weiterhin in die Kita. Wegen der berufstätigen Eltern eine gute Idee, auch weil kleine Kinder Corona angeblich noch nicht stark verbreiten. Es hilft sicherlich auch dabei, ihnen eine gewisse Normalität zu erhalten. Doch wieviel bekommen kleine Kinder von der Pandemie überhaupt mit?

von Lena Kaplanowski


 

Für Freunde des Thrillers

[Februar 2021] Endlich wird es wärmer und man kann wieder raus in die Sonne gehen. Was passt da besser, als sich mal weg von den elektronischen Geräten in den Garten oder auf den Balkon zu setzten und einfach mal ein Buch zu lesen?

Meine Empfehlung für Euch lautet: Aquila (Thriller). Noch nie gehört? Kein Problem! Hier kommt eine kurze Zusammenfassung...[mehr]

von Maximilian Hamedinger


 

 

Bücher: Die TOP 5 von Amelie Amberger

[Februar 2021] Besonders jetzt, wo wir nur am Computer hängen und am Onlineunterricht teilnehmen, will man nicht auch noch nach dem Unterricht am Computer sitzen, also ist ein Buch die perfekte Ablenkung nach der Schule. Fünf Favoriten stellen wir hier vor.   

von Amelie Amberger


Einverstanden oder noch nie gehört? Die Jugendwörter der letzten Jahre

[Januar 2021] In diesem Artikel gehe ich auf die gewählten Jugendwörter der letzten sechs Jahre ein und frage, ob die Schüler*innen an unserer Schule sie gehört oder benutzt haben oder sogar die Bedeutung kennen.

1. "Smombie": Smombie ist ein Zusammengesetzes Wort aus den Worten Smartphone und Zombie und war 2015 das Jugendwort des Jahres. Damit wird eine Person beschrieben, die sehr oft und lange auf ihr Smartphone schaut. Zwei von fünf der befragten Schülern*innen haben dieses Wort schon einmal gehört und kennen die Bedeutung. Ebenfalls haben sie dieses Wort schon einmal benutzt. [mehr]

von Tabea M. Ickl


Wie das Virus unsere Leben verändert

[Januar 2021] „Du musst dein Mikrofon anschalten“- ein Satz, der für die drei Schüler Lara, Hugo und Peter (alle 13) mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist. Jeden Morgen stehen sie früh auf, um keine Videokonferenz zu verpassen. Seit gut einem Jahr geht das jetzt schon so. Hier teilen sie private Einblicke von ihrem Alltag in Zeiten der Pandemie. Auch heute müssen sie viele Schulaufgaben erledigen. [mehr]

von Elija Elmar und Malik Dünger  


Hockeytraining in Pandemie-Zeiten

[Februar 2021] Hallen zu, Schwimmbäder geschlossen, gemeinsames Training untersagt. Was machen eigentlich Sportbegeisterte, denen das gewohnte Training und die Mannschaftsspiele weggebrochen sind? Die Redaktion der SteinZEIT hat Ruben und Annabelle, zwei begeisterte Hockeyspieler befragt. [mehr]

von Lotte Grün


Rudertraining in Corona-Zeiten

[Februar 2020] Mein Bruder rudert seit inzwischen fünf Jahren und hat sich vor vier Jahren für das Leistungsrudern entschieden. D.h. er trainiert normalerweise in Köln auf dem Fühlinger See in Rennbooten und nimmt an Wettkämpfen (Regatten) teil. Ich habe meinen Bruder zu seinem aktuellen Training unter den veränderten Bedingungen interviewt. [mehr]

Jaron Engels


2020/2021: ein Aus- und ein Rückblick

[Januar 2021] Vergangenes Jahr war anders: Und das in vielerlei Hinsicht. Covid-19 hat innerhalb weniger Monate unseren Alltag und unsere Pläne für das Jahr über den Haufen geworfen. Für unsere Generation hieß es: Solidarität beweisen! Wir sind diejenigen, die tendenziell am wenigsten von Corona bedroht sind und mussten doch mit die meisten Einschnitte hinnehmen. Von Ende März bis zum Ende der Sommerferien gab es für uns fünf Monate lang praktisch keine Schule: etwas, wovon wir früher nur geträumt hätten. Fast ein halbes Jahr "Ferien"; das werden wir, denke ich, noch unseren Kindern und Enkeln erzählen. 

Und doch fiel es schwer, sich über die viele freie Zeit zu freuen, wenn sie nicht mit Freunden und Verwandten verbracht werden konnte und man sich zugleich sorgen musste um die eigene Gesundheit und die der Familie. Ich und viele andere haben auch empfunden, dass das plötzliche Fehlen einer Tagesroutine unserem Alltag viel Struktur genommen hat. Es fehlte die Motivation und auch die Möglichkeit, wirklich etwas für die Schule zu tun. Das Homeschooling konnte den verlorenen Unterricht nicht ansatzweise kompensieren. Jetzt beginnen manche schon die Folgen des entfallenen Unterrichts zu spüren: Uns allen fehlt ein halbes Jahr Unterrichtsstoff. Gerade wer in diesem neuen Schuljahr einen Abschlussjahrgang besucht, wir dadurch vor etliche Probleme gestellt. 

Was dieses Jahr aber wohl mehr als alles andere geprägt hat, war ein Gefühl der Unwägbarkeit und Unsicherheit. Niemand konnte vorhersehen, wie sich die Situation entwickeln würde, Regierungen waren zu schnellen Entscheidungen gezwungen, eine Horrornachricht folgte der nächsten und wir waren mittendrin und ziemlich machtlos. Die persönlichen Pläne, die viele für dieses Jahr hatten, wurden von Corona genauso zunichte gemacht wie die wirtschaftliche Existenz vieler. Auslandsjahr? In den meisten Fällen wurde daraus nichts. Auch in den Urlaub gefahren und gereist wurde dieses Jahr kaum. 

Dennoch ist aus der Notwendigkeit, sich einzuschränken, auch etwas Neues entstanden. Für den ein oder anderen war dieses Jahr vielleicht lehrreich in Bezug auf den Wert von Familie. Wenn man die Hälfte des Jahres über mit Eltern und Geschwistern auf engem Raum zusammenlebt, ohne dass jeder frühmorgens das Haus verlässt, dann führt das einerseits zu Konflikten, andererseits aber auch dazu, dass man erst wirklich zu verstehen lernt, was für eine Bedeutung das Zusammensein mit anderen für einen selbst hat. Auch in der Krise gilt: man merkt erst, was einem fehlt, wenn man es nicht mehr hat. 

Ich hoffe, dass wir uns ein gewisses Bewusstsein für Entschleunigung und mehr Menschlichkeit auch im nächsten Jahr bewahren können. Apropos 2021, was können wir denn überhaupt erwarten zu Beginn der nächsten Dekade? Momentan scheint es trotz Impfstoffen eher weniger so, als könnten wir im Frühjahr mit einer Rückkehr zur Normalität rechnen. Wahrscheinlich wird uns vieles aus dem vergangenen Jahr auch 2021 noch begleiten, aber vielleicht, nur vielleicht, kann die deutsche Gesellschaft, können wir alle nächstes Jahr zeigen, dass wir fähig sind aus unseren Fehlern zu lernen. Dass wir in der Lage sind, Masken zu tragen, uns an das Gebot der Vernunft zu halten und uns nicht um Fakten zu streiten. Und dass wir uns vielleicht einfach wieder mehr zuzuhören.

Erik Baum 


2021 - was kann man hoffen, was darf man erwarten?

[Januar 2021] 2020 war ein nicht so tolles Jahr: Lockdowns, Angst und fast täglich neue Regelungen und Einschränkungen. Auch nach wenigen Tagen im neuen Jahr stellen sich viele weiterhin die Frage: Wie wird 2021 aussehen? 

2020 startete für die meisten von uns wie jedes neue Jahr: Mit Motivation wollte man die vielen guten Vorsätze umsetzen und einen kleinen Neustart wagen. Doch dann verbreitete sich im Januar weltweit die Nachricht, dass sich ein neuartiges, gefährliches Virus in China ausbreitete. Damals ahnte wahrscheinlich noch niemand, dass dieses Virus auch unser Leben komplett verändern würde. Zwei Monate später erreichte es auch Deutschland, das darauf nicht vorbereitet war und mehr oder weniger wahllos alles ausprobierte, was die Infektionszahlen sinken lassen könnte: Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, eine allgemeine Maskenpflicht wurde eingeführt, es gab Kontaktbeschränkungen, Reiseverbote und Restaurants, Geschäfte und Dienstleister mussten vorübergehend schließen. Konzerte wurden abgesagt, Kinos blieben geschlossen und Sportveranstaltungen fanden ohne Publikum statt. 

Viele Leute fühlten und fühlen sich durch die Einschränkungen, die nun fast schon ein Jahr dauern, in ihren Rechten eingeschränkt und in ihrer Existenz bedroht. Manche von ihnen leugneten die Existenz des Virus, andere demonstrierten gegen die Auflagen. Deutschland sah sich vor neuen Herausforderungen: Homeschooling, Homeoffice, Organisation der Kinderbetreuung und Verbesserung der IT-Infrastruktur an den Schulen und in den Firmen. Das Leben wurde digitaler, Musikunterricht, Gottesdienste und andere Veranstaltungen fanden online statt. 

Doch in dem ganzen Dunkel des vergangenen Jahres gibt es einen Lichtblick: den Corona-Impfstoff, der Normalität und Sicherheit so schnell wie möglich zurückbringen soll. Er soll auch gegen die neue Mutation des Corona-Virus helfen. Mittlerweile (Stand Anfang Jan. 2021) sind in Deutschland bereits über 360.000 Menschen, in etwa 0,4% der deutschen Bevölkerung, geimpft worden, das Ziel der „Herdenimmunität“ ist allerdings erst erreicht, wenn 60-70% der Bevölkerung geimpft sind. Diese „Herdenimmunität“ sollte, bei jetzigem Stand, spätestens im Herbst 2021 erreicht sein. 

Wie lange es noch dauert, bis man wieder zu seinem normalen Leben zurückkehren kann, ist fraglich. Jedoch gibt es jetzt durch den Impfstoff endlich wieder Hoffnung.   

Lena Kaplanowski 


Meinung: Was denken Schüler*innen über die Kontaktbeschränkungen?

[Dezember 2020] Heute wollen wir die Einstellung zu Kontaktbeschränkungen und deren Auswirkungen auf das Leben der Schüler*innen in Erfahrung bringen. Deshalb haben wir ein Interview mit unserer Mitschülerin Sophie Umland durchgeführt:

Schülerzeitung: Guten Tag Sophie. Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview in digitaler Form genommen hast.  Betroffen von der Corona-Pandemie sind alle in irgendeiner Form - und damit auch von den neuen Kontaktbeschränkungen. Erkläre uns bitte zunächst, inwiefern du dich persönlich belastet fühlst von den Regelungen. 

Sophie: Ich würde schon sagen, dass die Kontaktbeschränkungen eine große Auswirkung auf mein Leben haben, weil ich mich ja sonst auch mit Freunden getroffen habe oder wir in Restaurants gegangen sind - und das können wir jetzt halt nicht. 

Schülerzeitung: Und was glaubst du, wie sehr es Einfluss auf diese Freundschaften oder die Familie nimmt? 

Sophie: Ich glaube, wenn die Freundschaft gut genug ist, dann hält sie das auch aus. Man kann auch immer noch über die digitalen Medien viel machen. Und bei der Familie würde ich sagen, dass es manchmal etwas schwierig ist, wenn man immer aufeinander hockt, aber dass es auch zu lösen und zu akzeptieren ist. 

Schülerzeitung: Wie schwer fällt es dir, die Beschränkungen einzuhalten und Rücksicht zu nehmen? 

Sophie:  Es ist nicht schwierig in der Ausführung. Man kann ja einfach zu Hause bleiben, aber es fehlt mir schon sehr. 

Schülerzeitung: Du persönlich und die meisten anderen jungen Menschen würden eine Erkrankung an dem Virus nachweislich wahrscheinlich mehr oder weniger gut überstehen. Geschützt werden muss also eher die ältere Genration. Findest du, dass die jüngere Generation verpflichtet ist, die ältere Generation zu schützten? 

Sophie: Also ich finde es schon logisch. Natürlich wollen junge Menschen sich auch mit Freunden treffen, aber ich finde es auch wichtig, die ältere Generation zu schützen, weil man ja auch in Zukunft seine Großeltern noch besuchen will. 

Schülerzeitung: Wenn es dir mal schwerfällt, dich an die Regelungen zu halten, denkst du dann an konkrete Personen, die du schützen möchtest? 

Sophie: Ich mach es hauptsächlich wegen der Allgemeinheit und weil meine Eltern mir immer einschärfen, dass es wichtig ist, auf seine Mitmenschen zu achten und die Regeln einzuhalten. 

Schülerzeitung: Wie glaubst du, ist es bei Kindern und Jugendlichen, bei denen die Eltern die Beschränkungen nicht nachvollziehen können? 

Sophie: Ich glaube, dass es nicht so nachvollziehbar ist die Regeln einzuhalten, wenn man es nicht von seinem eigenen Elternhaus mitbekommt, und man bekommt ja manchmal immer noch mit, wie Leute sich treffen und das ist dann einfach ein bisschen frustrierend, wenn andere sich die ganze Zeit treffen und man selbst sitzt die ganze Zeit zuhause und kann nichts machen. 

Schülerzeitung: Nutzt du selbst Möglichkeiten, fehlende sozial Kontakte oder auch Hobbys auszugleichen, die du empfehlen kannst? 

Sophie: Meinen Sport hab ich weiterhin über Zoom und die bieten viele Kurse an. Für das Sozialleben würde ich empfehlen, dass man mit seinen Freunden einfach ab und zu mal facetimed oder draußen spazieren geht oder Ähnliches. Und mit der Familie kann man ja eigentlich immer was machen, wie Brettspiele spielen. 

Schülerzeitung: Vielen Dank für das Gespräch und diese persönlichen Eindrücke.

Das Interview führten Malin Kötter und Lotte Grün


„Immer noch in der digitalen Steinzeit“ - ein Kommentar

[Dezember 2020] Um das Problem gleich beim Namen zu nennen: der Stand der digitalen Bildung bei uns ist, gemessen an den Anforderungen und dem Fortschritt in anderen Industrienationen, erbärmlich. Das mag hart, vielleicht auch zu hart klingen, entspricht aber der Wahrheit. Viele werden mich nun zu Recht darauf verweisen, dass in den letzten Jahren doch beträchtliche Fortschritte gemacht wurden. Und ja, es gibt ihn natürlich, den gelungen digitalen Unterricht, auch Whiteboards und eine schulinterne Cloud sind inzwischen vorhanden. Tatsächlich werden sie von vielen Lehrkräften inzwischen in den Unterricht eingebunden. Warum also sollte es Grund zur Verärgerung geben?  

Das eigentliche Problem der digitalen Bildung liegt inzwischen (zumindest an unserer Schule) nicht mehr unbedingt in dem Vorhandensein der notwendigen Technik (siehe Teams), sondern in deren Nutzung. Hier möchte ich auf keinen Fall dem Stereotyp des arbeitsscheuen, verbeamteten Lehrers mit Traumarbeitszeiten Vorschub leisten: der absolute Großteil des Kollegiums ist engagiert und darum bemüht, seine Unterrichtsqualität mit digitalen Inhalten zu steigern. Es fehlt im Lehrplan und der realen Umsetzung im Unterricht schlicht viel zu oft noch die nötige Flexibilität, um Digitales mit Gewinn für die Bildungsqualität einzusetzen. Das lässt sich vor allen Dingen erklären mit der Unverbindlichkeit der digitalen Unterrichtsgestaltung.  

Der Erfolg der digitalen Unterrichtsgestaltung ist derzeit primär von dem Engagement jeder einzelnen Lehrkraft und damit von deren Knowhow abhängig. Das resultiert bei der überdurchschnittlichen Belastung während Corona dann in einer sporadischen, partiell erfolgreichen, partiell desaströsen Einbindung. Die Einführung einer ganztägig nutzbaren Lernplattform wie Teams mag zwar für eine gewisse Routine sorgen, dass grundsätzliche Problem aber bleibt. 

Untergraben wird das Gelingen des digitalen Unterrichts schließlich von der Verlässlichkeit, bzw. eher Unverlässlichkeit der Ausstattung. Was bringt das neue Whiteboard den Schülern, wenn es nur jede zweite Stunde funktioniert? Wie kann während des Homeschoolings auch nur ansatzweise das Niveau gehalten werden, wenn das Schulnetzwerk Sdui Nachrichten nicht korrekt anzeigt und eine Videokonferenz dem Versuch der Interpretation eines kubistischen Gemäldes gleichkommt? 

Die Unzuverlässigkeit der technischen Ausstattung ist daher eine dermaßen verlässliche Konstante im Alltag der Schüler*innen, Lehrer*innen und aller Mitarbeiter*innen des Freiherr, dass uns selbst die marginalen Verbesserungen der letzten Monate vorkommen wie ein wesentlicher Fortschritt. 

Fakt ist jedoch, dass die digitale Bildung im Vergleich zu dem, was sie sein könnte und müsste, weiterhin gewaltigen Nachholbedarf hat. Dabei ist dieser Zustand aber nicht den Lehrern, der Schulleitung, der Stadt oder selbst dem Ministerium zu Lasten zu legen. Das Scheitern einer zeitgemäßen Digitalisierung des Bildungssystems ist Folge eines Systemversagens; ganz Deutschland hat den digitalen Wandel verschlafen und wird in der Pandemie nun zwangsdigitalisiert. 

Fazit: Auch wenn Fortschritte gemacht wurden, bleibt bei der Umsetzung und der Einbindung digitalen Unterrichts weiterhin viel Luft nach oben. Man könnte auch sagen: Der Patient digitale Bildung ist auf dem Weg der Besserung. Genesen ist er aber noch lange nicht.

Eric Baum 


Digitalisierung am FvStein - ein Zwischenbericht

[Dezember 2020] Du hast bestimmt schon gehört, dass bundesweit die Digitalisierung an Schulen gefördert wird. Die Corona-Pandemie und das Homeschooling haben gezeigt, wie schlecht es um die digitale Ausstattung der Schulen, aber leider auch oft um die Aus- und Fortbildung der Lehrer im Umgang mit moderner Technik aussieht. Doch wie sieht es an unserer Schule aus? Exemplarisch schauen wir uns die Ausstattung mit den durchaus hilfreichen Whiteboards an. 

In den verschiedenen Gebäuden ist die Situation sehr unterschiedlich. Der Pavillon weist eine unzureichende technische Ausstattung auf. Unterricht mit Hilfe von Overhead-Projektoren ist hier Alltag. Wenn die Lehrer den Unterricht etwas moderner gestalten möchten, bringen sie von zu Hause oder aus dem Lehrerzimmer einen Beamer mit. 

Im Neubau sieht die Lage dagegen etwas besser aus: Je höher das Stockwerk, desto besser wird die technische Ausstattung. Im Erdgeschoss ist die Situation noch vergleichbar zum Pavillon [abgesehen vom Computerraum, Anm. d. Red.]. Dort befand sich auch unser alter Klassenraum und wir durchlebten eine erstaunliche Entwicklung, da wir zu den wenigen Auserwählten gehörten, die im letzten Schuljahr den Wechsel von der Klapptafel mit Rollen zum Whiteboard vollzogen. In der ersten Etage befindet sich unser jetziger Klassenraum, der - da leider nicht ausreichend ausgestattet - wieder ein Rückschritt für uns ist, sodass wir z.B. in Politik immer in andere, besser ausgestattete Räume „umziehen“ müssen. In den anderen Räumen unserer Etage gibt es jedoch funktionierende Beamer bzw. Whiteboards. In der oberen Etage sind alle Räume vollständig ausgestattet. 

Und jetzt noch zum Altbau: In fast allen Fachräumen des Altbaus sieht man Whiteboards und anderes. Hier ist die Schule am besten ausgerüstet. 

Selbst wenn alle Whiteboards, Tablets und Laptops angeschafft sind, müssen noch andere grundlegende Voraussetzungen wie Netzausbau und schnelleres WLAN sichergestellt werden. Es fehlen auch Konzepte für digitales Lernen, die erarbeitet werden müssen. Hilfreich wäre es aber auch gerade, die jüngeren Schüler*innen auf digitales Lernen vorzubereiten, z.B. durch AGs oder vielleicht sogar durch eine zusätzliche Unterrichtsstunde zum Thema "Umgang mit Digitalisierung". 

Jüngst führten wir eine anonyme Umfrage zur Digitalisierung mit Schüler*innen unserer Klasse durch und erhielten diese Ergebnisse: 

  • Von insgesamt zehn Befragten waren sieben der Ansicht, dass die Digitalisierung an unserer Schule nicht fortgeschritten ist. Drei Schüler*innen empfinden die Digitalisierung als zum Teil fortgeschritten. 
  • Nur ein*e Schüler*in meinte, dass die aktuelle Ausstattung für digitalen Unterricht ausreichend wäre. Es ist nicht verwunderlich, dass alle anderen Befragten der Meinung sind, unser Klassenraum sei nicht modern ausgestattet. Der Unterricht kann dementsprechend nicht modern bzw. digital gestaltet werden, ohne dass wir in andere Medienräume umziehen müssen. 
  • Alle befragten Schüler denken, dass technische Geräte den Unterricht erleichtern können, beispielsweise beim Vergleichen von Texten.
  • Die Befragten hatten außerdem noch die Möglichkeit, Vorschläge zu nennen, mit denen sich die Digitalisierung am FvSt verbessern lässt. Häufig wurde genannt, dass alle Klassenräume mit Whiteboards oder zumindest mit Overheadprojektoren ausgestattet werden sollten und es eine Option wäre, den Internetzugang an unserer Schule zu verbessern. Oft wurde auch genannt, dass für Lehrer*innen und Schüler*innen, die nicht technikerfahren sind, Schulungen angeboten werden sollten. 

Abschließend kann man also sagen, dass in vielen Klassen dringender Handlungsbedarf bei der technischen Ausstattung besteht. Diese kann den Unterricht in vielen Bereichen erleichtern.

Laurenz Kurth, Jaron Engels 


Die gewählten Jugendwörter der letzten sechs Jahre, einverstanden oder noch nie gehört?

[November 2020]  In diesem Artikel gehe ich auf die gewählten Jugendwörter der letzten sechs Jahre ein und frage, ob die Schüler*innen an unserer Schule sie gehört oder benutzt haben oder sogar die Bedeutung kennen. 

1. "Smombie": Smombie ist ein zusammengesetzes Wort aus den Wörtern Smartphone und Zombie und war 2015 das Jugendwort des Jahres. Damit wird eine Person beschrieben, die sehr oft und lange auf ihr Smartphone schaut. Zwei von fünf der befragten Schülern*innen haben dieses Wort schon einmal gehört und kennen die Bedeutung. Ebenfalls haben sie dieses Wort schon einmal benutzt. 

2. "fly sein": fly sein bedeutet, dass jemand oder etwas sehr berühmt und erfolgreich ist, und wurde 2016 das Jugendwort des Jahres. Dieses Wort haben drei von fünf Schülern*innen noch nie gehört und vier von fünf Befragten haben es auch noch nie benutzt und kennen die Bedeutung nicht. 

3. "I bims": I bims ist eine andere Form für "ich bin's" und war 2017 das Jugendwort des Jahres. Die Umfrage ergab, dass vier von fünf Personen es schon einmal gehört und drei von fünf es auch benutzt haben. Diese drei kennen auch die Bedeutung. 

4. "Ehrenmann/Ehrenfrau" (2018): Ehrenmann/Ehrenfrau ist ein freundlicher Mensch, dazu könnte man auch Gentleman oder Lady sagen. Alle befragten Schüler*innen kannten dieses Wort, vier von ihnen haben es bereits genutzt und kannten die Bedeutung. 

5. "lost": lost ist das Jugendwort des Jahres 2020 und kommt von dem englischen Wort lost, was zu Deutsch "verloren, verschollen, verirrt" heißt; benutzt wird es allerdings für "ahnungslos, verloren oder verwirrt" sein. Auch hier kannten alle Befragten das Wort und vier von fünf haben es schon benutzt. Die Bedeutung wussten alle von ihnen. 

Fazit: Es ist deutlich zu sehen, dass die Worte bekannter werden, je aktueller das Jahr ist. So kennen  nur zwei Personen das Jugendwort des Jahres 2015, während alle die Wörter 2018 und 2020 kennen. Man kann allerdings davon ausgehen, dass die Worte vor fünf oder sechs Jahren noch bekannter waren und nun langsam in Vergessenheit geraten. Insgesamt würde ich also sagen, dass die Wörter gut getroffen sind und auch wirklich die Reichweite haben, um als Jugendwort des Jahres gekrönt zu werden. 

Info: 2019 wurde kein Jugendwort gewählt. Die Schüler*innen, die hierbei befragt wurden, kommen aus der siebten, der neunten Stufe und aus der EF. Die Informationen stammen von dieser Quelle: Jugendwort des Jahres (Deutschland) – Wikipedia . 

Tabea M. Ickel 


Englisch am FvStein - unsere Fremdsprachenassistentin Ms. Hammerton

[November 2020] Seit Oktober 2020 hat unsere Schule eine neue Fremdsprachenassistentin! Sie heißt Faye Hammerton und kommt aus Newcastle in England. Sie studiert Deutsch und Französisch und muss im Zuge dessen insgesamt ein Jahr in Deutschland sowie in Frankreich verbringen. Ms. Hammerton nutzt ihren Deutschlandaufenthalt, um neue Erfahrungen zu sammeln, zum Beispiel für ihren eventuell zukünftigen Job als Lehrerin. 

Bei uns an der Schule unterstützt Ms. Hammerton die Lehrer*Innen, indem sie vielerlei Fragen beantwortet und schriftliche Arbeiten korrigiert. Außerdem hilft sie Schüler*Innen dabei, deren Englischkenntnisse zu verbessern. In Ms. Hammertons Studium kommen sprachliche und schriftliche Teile vor. Zudem lernen die Studierenden aber auch einiges über die deutsche und französische Kultur, Geschichte, Literatur und Filmwelt. 

Ms. Hammerton hat uns erzählt, dass in Großbritannien viele Menschen davon ausgehen, dass ihr Gegenüber Englisch spricht. Ihr selber gefällt es mehr, wenn sie mit jemandem in seiner Muttersprache sprechen kann. Anders als in Deutschland müssen die Britinnen und Briten keine zweite Fremdsprache wählen, Ms. Hammerton hat jedoch seit der siebten Klasse Französisch - und seit der achten Klasse Deutschunterricht. Was nicht überraschend ist, ist, dass unsere Fremdsprachenassistentin eher ein Sprachen- als ein Naturwissenschaftsmensch ist. 

Ms. Hammerton hat uns auch verraten, welche ihrer beiden Studienfächer ihre Lieblingssprache ist: Klarer Favorit ist die deutsche Sprache, mit der pragmatischen Begründung, dass sie einfacher sei als Französisch. In dem Interview hat Ms. Hammerton an dieser Stelle kurz aufgelacht und meinte, dass das auch daran liegen könne, dass sie in ihrer Schulzeit eine sehr nette Deutschlehrerin hatte.  

Ms. Hammerton ist nicht nur glücklich über ihren Beruf an unserer Schule, sondern auch über ihre Wohnsituation. Sie lebt in einer Düsseldorfer WG, von der aus sie nur eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Freiherr-vom-Stein-Gymnasium braucht. Beim Umzug in die WG mit drei weiteren Mitbewohnern half Ms. Hammertons Schwester.  

Ihre Freizeit verbringt Ms. Hammerton gerne mit ihren Mitbewohnern sowie Fremdsprachenassistent*innen aus Köln. Sie will gerne in ein paar Jahren noch einmal nach Deutschland und sich Weihnachtsmärkte ansehen, die diesen Winter ja leider nicht stattfinden konnten. Falls irgendjemand von euch mal Fragen über Großbritannien hat oder Hilfe in Englisch oder Französisch braucht, sprecht Ms. Hammerton gerne an! Dafür ist sie - während des Präsenzunterrichtes - von Dienstag bis Freitag in der Schule.   

Letizia Bensalah und Lotte Grün


Black Lives Matter!

[Dezember 2020] Nach dem gewaltsamen Tod des US-Amerikaners George Floyd protestierten weltweit Menschen gegen Rassismus bei der Polizei. Wie in vielen Medien berichtet wurde, ist George Floyd am 25. Mai 2020 von  Polizisten in Minneapolis (Stadt in Minnesota, USA) gewaltsam getötet worden. Sein Tod sowie seine Todesursache ließen viele Proteste auf der ganzen Welt entflammen. Auch in Nordrhein-Westfalen gab es kürzlich einen Vorfall gegen eine dunkelhäutige Familie aus Mülheim. Es ist gut zu protestieren, damit das Thema die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient:

Die 50-Jährige (Namen sind unbekannt) ging einkaufen, als ihr Portemonnaie geklaut wurde. Mit ihren zwei Töchtern wandte sie sich an die Polizei in Essen, um Anzeige zu erstatten. Dort, berichtet sie, sei sie ausgelacht und rassistisch beleidigt worden, obwohl ihre Töchter vermitteln wollten. Die Polizei soll einen Ausweis verlangt haben, den sie aber nicht sofort rausgeben wollte. Daraufhin seien die Frauen brutal auf den Boden geworfen und geschlagen worden. „Die haben uns behandelt als wären wir Tiere, wir haben uns nicht gewehrt, weil wir dazu sowieso nicht in der Lage waren, weil es einfach zu viele Polizisten waren“, schildert eine Tochter die Situation. Die Mutter fügte hinzu: „Ich konnte nicht atmen, ich habe gebetet für mein Leben.“ Die Mutter kam mit Prellungen am Bein, an den Schultern und am Brustkorb sowie einem blauen Auge aus der Wache. Auf Fotos sowie einem Arztbrief des Evangelischen Krankenhauses in Mülheim sind die Verletzungen dokumentiert. Als Grund vermutet die Familie rassistische Motive. Die Polizei in Essen weist dies bei einer Pressekonferenz zurück und redet von „verbal aggressivem Auftreten zweier Frauen“ und „Widerstandshandlungen“, die nicht näher bezeichnet werden. Inzwischen ermittelt die Polizei Bochum. Antworten zu detaillierten Fragen möchte keine der drei beteiligten Behörden geben, stattdessen verweisen sie auf die laufenden Ermittlungen.

In Köln demonstrierten mehr als 10.000 Menschen friedlich gegen Rassismus. Die Menge hielt Schilder hoch, auf denen Sätze wie „Black lives matter!“ (Schwarze/Dunkelhäutige Leben zählen), „We’re all in this together.“ (Wir sitzen alle im ‚selben Boot‘) und „Color is not a crime.“ ((Haut-)Farbe ist kein Verbrechen) standen. Nach einer Stunde baten die Veranstalter für 8 Minuten und 46 Sekunden, zu schweigen. Dies war sehr emotional, denn so lange kämpfte George Floyd um sein Leben.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, das Thema ernst zu nehmen, da keiner etwas für seine Herkunft kann. Nicht nur als Polizist hat man die Verantwortung, auf Gleichberechtigung zu achten; auch gemeine Kommentare zu Mitschülern sind verantwortungslos und können sie verletzen. Nicht jeder muss an Protesten teilnehmen, wohl aber auf seine Umwelt achten. Wichtig bei Protesten ist, stets Masken zu tragen und auf die Abstandsregeln zu achten!

Letizia Bensalah


Corona Schutzmaßnahmen am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium: Sinnvoll oder nicht?

[November 2020] Aktuell wird das Thema „Corona“ überall diskutiert und ist fast immer als Hauptthema in den Nachrichten wiederzufinden. Nachdem die Zahl der Corona-Infizierten bundesweit und auch in Leverkusen seit einigen Wochen stetig steigt, stellt sich mir die Frage, ob die aktuellen Schutzmaßnahmen am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ausreichend sind, um die Ansteckungsgefahr an der Schule möglichst gering zu halten und eine Schulschließung oder auch eine teilweise Umstellung auf digitalen Unterricht zu verhindern.

Vorgaben der Schule und der Landesregierung:
Abstand halten, MNS tragen und Lüften

Die magische Zahl „1,50 m“ Abstand gilt wie in jedem Supermarkt auch an unserer Schule, sobald man das Gelände betreten hat und noch keinen Mund-Nasen-Schutz (MNS) trägt. Aber was ist damit vor der Schule? Die Schüler, die gemeinsam mit dem Fahrrad zur Schule kommen, tragen weitestgehend keinen MNS und kommen sich auch gerne – z.B. während der Wartezeit an der Ampel – näher als den Mindestabstand. Auch am Fahrradständer geht es durchaus enger zu.

Ab dort ist dann auch der MNS Pflicht. Nicht nur die Lehrer kontrollieren. Wer den MNS nicht ordentlich trägt, wird auch durchaus von den Mitschülern mehr oder weniger nett ermahnt, ihn an die vorgesehene Stelle zu befördern. So können wir zwar alle am Unterricht teilnehmen, denn mit MNS ist auch weniger Abstand als 1,50 m erlaubt, aber oft versteht man die Mitschüler nicht gut. Außerdem ist es unangenehm, deutlich lauter sprechen zu müssen, um umgekehrt verstanden zu werden. Bei allen Nachteilen konnte ich bisher aber auch durchaus einen Vorteil feststellen: Bei unterrichtsfremden Themen, die nicht bis zur Pause warten können und die man zeitnah mit dem Tischnachbarn besprechen möchte, bietet der MNS eine gute Tarnung, um nicht vom Lehrer als Störenfried entdeckt zu werden.

Die dritte Säule unseres Hygienekonzepts ist natürlich das Lüften. Was in der wärmeren Jahreszeit ganz erfrischend war, wird mit sinkenden Temperaturen zunehmend unangenehmer. Dicke Pullover sind angesagt und besonders verfrorene Mitschüler haben sich schon mit Decken ausgerüstet. Die tageslichtnahen Sitzplätze am Fenster sind nun gar nicht mehr so beliebt. Nicht nur, dass alle 20 Minuten Stoßlüften Pflicht ist, nach jeder Schulstunde kommt die Lüftungspause und alle müssen nach draußen. Das gelingt häufig nicht geräuschfrei, sodass die anderen Klassen mit geöffneten Türen gestört werden. An der Tribüne dürfen wir dann während des Essens den MNS abziehen, wobei Abstand halten mit der Schülermenge dort so gut wie unmöglich wird und eigentlich möchte man ja auch nahe bei seinen Freunden sitzen. Immerhin hat sich das lästige Wespenproblem dank des kühleren Wetters nun fast erledigt. Im Sommer haben sie sich nicht nur an frischen Schulbroten erfreut, sondern auch an den Hinterlassenschaften der Mitschüler, die diese nicht bis zum nächsten Mülleimer befördern wollten. Mit Spannung wird die erste Pause mit Regen erwartet, wenn sich alle unter den Überdachungen drängen und dort ihr Brot essen. 1,50 m Abstand ist dann vermutlich Geschichte!

Abschließend kann man sagen, dass die Corona-Maßnahmen an unserer Schule größtenteils ausreichen, um die Schüler, Lehrer und deren Familien zu schützen. Trotzdem sollte für Regenpausen ein besseres Konzept entwickelt werden. Auch bin ich der Meinung, dass der Sportunterricht in der aktuellen Form so nicht weitergeführt werden sollte. Bei den meisten Sportarten in der Halle ist es nicht möglich, den vorgesehenen Abstand einzuhalten. Da eine Maske beim Sport unangenehm ist, fände ich besser, trotz der kalten Jahreszeit den Sportunterricht nach draußen zu verlegen und Joggen zu gehen oder Sportarten für den Unterricht auszuwählen, bei denen der Mindestabstand gewahrt werden kann.

Jaron


 

Jugendsprache - so spricht die Jugend mit Mundschutz am FvStein

[Dezember 2020] Jugendsprache ist vor allem in den jungen Reihen der Gesellschaft ein wichtiger Bestandteil. Für jede schon vorhandene Bedeutung in der deutschen Sprache gibt es noch ein andere, „coolere“, und auch durch den Mundschutz wird kein Blatt vor den Mund genommen. Die einen fassen sich bei manchen Begriffen an den Kopf, die anderen fühlen sich dadurch mehr zugehörig zu anderen Jugendlichen. Ich habe mich bewusst für dieses Thema entschieden, weil es so gut wie alle Jugendliche betrifft und dadurch auch uns Schüler. Seit 2008 wird sogar jährlich das Jugendwort des Jahres gekürt.

Wie schon angesprochen, gibt es viele verschiedene Meinungen zum Thema Jugendsprache: Am häufigsten ist dabei wohl die negative Meinung von den Erwachsenen. Jene denken sich dann vermutlich: Wie kann es so schwer sein, normal Deutsch zu sprechen und nicht mit zwei oder drei Fremdsprachen dazu. Der Jugendsprache wird dabei nicht unbedingt Unrecht getan, denn viele Wörter, wie zum Beispiel „lost“ (verloren) oder „wallah“ (drückt ein Schwur oder Versprechen aus), kommen aus anderen Sprachen (hier: Englisch/Arabisch), und werden einfach statt der gleichen deutschen Bedeutung benutzt. Insgesamt werden beim Sprechen auch die einfachsten grammatikalischen Regeln ignoriert und oft wird nur auf das Wesentliche geachtet, sodass man immerhin noch den Sinn der Aussage verstehen kann. Die gegenteilige Meinung vertreten dabei natürlich die Jugendlichen. Durch Jugendsprache fühlt man sich zugehörig zu den anderen. Bei vielen ist sie auch schon zu einem Teil von einem selbst geworden und tief im eigenen Wortschatz verankert.

Ich stehe dem Thema Jugendsprache eher kritisch gegenüber, wegen der schon genannten Gründe. Es ist aber keineswegs so, dass ich gar keine Anglizismen oder Ähnliches benutze, aber wenn, versuche ich trotzdem mich zurückzuhalten. Ich glaube trotz aller Veränderungen der deutschen Sprache in der Jugend, dass diese Angewohnheit bei Jugendlichen mit der Zeit wieder verfliegt.

Frieder


 

Jugendsprache - so spricht die Jugend am FvStein

[November 2020] Neologismen, Wörter wie „sheesh” oder Abkürzungen wie „LOL“, hört man immer häufiger bei Jugendlichen - auch am FvStein. Jeder, der die deutsche Sprache schätzt, fragt sich zurecht: Handelt es sich hierbei um eine neue Fremdsprache? Leider nicht, diese Sprache nennt man auch Kiezdeutsch.

Kiezdeutsch - diese Sprache wissen Jugendliche sehr zu schätzen. Ein Lexikon über diese kreativen Wortneuerfindungen wurde sogar schon erstellt. Trotzdem verstehen viele Eltern oft ihr eigenes Kind nicht, es kommt zu Verständigungsproblemen. Deswegen wird seit 2008 das Jugendwort des Jahres gekürt, dieses Jahr hieß es „lost”.  An diesem Wort sieht man, dass sich die Jugendsprache an der englischen Sprache orientiert. Es ist aber auch wichtig zu erwähnen, dass es immer schon einen Wandel bei der Wortwahl gab und es sich teilweise um einen normalen Vorgang handelt. Jugendsprache gibt es bereits seit Jahrhunderten.

Aber wie sprechen die jugendlichen Schüler im Unterricht am FvStein?

In meiner Klasse wird - vor allem im Deutschunterricht - in grammatikalisch richtigem Deutsch gesprochen. Die Lehrer würden sich sonst wohl fragen, was sie denn falsch gemacht hätten: Von korrektem Deutsch ist die Jugendsprache weit entfernt.  

Die Jugendsprache ist meiner Meinung nach keine Bereicherung der deutschen Sprache. Ist es nützlich zu wissen, was „einwrappen“ bedeutet? Muss man sein Vokabular um die Wörter der Jugendsprache erweitern? Nein, diese Sprache ist eher eine Abgrenzung zur Sprache der Erwachsenen. Zudem ist es schade, dass unsere Sprache, einst geprägt von berühmten Dichtern wie z.B. Goethe und Schiller von der Jugendsprache vereinfacht wird u.a. durch das Weglassen von Artikeln.

Außerdem muss man sich fragen: Werden Jugendliche später bei Bewerbungen/ Vorstellungsgesprächen durch die Nutzung der Jugendsprache Nachteile haben?

Das sollte nicht der Fall sein, da dies alle bisherigen Generationen betraf.

Laurenz Kurth


 

Jugendsprache mit Mundschutz

[November 2020] „Covidioten“, „Superspreader“, „Lockdown“ oder „Immunitätsnachweis“ – durch Corona hat die deutsche Sprache innerhalb eines Jahres so viele Neologismen gebildet wie schon lange nicht mehr. Über 1000 zählt das Leibniz-Institut für deutsche Sprache, darunter etliche Anglizismen wie „Contacttracing“, aber auch Zusammensetzungen aus bereits etablierten Worten: „Maskenmuffel“. Diese sprachliche Entwicklung trifft im Bereich der Jugendsprache wiederum auf besondere Voraussetzungen. Man könnte nun annehmen, dass sich der Einfluss des „Kiezdeutsch“ bei der Übernahme der Corona-Neologismen auf eine Verknappung und Vereinfachung beschränkt. Dabei wird aber außer Acht gelassen, dass die Entwicklung der Jugendsprache zusätzlich unter dem Einfluss der Maskenpflicht auf den Schulhöfen und in den Klassenzimmern der Bundesrepublik steht. Wie sieht es also wirklich aus mit dem Jugendslang in Zeiten von Covid-19?

Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass die Maskenpflicht die Sprachgewohnheiten aufbricht; durch ein Stofftuch zu sprechen, verwischt Betonung und Artikulation der Aussprache. Dadurch wird die kurze Sprechweise der Jugendsprache erschwert, denn zur erfolgreichen Kommunikation reicht diese dann oft nicht mehr aus. Außerdem erscheinen meiner Erfahrungen nach Begegnungen in der Schule durch die Maskenpflicht deutlich formaler. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutze erinnert mich und meine Mitschüler permanent an die Krisensituation, in der wir uns befinden; Lockerheit und Lässigkeit scheinen da unangebracht.

Andererseits erschwert eine Maske es auch, die Mimik seines Gegenübers zu erkennen. Unweigerlich wird man sich in einer Situation wiederfinden, in der man seine*n Gesprächspartner*in verschämt bitten muss, das eben Gesagte zu wiederholen, weil die Abwesenheit unterstützender Gesichtsbewegungen volle Konzentration auf die Aussage erfordern. Und da es in der Corona-Krise für den durchschnittlich ausgelasteten, d.h. chronisch überarbeiteten Lehrer unmöglich ist, jede Unterrichtstunde in seinen Schulalltag so rhetorisch ausgeschmückt wie eine Rede zu gestalten, geht unweigerlich Unterrichtsqualität verloren.

Zu guter Letzt kommt es einem, wenn zum dritten Mal in einer Stunde vom Lehrer darum gebeten wird, lauter zu sprechen, so vor, als ob man plötzlich schwerhörig geworden wäre. Die Atemschutzmaske absorbiert schließlich auch einen guten Teil der Laustärke und macht so gegenseitiges Verstehen noch schwieriger: Die verbale Kommunikation leidet.

Natürlich ist eine Mund-Nase-Bedeckung notwendig zum Aufrechterhalten des Regelbetriebs und zum Schutz der eigenen und der Gesundheit seiner Mitmenschen. Auf jeden Fall erschwert sie aber das Lehren und Lernen an unseren Schulen und stellt sowohl G9-Schülern als insbesondere auch den von G8 geplagten Teil der Schülerschaft vor noch größere Herausforderungen. Und manchmal… manchmal wünscht man sich auch einfach nur, ein Lächeln zu sehen.

Erik Baum


 

Homo Erectus und Homophobie- Eine Zeitreise in die Vergangenheit?

[Dezember 2020] „Richtig schwul“, „mega gay“. Ein ganz normaler Tag auf dem Schulflur. Schüler*innen die lachen, sich unterhalten und mit Beleidigungen um sich werfen. Mit einem etwas differenzierteren Blick und unter Einbeziehen des einen Schülers, der nach diesem Wortaustausch nicht ganz so glaubhaft lacht wie seine Freunde, sollte sich eigentlich jeder neutrale Beobachter dieses Szenarios die Frage stellen: Hatten wir die Zeit nicht eigentlich längst hinter uns, in der eine Form der Liebe als Beleidigung genutzt wird?

Es bleibt natürlich nicht bei der Nutzung dieser wissenschaftlich wie sprachlich korrekten Begriffe für die Homosexualität um die Mitschüler*innen zu provozieren. Egal ob ein gleichgeschlechtlicher Partner implizit angedeutet wird, wenn in der Sportumkleide über Beziehungen gesprochen wird, oder die Heterosexualität als einzig normale sexuelle Orientierung angesehen wird:  Homophobie äußert sich in verschiedenen Bereichen an der Schule, denn so hart sich dieses Wort auch anhören mag, kein anderes Wort kann diese Denkweise vieler Schüler*innen und Lehrer*innen besser beschreiben.

Trotzdem können den Teilnehmern am Schulleben kaum böse Absichten unterstellt werden. Diese Einstellung gegenüber verschiedenen Facetten der Liebe resultiert hauptsächlich aus fehlender Normalisierung, auch und vor allem an Schulen. Und das, obwohl statistisch betrachtet etwa fünf bis zehn Prozent der Gesamtbevölkerung homosexuell orientiert sind. Übertragen auf den Schulalltag gibt es folglich in jeder Schulklasse circa ein bis zwei Schüler*innen, die nicht heterosexuell sind. Trotzdem ist das Thema „Homosexualität“ im Schulunterricht nach wie vor wenig präsent.

Das Thema wird zwar in einigen Fächern angeschnitten, das Einbinden in den Schulalltag ist damit aber noch lange nicht gesichert. So werden in den meisten illustrierten Schulbüchern fast ausschließlich Bilder von heterosexuellen Paaren  gezeigt, während eine Darstellung von homosexuellen Paaren vermieden wird. Als Beispiel lässt sich das an vielen Schulen genutzte Englischlehrbuch „Green Line“ anführen. Das Verlieben der jugendlichen Charaktere Holly und Luke war wohl bei einigen Siebtklässlern Thema im Unterricht, warum  die beiden Jungen Luke und Dave nicht als Beispiel für die Vokabel „Lovebirds“  gezeigt wurden, bleibt wohl das Geheimnis des Verlags. (Aber da die Schreibkompetenz im neunten Schuljahr bei einem „letter to the editor“, also einem Leserbrief an die Redaktion liegt, können sich die Schüler*innen in Zukunft immerhin perfekt strukturiert beim Verlag über diese fehlende Darstellung beschweren.)

Es gibt einige Stimmen, die zu bedenken geben, dass die Aufmerksamkeit, die diesem Thema im Unterricht gewidmet wird, im Verhältnis zu den betroffenen Schüler*innen stehen sollte. Obwohl das eine nachvollziehbare Meinung ist, sollte bedacht werden, dass sich viele Schüler in ihrer Findungsphase stecken und es sich wohl kaum jemanden finden lässt, der völlig unbetroffen von diesem Thema ist. Weiterhin teilt wahrscheinlich jeder die Meinung, dass die Schule ein Ort des Lernens und der sozialen Weiterbildung ist und es ist  fraglich, ob da vor einem so allgegenwärtigen Thema wie Liebe und Sexualität haltgemacht werden sollte.

Obwohl noch viele Schritte bis zur Normalisierung von Homosexualität fehlen, gibt es auch schon Fortschritte hinsichtlich dieses Themas. Am Freiherr-vom-Stein gab es beispielsweise einen von der Sozial-AG organisierten Vortrag, der Homophobie thematisiert und beispielhaft Einblicke in das Leben von homosexuell orientierten Jugendlichen gibt. Allein der Fakt, dass es Schüler*innen gibt, die sich vehement für diese Etablierung des Themas Homosexualität in der Schule einsetzten, zeigt, dass ein Bedarf existiert und es die richtige Zeit für eine Veränderung ist. Der Wandel der Einstellung vieler Jugendlicher ist klar zu beobachten und sollte auch an dem Ort wiedergespiegelt werden, an dem die Jugendlichen viel Zeit verbringen. Meiner Meinung nach sind ausreichend Informationen und eine normale Einbindung in den Unterricht der beste Weg dorthin.

Leitragende eines unreflektierten Umgangs mit Homosexualität in der Schule sind die Schüler*innen, die sich ihrer Sexualität unsicher sind, so wie die, die sich ganz sicher sind, dass sie sich nicht nur zu einem Geschlecht hingezogen fühlen. Denn wenn jeder einzelne sich ehrlich mit diesem Thema auseinandersetzt, wird ihm hoffentlich auffallen, dass Liebe ein wunderschönes Gefühl ist, das zum Glück nicht vom Geschlecht abhängig ist und auf unterschiedliche Weisen sexuell ausgelebt werden kann. So lässt es sich doch für die Zukunft wünschen, dass genau diese Schüler nicht mehr gequält über „Du-bist-schwul-Witze“ lachen müssen, sondern geschlossen mit der Klasse über die beiden „Lovebirds“ David und Luke kichern können.

von Malin Koetter


 

Obdachlosigkeit in Deutschland in Zeiten der Pandemie

[Dezember 2020] Jeder kennt es, wenn man die Stadt geht und jemand Obdachlosen trifft: Man hat dann meist Mitleid und spendet mit Mut etwas Geld. Aber was passiert jetzt, wenn die meisten Leute zuhause bleiben und nur rausgehen, wenn es unbedingt nötig ist?

Obdachlosigkeit ist seit der Pandemie wieder ein Thema, da viele momentan ihre Arbeitsplätze aufgrund von Schließungen von Geschäften wie Restaurants oder Spas verloren haben oder im Homeoffice arbeiten. Und momentan sind in Deutschland über 440.000 Menschen obdach- oder wohnungslos, wobei diese Zahl ungenau ist.


Für Obdachlosigkeit sind die Hauptursachen kritische Lebenssituationen wie Trennungen, Verlust der Arbeitsstelle oder Verschuldungen, wobei es dabei aber auch an den Mietpreisen, die immer weiter ansteigen und bald für viele unbezahlbar sein könnten, liegen kann. Auch wenn es dieses Klischee gibt, dass Obdachlose faule Menschen sind, die nicht arbeiten wollen, sondern ihre
Freiheit haben wollen, liegen die Ursachen für Obdachlosigkeit meist wo anders. Wenn zum Beispiel Arbeitsplätze eingespart werden müssen oder eine Firma schließt, verlieren viele Menschen ihre Arbeit ohne eigenes Verschulden.


Obdachlose werden in unserer Gesellschaft oft ausgeschlossen, da sie oft kein gepflegtes Äußeres haben, weil Duschen und frische Kleidung Dinge sind, auf die nicht jeder ohne eine festes Zuhause Zugriff hat. Es ist auch für viele Obdachlose schwierig, einen neuen Job nach der Entlassung zu finden oder falls diese noch arbeiten, ihren Arbeitsplatz zu behalten, da das Auftreten einer Person auch bei einem Einstellungsgespräch wichtig ist. Außerdem kann man annehmen, dass es schwieriger sein wird, andere Leute von einem zu
überzeugen, wenn man selber an sich zweifelt.


Wie kannst du Obdachlosigkeit in Deutschland bekämpfen?

Wenn du helfen möchtest, ist der beste Weg an geeignete Non-Profit-Organisationen wie :
- der Malteser Hilfsdienst : www.malteser.de
- Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: www.bag-wohnungslosenhilfe.de
- Die Tafel : www.tafel.de
- Die katholische Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe : www.kagw.de
- Die Bahnhofsmissionen : www.bahnhofsmissionen.de

Falls du selber noch nicht genug Geld zum Spenden hast, kannst du auch mal deine Familie fragen, ob sie an einer Spende Interesse hätte, oder du könntest ein extra Sparschwein anlegen und dann einmal im Jahr eine Organisation aussuchst, an die du den gesamten Inhalt spendest. Abgesehen von Spenden kann es aber auch helfen, wenn du ehrenamtlich direkt bei den Organisationen mithilfst, sofern es im Moment erlaubt ist.

Amelie Amberger