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Madrid

Ansprechperson: Carlos Morales

Jedes Jahr führt unsere Schule einen Schüleraustausch mit dem Lycée Queneau in Villeneuve d’Ascq (bei Lille) in Frankreich und mit dem Colegio San Jaime in Majadahonda (Madrid) in Spanien durch.
Der Austausch beinhaltet das Leben in einer Gastfamilie und die Teilhabe an deren Alltag, das Kennenlernen des Schullebens des anderen Landes sowie zahlreiche Ausflüge zu kulturell und landschaftlich interessanten Örtlichkeiten im Umfeld der Partnerstadt. Das Eintauchen in das Leben des Austauschpartners führt nicht nur zu einer intensiven Auseinandersetzung mit anderen Menschen, deren Sprache, Denkweise und Kultur, sondern verbindet die Schüler oft noch über diese Zeit hinaus auf freundschaftlicher Ebene.


Rückblick

Spanienaustausch 2017

Puerta Alcala in Madrid

[Januar 2017] „Warum fährst du nach Spanien? Du lernst die Sprache in einer Woche doch sowieso nicht.“ Das ist die Frage, die ich vor dem Schüleraustausch des Öfteren zu hören bekommen hatte. Ich wusste nie die perfekte Antwort, doch nun weiß ich sie. Es ist völlig egal wie lange man in einem fremden Land, bei fremden Menschen ist. Bereits nach den ersten Tagen erlebst du Dinge, die du dir gar nicht hättest vorstellen können. Du isst auf einmal erst um 22.00 oder 23.00 Uhr, du kommst zu all deinen Verabredungen zu spät, aber vor allem wirst du mit einer der schnellst gesprochenen Sprache der Welt konfrontiert. Auch wenn man nicht immer alles versteht, man bekommt auf jeden Fall ein Gefühl für die richtige Aussprache und auch wenn man es selber vielleicht nicht merkt, man kann nach der einen Woche bei weitem mehr Spanisch, als zu Beginn der Woche, denn wo lernt man die Sprache besser als dort?

Am 11.01.17 ging unsere „kleine“, aber doch schöne Reise los. Wir wurden vom Flughafen in Madrid abgeholt und fuhren anschließend in die Schule der ca. 16 km entfernten Kleinstadt „Majadahonda“, wo unsere Austauschschüler bereits auf uns warteten. Da das erste Aufeinandertreffen, bzw. der erste Abend immer etwas komisch ist, beschlossen einige unserer Austauschschüler, sich in den Straßen von Majadahonda zu treffen, um gemeinsam was zu unternehmen. Wir sind in die Fußgängerzone gegangen und hatten dann da auch einen Stammplatz, wo wir uns auch die darauffolgenden Abende immer trafen.

Den nächsten Tag sind wir gemeinsam mit den Spaniern in deren Schule gegangen und haben sie in den Unterricht begleitet. Der Unterricht sieht in Spanien etwas anders aus als in Deutschland. Wenn jemand eine Frage hat oder eine Antwort weiß, ruft er es einfach quer durch den Raum, nach dem Motto „wer der lauteste und der schnellste ist, hat gewonnen“. Des Weiteren nennen die Schüler ihre Lehrerinnen und Lehrer beim Vornamen. Trotz allem tragen alle Schüler eine Schuluniform und die Schule ist sehr familiär und modern gehalten. Alle waren sehr hilfsbereit und wir wurden mit offenen Armen empfangen.

Diese Gastfreundlichkeit spürte man jedoch nicht nur zu Hause und in der Schule, sondern auch in großen Städten wie Madrid oder Toledo. Die Menschen strahlen eine unglaubliche Ruhe aus und lassen sich von nichts oder niemanden aus der Fassung bringen. An unserem dritten Tag waren wir das erste Mal in Madrid, dort haben wir das „Museo del Prado“ besichtigt. Das Museo del Prado ist eines der größten und berühmtesten Kunstmuseen der Welt. Dort kann man sich zahlreiche Meisterwerke großer Künstler anschauen. Vor diesem Besuch waren wir noch im „Parque del Retiro“.

An unserem vorletzten Tag waren wir noch einmal in Madrid und haben da, andere wichtige Plätze besichtigt. Als erstes sind wir zum „Plaza Mayor“ gegangen. Da handelt es sich um einen im Zentrum liegenden, großen, rechteckigen Platz. Anschließend sind wir zum „Plaza de la Villa“ gegangen, wo wir dann weiter, in Richtung „Palacio Real“ liefen. Der Palacio Real ist der Königspalast und das Madrider Stadtschloss. Zuletzt sind wir zur „Puerta del Sol“ (Tor der Sonne) gegangen. Das ist einer der bekanntesten und meistbesuchten Plätze Madrids. Dort hatten wir zwei Stunden Freizeit und konnten in die bekannte Shoppingmeile „Calle Preciados“ shoppen gehen. Abschließend lässt sich sagen, dass Madrid eine wunderschöne, interessante und sehenswerte Stadt ist, welche man mindestens einmal im Leben gesehen haben muss.

Alles in allem lässt sich sagen, dass der Spanischaustausch eine sehr große Bereicherung war und ich es nur jedem empfehlen kann, der das Land, die Menschen, aber vor allem auch die Sprache liebt, da man nirgendwo anders so gut Spanisch lernt wie dort. Außerdem wurden dir Erfahrungen geschenkt, die einem keiner wieder nehmen kann.

 

Melina Schmidt (EF)