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Altgriechisch

Bildungsreise nach Griechenland

Bildung mit Spaßfaktor

[Juni 2016] Während unserer Fahrtenwoche fuhr eine Gruppe von 24 Schülerinnen und Schülern aus  den Jahrgangsstufen 9 und EF nach Griechenland, mit den Teilnehmern der Altgriechisch-AG als Kern. Die Reise fand im Rahmen des Europaprogramms [link] unserer Schule, aber auch als Unternehmung der Begabtenförderung statt.

Griechenland, eine Land in den Schlagzeilen, und das nicht wegen seiner berühmten Vergangenheit. Also erwartete uns ein Land mit zwei Gesichtern: das arme, unruhige, moderne Griechenland mit Protesten auf den Straßen, Flüchtlingen und krimineller Armut und das andere, heroisch und strahlend, im Scheinwerferlicht an ausgewählten Plätzen.

Hauptstadt und Provinz, beides haben wir besucht. In der Hauptstadt im Gänsemarsch über die zerbrochenen Bürgersteige, in das hypermoderne Akropolis-Museum, um den Parthenon-Fries auf Augenhöhe zu umwandern. Eine hitzige Diskussion entspinnt sich über der Frage, warum die Pferde auf den Marmorreliefen am Kopf Löcher aufweisen, alle, mal mehr mal weniger, an den gleichen Stellen. War da das Zaumzeug aus Bronze befestigt? Waren es nur Rosetten? Wo sind aber dann die Zügel befestigt? Archäologen geben in dem Saal Auskunft, wir erfahren einiges Neues, aber keine Lösung. Eine Frage wird beantwortet, die andere eröffnet sich neu. Wie so oft in der Wissenschaft.

In das Nationalmuseum den anderen Tag, wo uns eine Dame den Schatz des Agamemnon zeigt, aus dunklem Gold, der dann doch nicht von Agamemnon stammt, wie Schliemann glaubte, sondern etwa 200 Jahre älter ist. Dazwischen Wasser kaufen, im Schatten sitzend pausieren, in einem Imbiss Falafeln essen, den sirenenhaften Straßenverkäufern entkommen, eine neue Straße suchen und immer: das zarte Gemurmel der Stimmen im Gespräch.

Am Abend dann, auf der Dachterrasse des Hotels, im 7. Stock, der Blick auf Athen: Lichtermeer flackert in der Dunkelheit, über allem strahlt in ganz hellem Licht die Akropolis, die sich aber nicht fotografieren lässt bei dieser Dunkelheit. Also muss man eben genau hinschauen, jetzt ist der Moment, um in sich aufzunehmen, wie sie da so ruhig und selbstvergessen über der Stadt thront, seit so vielen Jahrhunderten, von so vielen Augen angestaunt, in so vielen Augustus im Nationalmuseum Gehirnen, Büchern und Internetseiten verankert. Das Wahrzeichen unserer westlichen Kultur. Auch wenn sie mit unterschlagenem Geld gebaut worden ist. Hinsehen, in sich aufnehmen, denn Fotos können diesen Eindruck nicht festhalten.

In den unteren Stockwerken das Fußballspiel im Fernseher: die Hoffnung auf die Europameisterschaft beflügelt die Reise. Aber auf dem Foto sind alle noch voller Hoffnung und unterstützen die Mannschaft. Erst auf der Heimreise in Deutschland zerplatzt die Seifenblase dieser schönen Illusion: 2:0 gegen Frankreich. Aber noch sind wir in Griechenland und essen selten Gyros und trinken sehr preiswertes Wasser aus Kreta….ob das subventioniert wird?

Dann Delphi: wir finden den Spalt nicht, über dem die Pythia gesessen haben muss, die Erdschollen haben sich verschoben, er existiert nicht mehr. Schade…. Dafür ist die Aussicht hinunter ins Tal auf die Zypressen und die Olivenbäume sicher noch dieselbe wie damals zur Zeit des Orakels. Wir stellen uns vor, wie die mächtigen Priester damals selbstbewusst ins Tal hinuntergeschaut haben, auf die Reisenden, die da von unten den Weg heraufkrochen und Rat suchten…wie sie bei sich überlegt haben, ob sie dieses Mal wohl das Orakel zulassen würden oder die Reisenden doch wieder einen Monat vertrösten sollten? Alles Politik, alles Geld, auch hier. Die Größe der Schatzhäuser sprechen davon. Aber Delphi war sicher, trotz seines großen Reichtums hatte es keine Schutzmauern, so groß war seine Autorität.

Olympia – von allen vergessen. Ja, das Trümmerfeld ist noch da, kleine Tafeln schlagen vor, was man sich unter den Resten vorstellen könnte, aber ein Bild ergibt sich nicht. Nichts erfahren wir über die Athleten, über ihren Tagesablauf, die Ordnung bei den olympischen Spielen wie es war zu römischer Zeit, als Nero hier aufgetreten ist…..nichts. Das Land ist arm, es präsentiert seine Trümmer und nicht mehr. Es bleibt nur die Phantasie und die Tat. Drei Schüler liefern sich in dem weltberühmten Stadion ein unvergessliches Wettrennen und ihr wisst, wer gewonnen hat. Man kann sich vorstellen, wie auf dem Altar des Zeus 100 Rinder verbrannt wurden, wie der schwarze Rauch in den Himmel hinauf quoll und die Athleten und andere unten den Rest des Fleisches verzehrt haben. In der Phantasie sehen wir die Szene, museale Aufbereitung gab es nicht. Trotzdem gibt es nur ein Olympia auf der Welt und da sind wir nun gewesen.

Das Theater von Epidaurus: sie haben es ein wenig restauriert, man kann es noch benutzen und die unglaubliche Akustik erleben. Ihr erinnert euch: jemand von uns  singt „Alle meine Entchen“ unten in der Orchestra und wir hören es all oben in der letzten Reihe. Auch der Klang einer gefallenen Münze erreicht unsere Ohren dort oben. Tolle Akustik durch gerundete Stützwände der Bänke. Sehr überzeugend, gute Ingenieurtechnik.

Endlich das Meer: Tolo, ein kleiner Badeort auf der Peloponnes, mit Swimming Pool und dem Meer über der Straße. Es gibt Tretboote, Tischtennis und Billard. Pokerkarten und andere Kartenspiele sind im Umlauf. Es wird viel interagiert. Jeder macht irgendetwas mit jemandem, die Gruppen wechseln, andere kommen hinzu oder bilden wieder eigene Gruppen. Wie in einem Aquarium wirbeln alle durcheinander und begegnen sich. Und man kann am erleuchteten Pool sitzen. Für den letzten Erholungstag scheint auch die Sonne, das angekündigte Gewitter  findet in einige Tropfen um 5 Uhr statt, sonst respektiert es die Tatsache, dass uns nur ein Tag bleibt, das Meer zu genießen.

Am Ende der Woche ist die Gruppe sehr müde, die nächtlichen Aktivitäten haben alle einander näher gebracht, aber es ist Zeit nach Hause zu gehen. Auch der Schlaf im Bus konnte die permanente Müdigkeit nicht ganz verscheuchen. Wobei ein Bus voll mit schlafenden Jugendlichen, die sich mal kreuz und mal quer über Arme und Beine legen, auch einen sehr friedlichen Anblick bietet. Leider gibt es davon kein Bild.

Wir haben sehr viel gesehen, sind unglaublich viel gelaufen in dieser Hitze, haben viel geschwitzt, wenig gegessen, uns aber wie Pflanzen mit viel Wasser am Laufen gehalten. Es wurde viel gesprochen und gehört, sehr viel erlebt, nicht zuletzt die interessanten Bewegungen in der Gruppe von 24 Schülern und nun kommen wir um einige Erfahrungen reicher und müde nach Hause zurück.

Bis zum nächstes Unternehmen der Begabtenförderung! Vita docet.

Dr. Heinke Stulz


XAIPETE

[April 2015] “Parmenides und Heraklit – gibt es Fortschritt?” von Finn Eckstein, Carolin Hain (9c) und Janik Sagner (8c) hat beim Bundesfremdsprachenwettbewerb TEAM Kreativ Preisrang erreicht! Wir gratulieren.

Gaudete nobiscum  de victoria!
Die drei lateinischen Beträge der Klasse 8c über Herkules bei den Olympischen Spielen, “aureum malum/ der goldene Apfel” und "Zeus - deus perfectus?” haben ebenfalls Preisrang erreicht!

Wir gratulieren: Gustav v. Armin, Franziska Babilon, Lena Brummert, Aimee Bönicke, Marc Cürten,  Linnea Heitmeier, Maximilian Lenz, Renke Meyer, Finn Pankow, Chiara Richiusa und Sofie Roll.

Dr. Heinke Stulz


Altgriechisch AG für die Klassen 8 und 9

[Februar 2015] Teilnehmer der Altgriechisch-AG haben beschlossen, sich auf das Graecum vorzubereiten und sich in drei Jahren dieser Prüfung zu stellen. Dies ist die letzte Gelegenheit für drei Jahre, bei der Altgriechisch-AG einzusteigen! Die AG wird - jeweils in den 7. Stunden - nach Absprache zwei oder dreistündig stattfinden.

Wir treffen uns mit den neuen Interessenten zum ersten Mal am Mittwoch, dem 18. Februar, um 14.30 Uhr vor dem Lehrerzimmer, um gleich anschließend in der 8. und 9. Stunde mit dem Alphabet zu beginnen.

Dr. Heinke Stulz (Philosophie / Latein / Griechisch)