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Scientia potentia est. Wissen ist Macht. Francis Bacon (1561-1626)

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für das Gymnasium – Sekundarstufe I
in Nordrhein-Westfalen
1. Auflage 2008

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Leistungsbewertung

Leistungsbewertung [pdf]

Fachschaft

Bürger, Grit
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Stulz, Heinke
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...

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Weitere Informationen der Fachschaft

Exzellente Lateinkenntnisse

Latein ganz lebendig

[November 2018] Am 23.11.20018 hat Gereon Dohm (Q2 ) in Aachen in der Endrunde des Certamen Carolinum den Preis des Vereins zur Förderung der alten Sprachen in den Schulen e. V. gewonnen. Der Vortrag, der ihm diese Auszeichnung verschaffte, hatte das Thema:

Wie zeitgemäß ist Ciceros Idealstaat?

Ein Vergleich mit der verfassungspolitischen Gegenwart in der Bundesrepublik Deutschland

Der Beitrag wird bald auf der Seite der Fachschaft Latein zu lesen sein.

Wir gratulieren herzlich!

Fachschaft Latein (Dr. Heinke Stulz/ Sabine Uhlig)


Die Romfahrt des Latein-Kurses der Q1

[März 2018]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     Romfahrt  Lateinkurs Q1

Romfahrt 2018     Lateinkurs Q1

Und immer wieder lockt die ewige Stadt. Auch dieses Jahr wieder. 25 Schüler, begleitet von zwei Lehrerinnen, begannen ihre Reise mit Ryanair am Osterdienstag.

Eine kurze Woche, Rom in 4 Tagen, eine sportliche Leistung im wahrsten Sinne des Wortes. Manche Schüler hatten einen Schrittzähler dabei, auf diese Weise erfuhren wir, wann wir 26 000 Schritte gegangen waren, wann nur 22 000 (für alle, die das System nicht kennen: im Alltag ist man froh, wenn man auf 10 000 Schritte kommt, was die wenigsten erreichen. Die meisten bleiben irgendwo bei 3000 hängen und klagen dann, dass sie nicht genug Sport getrieben haben).

Wir haben jeden Tag eindeutig genug Sport getrieben, in den ersten Tagen taten so einigen die Füße weh, aber man hört auch am letzten Tag die freudige Botschaft, dass man sich nun gewöhnt habe und der Schmerz anfange zu verblassen. Am letzten Tag. Und dass sie zum letzten Mal vor 5 Jahren so viel gelaufen seien.

Das Colosseum wurde am meisten bestaunt und fotografiert, aber es macht auch wirklich bei den verschiedenen Lichtverhältnissen jedes Mal eine andere Figur, bei Sonnenuntergang beginnen die Mauern zu glühen und scheinen zu echtem Leben zu erwachen.

Und wenn jemand vorher nicht wusste, wie sehenswert Rom ist, haben ihn das spätesten dann in Rom die ehrfurchtsvollen Scharen an Touristen gelehrt, zwischen denen wir durch die Straßen zu den Sehenswürdigkeiten geschwommen sind.

 

Dienstag 3.4.2018

Ankunft im Camping Fabuloso, Thermen des Diokletian, Trevi-Brunnen, spanische Treppe

Maxi

Die Zieldestination war nach einer anstrengenden Reise endlich erreicht und eine Woche Erlebnisse in Rom stand uns bevor.
Beim Anblick der Bäume des Villages erschrak ich jedoch und fragte mich, ob ich wirklich nach Rom geflogen oder nicht doch fälschlicherweise im Dschungel Nigerias gelandet bin?
Erleichtert entdeckte ich dann das Schild mit der Aufschrift: "Camping Village Fabulous" und mein Puls sank wieder.
Die milde italienische Frühlingsluft stimmte unsere Gemüter dann fröhlich, sodass das Abenteuer beginnen konnte.

Finn

Unser nächster Event sollte der Trevi-Brunnen sein, jener Brunnen, der fast vollständig restauriert wurde und nun für uns in reinem Zahnpasta-Weiß erstrahlt.
Jährlich schleudern wahrscheinlich mehrere Millionen Menschen rückwärts ihr Kleingeld ins Wasserbecken, um ihr Portmonee zu erleichtern in der Hoffnung, dass die Sage wahr wird und sie erneut nach Rom kommen, um endlich eine schöne Römerin kennenzulernen, die sie dann heiraten werden.
Leider war der Teleskop-Magnet nicht lang genug, um alles wieder herauszufischen und sich damit als reicher Knopf bessere Chancen bei der Römerin zu errechnen.
So ist das eben mit der Chancengleichheit, dann werden wir wohl aus anderen Gründen in die ewige Stadt zurückkehren müssen.

Tim

Nachdem die Beine schon schwer genug waren, ging es dann noch die Spanische Treppe hinauf. Oben angekommen hatten wir einen wundervollen Ausblick und immer noch schmerzende Füße.

 

Marc

 

Nachdem wir gut und unbeschadet angekommen waren, war es endlich soweit.
Das erste Mal fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt Roms und hatten schnell einen Eindruck, was uns hier erwarten würde.
Mein persönliches Highlight des Abends war, das erste Mal das Kolosseum zu sehen. Darauf habe ich lange gewartet. Und nun stand ich endlich davor.

 

Mittwoch, 4.4.2018

Forum Romanum, Colosseum                            

Kathie, Lara, Ada, Carla, Jennifer

Der vorherige Tag klang mit einen idyllischen Nachtspaziergang aus, und läutete sogleich den darauffolgenden abenteuererfüllten Tag ein. Nach einer vor Kälte klirrenden Nacht, erwachten wir in einem kalten, grauen Schlauer von Wolken und Regen. Ein deprimierender Start in die Woche, dachten wir.

Beim etwas bescheidenen Frühstück machten                 Blick auf Maxentius-Basilika

wir uns über die zahlreich vorhandenen Butterkekse her, die uns für den Rest der Woche als Proviant dienen sollte.
Nun ging es endlich los mit Regenschirmen bewaffnet in die ewige Stadt. Dort angekommen beeindruckte uns die zu Anfang nicht wahrnehmbare Größe des Forum Romanum, doch wir wurden eines Besseren belehrt. Nachdem wir den Palatin erklommen hatten, bewunderten wir die überwältigenden Ausmaße der antiken Stadt Rom. Dies war der Moment, in dem wir realisierten, dass Rom einem gigantischen Museum gleicht. Die Dimensionen der Tempel und sonstigen Gebäude spiegelten die schon längst vergangen Reichtümer des schon lange vergangen Imperiums wieder und es kamen einem sofort die Bilder einen antiken Stadtleben in den Sinn. Man fühlte sich umgeben von einer antiken Gesellschaft. Auch die umfassenden Kenntnisse des Lateinunterrichtes konnten wir anwenden.
Schon dort erhaschten wir erste Blicke auf das imposante Kolosseum. Dort, wo einst Gladiatoren um ihre Ehre und Leben kämpften, führten wir unsere Entdeckungstour fort. Auf den ehemaligen Rängen hing ein Hauch der Vergangenheit lebendig in der Luft. Die Atmosphäre wurde zusätzlich gehoben durch die zunehmend verschwindenden Wolken und es entstand eine Euphorie unter uns.
Der Tag klang aus mit einem gemeinsamen Abendmahl, das aus traditionell italienischen Spezialitäten und kulinarischen Köstlichkeiten bestand, in einer angenehmen Atmosphäre. Danach sind wir durch die Idylle einer lauen Frühlingsnacht flaniert und fuhren zurück ins Camp.
Unsere Devise „Carpe Diem“ haben wir heute erfüllt, damit waren wir uns einig.

Gereon

Vorneweg: Das Ereignis war nicht ein klassisches Highlight, aber dennoch auf seine Art besonders!

Erschöpft begaben wir uns am Nachmittag in der Jesuitenkirche Chiesa di Sant' Ignazio di Loyola. Allein an der in schwarz simulierten Kuppel und anderen optischen Täuschungen bei den Ausschmückungen konnte man sehen, dass die römisch-katholische Kirche hier einen Anblick bieten wollte, die schöner als der wirkliche Zustand wirken soll. Auf Holzbänken, die einem aber in diesem Moment wie Sessel vorkamen, erholten wir uns bei einem schönen Anblick in der Kühle von einem anstrengenden Fußmarsch, wurden allerdings schon im gleichen Moment gebeten, entweder wieder hinauszugehen oder 5 Minuten bei einer kurzen Vesper dabei zu sein. Natürlich entschieden wir uns ohne notwendige Absprache für letzteres, da wir unsere hölzernen Sessel selbstverständlich nicht aufgeben wollten. 15 Minuten später (!!!) stellten wir allmählich fest, dass wir in unserem Bereich eingesperrt waren. Ob dies wohl der christlichen Vorstellung von freiem Glauben entspricht!? In den nächsten 30 Minuten (!!!) war es außerdem mit der Schönheit vorbei, denn wir wurden Zeugen, wie ein Laienprediger am Ambo den Halleluja-Gesang vollständig entfremdet zum Besten gab. Selbst ein gewisser Kirchenneuling mit unverhüllten Knien und Sonnenhut erkannte die Unregelmäßigkeit der Tonhöhen und Phrasierungen, die Schüler - aber auch Lehrer gleichermaßen - zum nicht zu unterdrückenden Kichern zwang.
Ein Vorteil: Die meisten Mitreisenden sollten für die nächsten Monate bzgl. Messbesuch wieder ausgesorgt haben.

 

Frau Stulz

 

Hier fehlt noch ein Bericht zum Pantheon. Aber ich glaube, alle haben zu der erstaunlichen Betonkuppel aus der Zeit des Augustus hinaufgeschaut, die in einem offenen Auge endet, durch die es hineinregnet seit mehr als 2000 Jahren, wie wir selber feststellen konnten: die Kirche hatte eine Regenlache in der Mitte, die abgesperrt war.

Das westliche Abendland hat gast 1500 Jahre gebraucht, bis es wieder solche Kuppeln herstellen konnte. Aber als sie wieder wussten, wie man das macht, konnten die Architekten gar nicht mehr aufhören, sie überall an wichtigen Stellen hinzusetzen: Kuppeln, wohin man auch schaut: Deutscher Bundestag, Weißes Haus, Pantheon in Paris….überall nehmen die Kuppeln diese römische Tradition auf.

Und der poetische Grabspruch in komplizierten Latein auf dem Grab Raffaels soll hier auch erwähnt werden:

Ille hic est Raphael, timuit quo sospite vinci, rerum magna parens et moriente mori.

„Hier ist jener Raffael, von dem die große Mutter der Dinge [= die Natur] fürchtete übertroffen zu werden, solange er lebte, und [dann fürchtete sie, mit ihm] zu sterben, als er starb.“

Donnerstag 5.4.2018

Kapitolinische Museen, Domus – Ausgrabungesstätte

Marwin

Mein bestes Erlebnis am 3. Tag war eindeutig, als wir im Kapitolinischen Museum angekommen waren und endlich die ganzen Statuen und Gebilde mit eigenen Augen betrachtenden konnten, welche wir schon oft auf Bildern gesehen haben und von denen wir schon viele Geschichten gehört haben.

Janika

Zuerst deschiffrierten natürlich alle den Reiseführer nach wichtigen Infos und erkundeten das Museum. Dabei kamen interaktive Medien in Spiel. Man konnte auf riesigen Tablets die Gemälde puzzlen. Julius und Jenny kamen ebenfalls auf die gute Idee, den meist kopf- oder genitallosen Skulpturen Snapchatfilter zu verpassen. So entstand zum Beispiel ein Bild von Hercules als Oma oder mit Sonnenbrille. Nach einer verwirrenden Suche nach dem Klo, vorbei an vielen anderen bekannten Statuen, und nachdem Julius noch ein Bild von dem Steinfuss Konstantins gemacht hatte, konnte die Gruppe ihr Abenteuer fortsetzen.                             Medusa mit Schlangenhaar

 

Nico

Obwohl die mulitmediale Führung im in der Ausgrabungsstätte von zwei aristokratischen Domus nahe der Trajanssäule an vielen Stellen sehr anregend, aber auch etwas anstrengend war, hat sie mein Bild von Rom verändert. Die Vorstellung, dass Rom statt marmorweiß in den verschiedensten Farben geleuchtet hatte, wie es die Siegessäule tat, zeigt ein ganz neues Bild der Stadt. Es muss beeindruckend gewesen sein, vor 2000 Jahren durch ein knallbuntes Rom zu wandern.

 

Freitag, 5.4.2018

Vatikanische Museen, Petersdom, Engelsburg

Lisa

Mein schönster Moment im Vatikan war der Besuch der vatikanischen Museen am Nachmittag.
In den verschiedenen Gebäudekomplexen, die durch lange Gänge verbunden waren, konnte man viele antike Skulpturen, gemalte Landkarten an den Wänden, Globusse, die Sternbilder zeigten, Wandteppiche usw. betrachten, die mir eine ganz neue Sicht auf das Weltbild der Römer und Christen bis in die Renaissance gaben.
Doch sogar noch besser fand ich die Räume vor und in der Sixtinischen Kapelle. Alles, wirklich alles, auch die Decken, waren mit vergoldeten Malereien berühmter Künstler wie z.B. Michelangelo versehen und das warme Sonnenlicht, welches durch die alten Fenster fiel, ließ das Ganze noch einmal glänzender und atemberaubender erscheinen.

Einfach nur WOW!

Cicero im Mus. Vat.

Frau Stulz

Der Petersdom war so großartig, wie er nun einmal ist, das konnten wir nach einer Stunde Wartens und des schneckenartigen Näherkommens dann auch so empfinden. Große Gefühle brauchen Zeit zum Wachsen, sie müssen reifen. Eine Stunde Wartezeit (nur eine Stunde, weil wir um 6 Uhr aufgestanden waren) ist das mindeste für die Reifung des Gefühls der Erhabenheit.

Vincent

Für mich war das stärkste Erlebnis der ganzen Reise an diesem Tag wahr geworden. Als Vanessa und ich die Kuppel des Petersdoms bestiegen, erlebten wir etwas, dass wir uns vom Petersplatz aus nie hätten vorstellen können. Die Aussicht dort oben war gigantisch, noch nie habe ich Ähnliches gesehen. Ich konnte über ganz Rom schauen und doch nahm es kein Ende, der Horizont verschluckte Rom, es war quasi unendlich.
Das wunderbare Wetter spielte uns natürlich in die Karten und so erlebten wir die schönsten 20 Minuten der Reise beim Genießen dieses unschlagbaren Ausblicks.

 

Theresa

Nachdem wir uns den ganzen Freitag den Vatikan angeschaut hatten, haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen. Mit typisch italienischen Pasta vom Maccaroni Express saßen wir auf den Stufen direkt vor dem Wahrzeichen Roms – dem Kolosseum. Obwohl wir dieses im Laufe der Woche bereits mehrmals gesehen hatten, war es eine neue und wunderschöne Erfahrung, die Atmosphäre während des Sonnenuntergangs zu genießen. Das Zusammenspiel aus dem Dämmerungslicht und der einzigartigen Beleuchtung des Kolosseums und anderer umliegenden Monumente, wie dem Triumphbogen, hat für ein ganz besonderes letztes Abendessen in Rom gesorgt, an welches wir uns noch lange erinnern werden.

Samstag, 7.4.2018

 Ostia, Chiesa di Sant'Ignazio di Loyola, Giolitti

 

Hannah            Ostia Vecchia

Am letzten Tag unserer Romreise, dem Samstag, war mein schönster Moment der Besuch der Ostia Vecchia, einer Ausgrabungsstätte der antiken Hafenstadt Ostia nahe Rom. Beim Erkunden der zahlreichen Ruinen konnte ich mir das Leben ihrer ehemaligen Bewohner lebhaft vorstellen, wie sie das Theater oder den Tempel besuchten, sich in den Thermen

entspannten oder einfach durch die sonnige Stadt flanierten.
Besonders beim Erkunden der engen Gassen zwischen den Ruinen der Wohnhäuser und dem Entspannen auf den Sitzen in Theater schienen die Vergangenheit und das Leben der alten Römer zum Greifen nah. Solche Momente, in denen man an die Größe der römischen Kultur dachte, waren in Rom immer wieder beeindruckend.

Louisa      Ostia Vecchia

Ein Tag voller Sonnenschein und kulturell interessanter Erlebnisse.

Morgens sind wir zu der Ostia Vecchia gefahren, der Ausgrabung einer nahezu perfekt erhaltenen Stadt.

Neben dem Entdecken einer antik-römischen Stadt war vor allem die Atmosphäre von großer Besonderheit; Während der Geruch des frisch gemähten Grases und der strahlende Sonnenschein das typische Sommergefühl vermittelte, konnte man sich förmlich vorstellen, wie vor 2000 Jahren beladene Karren über den bereits gepflasterten Boden durch die belebten Straßen gefahren sind…

Die Theater waren gefüllt, auf Märkten wurde gehandelt und Thermen wurden besucht; ein Ort des sozialen Austausches.

Und das alles - die Überreste und die damit verbundenen Vorstellungen - erhalten bis heute.

Heinrike      Kirche des Paulus

Am Samstag fuhren wir nach dem Besuch der Ostia Vecchia zu der Paulus Kirche. Als wir davor standen, erzählten uns Theresa, Marwin und Frau Schubert über die Besonderheiten dieser Kirche, und zwar, dass in dieser Kirche ein Bild von jedem Papst ist und man befürchtet, die Welt gehe unter, wenn dort kein Platz mehr für ein weiteres Papstbildnis mehr ist. Zur Papstzeit von Johannes Paul II waren nur noch drei weitere Stellen vorhanden, weswegen 25 weitere Plätze angelegt wurden. Heute sind noch 26 Plätze frei.
Der angelegte Garten vor der Kirche war wunderschön mit Hecken, Palmen und einer Statue in der Mitte. Man bekam einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Größe und der perfekten Planung und Ordnung dieser Basilika.
Die Kirche war gigantisch groß, mit gewaltigen Säulen aus Marmor und aufwendiger Deckenverzierung. Über den Säulen waren die Bilder der Päpste, in welchen man die verschiedenen Kunststile der jeweiligen Epoche gut widererkennen konnte.
Da die Kirche nicht so touristenüberströmt war, als wir dort waren, konnte man die Stille genießen und die Gewaltigkeit dieses Bauwerks besser auf sich wirken lassen.

Lea       

Nach vielen besichtigten heiligen Orten entdeckten wir heute neue Kirchen, ähnlich beeindruckend wie der Petersdom. Die vielen stilvollen Details, die goldenen Deckenverzierungen, ebenso wie die Portraits der über 400 Päpste sorgten für einen in Erinnerung bleibenden Abschluss der 6 Tage. Die letzten Sonnenstrahlen tankten wir schließlich mit italienischer Pasta in Rom vor der Santa Maria Maggiore, bevor wir den Weg zurück zum Camp antraten. 

Frau Stulz

Was alle hier vergessen haben, zu erwähnen, will ich hier doch noch nachtragen. Die Eisdiele Giolitti, die berühmteste Rom, die wir alle mindestens zweimal besucht haben. Eissorten wie auf einer riesigen Farbenpalette, altgediente Kassierer, die mit würdigem Stoizismus die vielen Touristen und ihre Launen ertragen, und die Eisverkäufer, die trotz tausender Eiskugeln, die sie täglich verkaufen, doch ihren schönen italienischen Humor nie verlieren, nicht einmal abends, wenn wir eigentlich schon zu spät waren.

Am Samstagabend trugen wir noch einmal unsere Erinnerungen zusammen, die Sie hier lesen können, ließen die Reise noch einmal wie ein Film vor uns ablaufen und freuten uns, dass wir ohne Regen und andere Unannehmlichkeiten Rom von seiner besten Seite genießen durften.

Und hoffentlich haben alle eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen, damit ihr auch noch einmal zurückkommen hierher, in die ewige Stadt.


Nico Voss

Lara Vogel

Lea Thanscheidt

Louisa Marie Schüttler

Vanessa Schirm

Chiara Richiusa

Julius Petrick

Finn Pankow

Katharina Nitsche

Marwin Meis

Erik Leonhardt

Maximilian Lenz

Tim Lehmann

 

 

Noah Lay

Vincent Krause

Ada Kallabis

Hannah Gruß

Heinrike Gilles

Carla Franzen

Janika Engelhardt 

Gereon Dohm

Lisa D´Anna

Marc Cürten

 

Christiane Schubert

Dr. Heinke Stulz

 

 

 

 

 

 


Eure Fachschaft Philosophie - Dr. Heinke Stulz


Schülerfilme lateinisch - deutsch

 

"Electio in caelo" Fremdsprachenwettbewerb von Legostopmotion113 [link]

"De proelio Worringensi" von Der Shark [link]

Latein am Freiherr-vom-Stein

An unserer Schule haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Latein als zweite Fremdsprache zu wählen.

Informationen zum Lateinunterricht und zur Frage

„Warum überhaupt Latein?“

haben wir in einem Flyer für Sie zusammengestellt [hier].

Warum - in aller Welt – Latein? Zehn gute Gründe!

Latein offenbart Einsicht in allgemeine Gesetzmäßigkeiten von Sprachsystemen. Latein selbst ist konkret und systematisch – ist das überschaubare Grammatiksystem abwechslungsreich, mit Spaß und anhand von ansprechenden Inhalten erarbeitet, haben die Schüler feste Orientierung und unumstößliche Sicherheit. Dass Latein als tot bezeichnet wird, stellt hier eher einen Vorteil dar: der Unterricht erfolgt auf Deutsch, es wird nicht in, sondern über Sprache gesprochen. Genauso wie es in den Naturwissen-schaften nicht nur um die Feststellung von Tatbeständen gehen kann, sondern auch um Ursachenforschung, so widmet sich der Lateinunterricht – anders als es bei modernen Sprachen der Fall ist - der sprachlichen Regelfindung. Dass nicht Kommunikation, sondern Analysefähigkeiten im Vordergrund dieses Sprachenunterrichts stehen, wirkt sich eher entschleu-nigend auf das Unterrichtsgeschehen aus und tut der „email und sms“- Schülergeneration gut. Latein dient in dieser Funktion als Reflexionssprache und besitzt einen hohen Transferwert im Hinblick auf andere sprachliche Systeme und die Schulung systematischen Denkens. Die Erarbeitung der grammatischen Terminologie zur allgemeinen Beschreibung von Sprachen (nicht nur der lateinischen, sondern auch der modernen Sprachen) begleitet den Lateinunterricht kontinuierlich und die sinnvolle Erklärung dieser Begrifflichkeiten ist nur mit Lateinkenntnissen möglich (vgl. Modus, Partizip, Attribut,….).

Latein sorgt für die Erweiterung der muttersprachlichen Kompetenz. Übersetzungstätigkeit ist ein sehr komplexer Prozess, der Schüler vielseitig fordert und fördert. In einer ersten Phase geht es um die Ermittlung der inhaltlichen Aussage des jeweiligen Textes und die Analyse grammatischer Strukturen. In der zweiten Phase geht es um die Versprachlichung des Textes; Ziel hierbei ist eine überzeugende muttersprachliche Nachschöpfung, was sprachliche Kreativität bei der Suche um einen angemessenen Ausdruck und Sensibilität für die Intention des Autors erfordert. Der Schüler lernt hierbei sorgfältig und nuanciert mit seiner Muttersprache umzugehen.

Latein fördert die Kompetenzen Textverständnis und Lesefähigkeit. Kein Fach sollte nur der Grammatikpaukerei wegen unterrichtet werden, auch das Fach Latein nicht. Und so steht heute nicht mehr die Analyse des Einzelsatzes im Vordergrund, sondern das Textprinzip. Konkret versteht man darunter, in einem ersten Schritt die Textaussage zu erfassen; damit dies gelingt, muss die Fähigkeit erlernt werden, mannigfache Bezüge zwischen den Einzelsätzen und dem Text, in dem diese eingebettet sind, zu nutzen. Dass sich diese Fertigkeiten positiv auf die Lesefähigkeit und das Textverständnis unserer Muttersprache auswirkt, wiesen Untersuchungen der Universität Köln nach; Studenten, die Latein gelernt haben, erzielten hinsichtlich dieser Kompetenzen signifikant bessere Ergebnisse als ihre Kommilitonen.

Latein stellt mit seinem Wortschatz das Fundament unzähliger Fremd- und Lehnwörter der europäischen Sprachen dar und fördert somit die vernetzte und somit nachhaltige Erweiterung des Wortschatzes mehrerer Sprachen gleichzeitig. Der Wortschatz im Lateinischen wird vernetzt gelernt. Allein 11000 im deutschen bekannte Fremdwörter lassen sich auf ihren lateinischen Ursprung zurückführen: wem ein Wort wie Nation geläufig ist, dem fällt es nicht schwer, die Vokabel „natio –Volk, Stamm“ zu lernen und am besten noch gleichzeitig das englische „nation“. Wer noch nicht weiß, was Tradition, Mandant oder Argument bedeutet, aber nun durch den lateinischen Text „tradere“, „mandare“ und „arguere“ lernen muss, der hat nicht nur für Latein, sondern auch für Deutsch und andere Sprachen gelernt. Dieses vernetzte Lernen muss mühsam erarbeitet werden, ist aber dafür besonders nachhaltig. 20% der 8000 gebräuchlichsten italienischen Wörter sind mit dem lateinischen Wortschatz identisch; 20% der meist verwendeten französischen Wörter sind dem Lateinischen entlehnt und weisen denselben Wortstamm auf; Spanisch und Portugiesisch liegen dem Lateinischen sogar noch näher (25%). 65% des gesamten englischen Vokabulars, in Fachsprachen sogar 80%, stammen direkt oder indirekt aus dem Lateinischen. Da sich viele europäischen Nationalsprachen unter dem Einfluss regionaler Dialekte aus dem Vulgärlatein entwickelt haben, dient Latein spürbar als Brücke zu den modernen Fremdsprachen.

Latein ist schön und überliefert uns Sprachbilder und Sprachwitze. „Nie wieder wird es eine Sprache wie Latein geben, nie wieder werden Präzision und Schönheit eine solche Einheit bilden. Unsere Sprachen haben allesamt zu viele Wörter“ (Cees Nooteboom). Den Wortwitz vieler im Journalismus gängiger Sprachbilder kann man nur nachvollziehen, wenn man den literarischen Kontext und Ursprungsort kennt. Ob der Präsident im 20. Jahrhundert den Rubikon überschreitet, der Lehrer heutzutage Sisyphusarbeit leistet oder die Kanzlerin den gordischen Knoten zerschlägt, es ginge doch viel verloren, wenn diese humorvoll verschlüsselten Informationen keiner mehr zu entschlüsseln vermöchte. Latein schafft Zugang zur abendländischen Kulturgeschichte.

Im Lateinunterricht finden immer wieder kulturgeschichtliche Streifzüge statt und so wird durch die Beschäftigung v.a. mit antiken und mittelalterlichen Texten Basiswissen über das Fundament unserer europäischen, abendländischen Kultur vermittelt. So hilft der Lateinunterricht den Schülerinnen und Schülern, ihre Geschichte, die politischen und rechtlichen Zusammenhänge der Gegenwart oder etwa auch religiöse Fragen besser zu verstehen. Lateinische Texte der Antike sind seit Jahrhunderten immer wieder in der europäischen Geistestradition befragt und rezipiert worden und bieten sich auch heute noch als Ausgangspunkt zum Weiter- und Darüber-hinaus-Denken an. Die Antworten hinsichtlich der Grundphänomene des menschlichen Daseins mögen sich verändert haben; die Fragen jedoch sind die gleichen geblieben: Wie gehen wir etwa mit Herrschaft oder Tod um, weshalb ist Liebe so unbeschreiblich oder wieso ist es so unglaublich wichtig, dass der Mensch arbeiten kann und darf? Die Auseinandersetzung mit früheren, „fremden“ Texten lässt die Schülerinnen und Schüler bewusst werden, dass die Antworten der Gegenwart nur relativ sind. Selbstverständliches wird in Frage gestellt, der eigene Absolutheitsanspruch überwunden, Neugier auf „Fremdes“ geweckt. Somit schützt ein Lateinunterricht mit klug ausgewählten Texten vor bornierter Selbstüberschätzung und setzt „Bildungsprozesse“ in Gang, die nicht nur die Toleranz, sondern die Anerkennung und Wertschätzung des anderen Standpunktes fördern.

Latein trainiert geistige Kompetenzen. Im Lateinunterricht werden Arbeits-haltungen trainiert, die heute als „Schlüsselqualifikationen“ für künftige Führungskräfte gelten: Gründlichkeit / Detailgenauigkeit; Ausdauer / Beharrlichkeit; Analysefähigkeit (mit Blick für Zusammenhänge); Umsicht und Folgerichtigkeit im Erarbeitungsprozess; Konzentrationsfähigkeit und natürlich auch – denn zu den „kriminalistischen Lösungsversuchen“ bei der Texterschließung gehört (wie zum Leben) auch immer wieder das Scheitern – eine erhöhte Frustrationstoleranz. Diese Haltungen sind zugleich Stützen für die Mündigkeit und Selbstbestimmung des einzelnen Menschen und tragen so zur Emanzipation eines kritischen, anti-stromlinienförmig denkenden Menschen bei, der gewappnet ist vor Verführungen von Werbung, Medien sowie politischen und religiösen Heilsbringern gleich welcher Couleur.

Latein ist Schlüsselsprache der Wissenschaft. Latein gilt – neben Englisch – als Schüsselsprache der Wissenschaften, gleichsam als ein wichtiger „Zugangscode“ für akademisches Arbeiten an der Universität.  Geschichte etwa lässt sich ohne Latein nicht oder nur sehr eingeschränkt studieren, da nahezu sämtliche Quellen bis ins 18. Jahrhundert in Lateinisch verfasst wurden. Daher ist bis heute das Latinum Voraussetzung für ein geschichtswissenschaftliches Studium. Aber auch jüngere, sog. „moderne“ Wissenschaften wie Soziologie, Psychologie oder Pädagogik pflegen gerne eine verkomplizierende Fachsprache voller lateinstämmiger Fremdwörter, die es zu entziffern gilt. Eine Sprache, die sich jahrhundertelang als verlässliches und flexibles Instrument klarer Begrifflichkeit bewährt hat (etwa in der Medizin oder in der Biologie), bietet sich allerdings ja auch tatsächlich dazu an, neue wissenschaftliche Sachverhalte präzise zu benennen und terminologisch sauber von Begriffen der Alltagssprache abzugrenzen. – Natürlich besteht auch die Möglichkeit, das Latinum später in überfüllten Hörsälen an den Universitäten nachzuholen (denn für viele Fächer ist der Nachweis des Latinums obligatorisch!); dies kostet aber viel Zeit und Kraft!

Latein macht Spaß! Heute liest zum Glück keiner mehr Caesars commentarii wegen des Schlachtengetümmels und der Schlachtpläne, sondern eher wegen seiner rhetorischen Finesse, aus mehrfachem kriminellen Völkermord einen aus Roms Sicht gerechten Krieg zu machen. Kein Schüler muss sinnentleerte Einzelsätze übersetzen. Die Vermittlung von europäischer Tradition und Kultur soll nicht als Anbetung von Asche, sondern als Weitergabe des Feuers rüberkommen. Die Fachdidaktik ist komplett überarbeitet worden, modernisiert und heutzutage aktuell gehalten. Die Lehrbücher verfügen mittlerweile über ein ansprechendes Layout, die Lektionstexte sprechen schülernahe Themen an und lassen aktuelle Bezüge zu, das Übungsmaterial ist kreativ und abwechslungsreich gehalten (Rätsel, Comics, Graffiti), das Bildmaterial reichlich. Der Unterricht beinhaltet wesentlich mehr handlungsorientierte Phasen, als das früher der Fall war. Es werden Referate gehalten, Grammatik-Raps erstellt, Vokabelschlachten geschlagen, Reportagen zu Pompeji oder anderen Themen nachgestellt und gefilmt, Theaterstücke einstudiert. Das Kopffach Latein verpflichtet sich mittlerweile auch zu bewegtem Lernen und bewegten Erholungsphasen.

Kritiker, G8 und Angst vor Überforderung: Warum also - um Himmels Willen - Latein ?! Manch ein Kritiker fordert nun aber die in Latein investierte Zeit und Arbeit solle direkt in das Erlernen einer modernen Sprache investiert werden; diesem muss man entgegenhalten, dass er zwei übergeordnete Ziele gymnasialer Bildung missachtet; zum einen die Schaffung eines Bewusstseins für europäische Identität durch die Nutzung gemeinsamer Wurzeln und zudem die Chance auf vernetztes, vom Fundament ausgehendes und dadurch nachhaltigeres Lernen. Da das Lateinische als sprachliche Mutter die Einheit bietet, aus der sich dann die sprachlichen Stieftöchter als historische Sonderwege auffächern, kann man die Erlernung des Lateinischen nicht einfach als zweite Fremdsprache neben Englisch oder Französisch ansehen. Es erleichtert vielmehr vielfältiges Sprachenlernen, indem es Überschneidungen und Vernetzungen herausstellt. Wer Latein lernt, lernt gleichzeitig auch für Deutsch und andere europäische Sprachen.

Klausurtag im Bundeswettbewerb Fremdsprachen

[Januar 2015] Bereits zum siebten Mal in Folge richtete das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium am Mittwoch, dem 21. Januar 2015, den Klausurtag des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen aus. Mit 18 Schülerinnen und Schülern hatten sich wie auch in den vorausgegangenen Jahren  besonders viele Teilnehmer unserer Schule gemeldet, um sich gemeinsam mit Gästen aus den Schulen der Umgebung den hohen sprachlichen Anforderungen des Wettbewerbs zu stellen. Hierbei zeichneten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch große Vielfalt in der Wahl ihrer Wettbewerbssprachen aus – vertreten waren Englisch, Französisch, Latein und Türkisch. Gleichzeitig vermittelten sie durchgehend den Eindruck, dass sie sich hervorragend auf den Prüfungstag vorbereitet hatten und selbst auf komplizierte Fragen zu ihren Vorbereitungsthemen souverän antworten konnten.  Mit den Ergebnissen ist erst im Sommer zu rechnen, doch bedanken wir uns jetzt schon bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das hohe Niveau, mit dem sie unsere Schule vertreten haben, und halten die Daumen für eine gute Platzierung.
Weitere Wettbewerbe am FvStein: [hier]

Anke Heitmeier