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Geschichte

Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern. Indira Gandhi

Lehrpläne

Kernlehrplan [pdf]
für das Gymnasium – Sekundarstufe I (G8)
in Nordrhein-Westfalen
1. Auflage 2007

Kernlehrplan [pdf]
für die Sekundarstufe II Gymnasium / Gesamtschule
in Nordrhein-Westfalen
1. Auflage 2013

Fachschaft

Wahle, Kai
Stufe 5
Stufe 6
Stufe 7
Stufe 8
Stufe 9
Stufe EF
Stufe Q1
Stufe Q2

Weitere Informationen der Fachschaft

Autor Oliver Pötzsch im Interview mit FvSt-NachwuchshistorikerInnen

SchülerInnen der 8d auf der lit.kid.cologne

[April 2016] Auch in diesem Jahr wurde unser Gymnasium von der "lesepunkte-Redaktion" ausgewählt, um auf der "lit.kid.cologne 2016" für das online-Rezensionsjournal für Jugendliteratur ein Autoreninterview zu führen. Mehr zu dem Geschichtsprojekt und unserem Kooperationspartner an der Uni Köln findet man [hier]. Hanna, Luisa, Nail und Tom aus der 8d sprachen mit dem Autor Oliver Pötzsch über seine Degen- und Fechtkunst, seine Begeisterung für Geschichte und erfuhren, warum er keinen Literaturnobelpreis braucht. Oliver Pötzsch, der für das von den SchülerInnen rezensierte Buch gerade auf der Leiziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, zeigte sich auf seiner Homepage begeistert von unseren "Journalisten", die mehr aus ihm "herauslockten" als manch professioneller Fragensteller. Nachzulesen und nachzuhören ist das Interview [hier].

Kai Wahle, Fachschaft Geschichte


Dreifachauszeichnung des FvStein für historische Forschungen

Preisverleihung im Kölner Rathaus

[April 2016] Beim erstmalig verliehenen „Albertus-Magnus-Preis“ für Forschungen zum Leben und Wirken des großen Gelehrten war das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium bemerkenswert erfolgreich:
Am 29.04.2016 konnte Simon Müller im Historischen Rathaus zu Köln ein Preisgeld entgegennehmen für seine erfolgreiche Auseinandersetzung mit der Frage "Albertus Magnus – Kölns bedeutendster Bürger?" Ebenfalls ausgezeichnet wurde unsere ehemalige Referendarin Indra Matiske, die diese Arbeit betreut hatte. Zudem konnte Direktorin Beate Gehrke-Bramhoff eine Urkunde entgegennehmen, die das Engagement des Freiherr-vom-Stein, an Projekten und Wettbewerben mit historischen Fragestellungen wie dem Albertus-Magnus-Preis teilzunehmen würdigte: Außer dem „Albertus-Magnus-Preis“ waren Jung-Historiker aus dem Leistungskurs von Kai Wahle erfolgreich beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, bei dem sie zwei Landesförderpreise erzielten.

Gundula Jende-Soeken (Redaktion)


Ausstellungstexte aus Schülerfeder

[Januar 2016] Im November besuchten zwei 9. Klassen unserer Schule das ELDE-Haus in Köln. Die Schülerinnen und Schüler beider Klassen beteiligten sich im Anschluss an ihren Besuch des NS-Dokumentationszentrums an der Erstellung von Ausstellungstexten für den Schüler- und Jugendgedenktag im NS-Dokumentationszentrum am 27.1.2016. Insgesamt haben an der Aktion fünf Schulen teilgenommen.
Frau Kloppenburg vom museumspädagogischen Dienst der Stadt Köln teilte Anfang Januar mit, dass alle eingereichten Arbeiten zu sehen sein werden. In einem eigenen Rahmen ausgestellt werden aber „nur“ 20 Texte. Davon stammen zwei Beiträge von Schülerinnen der 9 e und ganze sieben (!) aus der 9 c!
Nochmals vielen Dank an alle, die so engagiert mitgemacht haben und herzlichen Glückwunsch an alle, deren Texte an besonderer Stelle ausgestellt werden. Wir sind stolz auf euch!


D. Kahindi (Fachschaft Geschichte)


Besuch des NS-Dokumentationszentrums

Anschaulicher Geschichtsunterricht im ELDE-Haus Köln

[November 2015] Am 2. und 9. November 2015 besuchten zwei Klassen der Stufe 9 das NS-Dokumentationszentrum im ELDE-Haus in Köln. Das mehrstöckige Haus in der Innenstadt, eine ehemalige Goldschmiede, diente zur Zeit des Nationalsozialismus von 1935-1945 als Zentrale der Gestapo (Geheime Staatspolizei). Dort besuchten wir die Ausstellung der jetzigen Gedenkstätte, welche die Geschichte Kölns während der Zeit des Nationalsozialismus behandelt. Anschließend besichtigten wir den Keller des Gebäudes, in dem Zellen für politische Häftlinge untergebracht waren, die im Obergeschoss des Hauses verhört und anschließend oftmals auch ermordet wurden.
Besonders bewegend waren die sehr gut erhaltenen Inschriften an den Wänden der Zellen, welche von den Insassen während ihres Aufenthaltes auf französisch, kyrillisch, polnisch, englisch usw. verfasst wurden,  sowie die begehbaren Zellen, in denen man die Atmosphäre der damaligen Zeit unschwer nachempfinden konnte.
Der Ausflug war für beide Klassen sehr interessant und leitete auf anschauliche Art und Weise in das aktuelle Thema des Geschichtsunterrichts, den Nationalsozialismus ein. Anschließend verfassten wir Aufsätze, in denen wir ein Urteil fomulieren sollten, ob unserer Meinung nach in der Ausstellung vorgestellte Personen zu den aktiven Widerständlern des Nationalsozialismus gezählt werden können oder nicht.
Die besten Aufsätze werden am Schüler- und Jugendgedenktag am 27. Januar 2016 im ELDE-Haus präsentiert und sollen auch auf der Internetseite des Museums veröffentlicht werden.

Maxine, 9e


Geschichts-LK-Team gewinnt Landesförderpreis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

[Juni 2015] Das Nachwuchsforscherteam Lena Semler und Marc Gschlössl gehört zu den Preisträgern des Geschichtswettbewerbs 2014/15 zum Thema "Anders sein. Außenseiter in der Geschichte" und hat sich damit in dem Bundesland mit den meisten Einsendungen und in Konkurrenz zur Rekordzahl von bundesweit über 1500 eingereichten Beiträgen durchgesetzt. Sie fertigten ihre Arbeit mit dem Titel Homosexualität im Kölner Karneval - "Ort der Befreiung" und Emanzipationsprozess schwuler Homosexueller in Köln im 20. Jahrhundert im Kontext des Projektes "Homosexualität und Geschichte" des Leistungskurses Geschichte der Q1  unter der Leitung ihres Tutors Kai Wahle an. Zu dieser Thematik entstanden noch weitere Beiträge für den Wettbewerb.

Besonderen Dank richtet der LK an die Referendarin Indra Matiske, die das Projekt während der Schlussredaktion sehr intensiv unterstützt hat.

Herzliche Glückwünsche zu diesem tollen Erfolg!

Dagmar Mautes


Das FvSt nimmt auch in diesem Jahr am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teil

Foto: Ullstein-Bild / Gerd Danigel

[Mai 2015] Vier Teams aus dem LK Geschichte der Stufe Q1 haben auch in diesem Jahr am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilgenommen. Das vorgegebene Thema lautete „Anders sein. Außenseiter in der Geschichte.“ [link] Alle Teams recherchierten vor Ort und fanden als gemeinsames Rahmenthema die „Geschichte Kölner Homosexueller im 20. Jahrhundert“. In Kooperation mit dem „Centrum Schwuler Geschichte“ in Köln und dem Historischen Institut der Kölner Universität entstanden nach wochenlanger Arbeit und einigen Nachtschichten folgende Beiträge:

Homosexualität im Kölner Karneval – „Ort der Befreiung“ und Emanzipationsprozess schwuler Homosexueller in Köln im 20. Jh. [Lena Semler; Marc Gschlössl]; Die Entstehungsgeschichte des Kölner Mahnmals „Totgeschlagen – Totgeschwiegen. Den schwulen und lesbischen Opfern des Nationalsozialismus“ [Vincent Scharf; Max Dreimann; Jasper Franzen; Dominik Meis]; Das Leben als männlicher Homosexueller in der BRD (seit den 1980er Jahren bis heute) – Ein Zeitzeugeninterview [Niclas Zimmermann; Jan Hampel]; Richard Gatzweiler (und der Volkswartbund). Ein Kölner Kämpfer für die Sittlichkeit oder Hetzer gegen Minderheiten? [Christian Krusche].

Wir drücken allen Beiträgen fest die Daumen. Die Bekanntgabe der Landessieger erfolgt wahrscheinlich im Juni.

Weitere Wettbewerbe am FvStein: [hier]

Kai Wahle


FvSt-Nachwuchshistoriker auf der lit.Kid.COLOGNE

Tita do Rêgo Silva (l.), Peggy Parnass (2.v.l.) Foto: lesepunkte

[Mai 2015] Im Rahmen des diesjährigen Kinder- und Jugendprogramms der lit.Cologne, des großen Kölner Literaturfestivals, durfte das FvSt als eine von drei Partnerschulen des lesepunkte-Projekts der Uni Köln ein „Interview-Team“ stellen. Lara Mennike, Felix Kaumanns und Felix Roll, alle Nachwuchshistoriker aus der 9b, trafen nach der Lesung die Autorin Peggy Parnass, die in ihrem Buch „Kindheit“ über ihr Leben in der Zeit des Nationalsozialismus berichtet. Die Rezension zum Buch und das Interview kann man auch als Audiodatei zum „Nachhören“ – finden [link].

Es lohnt sich übrigens immer auf die lesepunkte-Homepage zu klicken! In der aktuellen Ausgabe [link] haben außer den o.g. Schülern noch Tim Brück und Philipp Eckhoff Romane und Sachbücher zu historischen Themen besprochen.

In der letzten Ausgabe findet sich die lesenswerte Rezension von Laura Angermann (EF), in der nächsten Ausgabe erscheinen (mindestens zwei) Literatur-Tipps von Moritz Meyer (8b) und Lukas Weiskopf (9b). Wer Lust bekommen hat, sich auch einmal an einer Buchbesprechung zu versuchen, meldet sich bitte bei Sascha Kraft oder Kai Wahle. Näheres zu unserem universitären Kooperationspartner findet ihr [hier] oder in: Stein aktuell 2012/13 (1), „Eine ausgezeichnete Bildungsidee“.

Kai Wahle

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Seit 1973 findet ein nicht nur für das Fach Geschichte besonderer Wettbewerb statt: Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Besonders ist er zum einen wegen seiner langen Tradition sowie seiner bundesweiten Ausschreibung, zum anderen aufgrund seiner attraktiven Preise. Insgesamt ist der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten der größte Forschungswettbewerb für Kinder und Jugendliche im Fach Geschichte. Seit seiner Gründung durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und den Hamburger Stifter Kurt A. Körber haben sich mehr als 130.000 Kinder und Jugendliche, allen voran Schülerinnen und Schüler, in über 28.000 Wettbewerbsbeiträgen mit den ausgeschriebenen Themen beschäftigt. Mehr zum Geschichtswettbewerb am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium erfahrt ihr [hier].

Zeitzeuge Salomon „Sally“ Perel über sein Leben im Dritten Reich

[Januar 2015] Vor vollbesetzter Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Leverkusen berichtete der in Deutschland geborene Sally Perel von seinem Schicksal als Jude in Nazideutschland, das er als NS-Sympathisant getarnt überlebte. Bekannt wurde Perel durch die Verfilmung seiner Jugendjahre als „Hitlerjunge Salomon“ 1990. Die unfassbaren Ereignisse und die Bedeutung jener Zeit für die Zukunft zu bewahren, gab Perel als Auftrag an die Schülerschaft weiter.
Es ist ein freundlicher betagter Herr, der am Lesepult auf der Bühne der Aula Platz nimmt und das knarzende Mikrophon zurechtrückt. Doch was er zu sagen hat, lässt das Publikum über zwei Stunden sehr nachdenklich und innerlich tief bewegt in gespannter Stille verharren.

Geboren 1925 im nieder sächsischen Peine, erlebte Perel ein glückliche und unbeschwerte Kindheit, geborgen im Kreis seiner Familie. Er schildert seine tiefe, kindliche Ahnungslosigkeit ob der politischen Entwicklung, die das Leben vieler Millionen Menschen zerstören wird, gepaart mit einem Sicherheitsgefühl, das zunehmend auf Verdrängungsleistung basierte: „Die Nazis, die gegen die Juden waren und schreckliche Dinge verkündeten, die meinten doch nicht mich - ich war doch nur ein Kind!“ Seine altersbedingte Naivität kontrastiert Perel mit der erschreckenden Naivität einer ganzen Generation, in Deutschland wie im Ausland: „Was Hitler vorhatte, hat er nie verschwiegen. Es kam in jeder Rede vor und konnte in ‚Mein Kampf‘ von jedem Wort für Wort nachgelesen werden.“  Alle konnten wissen, was kommen würde.

Der Verlust von Geborgenheit und Heimat beginnt für Perel unwiderruflich mit seinem Rauswurf aus der Schule, die er als Jude nicht mehr besuchen durfte. Noch heute leide er unter diesem ihm damals völlig unverständlichen, barbarischen Akt. Als für Perels Eltern offensichtlich wurde, dass die Nazis den Juden in der deutschen Gesellschaft keinen Platz mehr lassen würden, siedelte die Familie 1938 nach Lodz in Polen um. Doch auch hier waren sie nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 nicht sicher: Während Perels Eltern und seine Schwester Bertha im bald als Ghetto kasernierten Teil der Stadt blieben, zogen er und sein älterer Bruder in den nun sowjetischen Teil Polens an die Front. Bei der Trennung von seinen Eltern, die er nie wieder sehen sollte, erhält er zwei sich widersprechende Ratschläge, die ihm helfen zu überleben, ihn aber auch in ein Dilemma stürzen: Während der Vater ihm rät, nie zu vergessen, wer er sei – nämlich Jude, erteilt ihm seine Mutter den Auftrag: „Du sollst leben!“ - ein Auftrag, den man als offen bekennender Jude kaum überleben konnte.

Seine Angst, als er in Ostpolen von den deutschen Wehrmacht gefasst wurde, und seine Überlebensstrategie, sich als Reichsdeutscher auszugeben, schilderte der bald 90-Jährige in bewegenden Worten. Als „Joseph Perjel“, Spitzname „Jupp“, fungierte er zunächst als deutsch-russischer Übersetzer für die Wehrmacht. „Ich könnte ein ganzes Buch schreiben nur mit den Tricks, die ich aufwandte, um meine wahre Identität zu verschleiern“, sagt Perel. Dennoch wurde seine wirkliche Identität von einem Soldaten an der Front aufgedeckt, der als Homosexueller die körperliche Nähe zu Sally Perel suchte. Doch statt des erwartbaren Verrats entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die Perel half, zwei Jahre an der Front zu überleben, bevor er zurück ins „Vaterland“ an eine Schule der HJ geschickt wurde.

Hier entwickelte Perel ein beinahe schizoides Doppelleben, indem er tagsüber als begeisterter Anhänger des Nazionalsozialismus dem „Endsieg“ entgegenfieberte, jedoch abends als Jude die Entdeckung seiner wahren Identität und den Tod als Ende dieser Qualen herbeisehnte.
Dass seine Zeit als HJ-Schüler auch komische Momente hatte, wäre nicht ständig die Todesangst gewesen, wird deutlich in der Schilderung Perels von einer Stunde Rassekundeunterricht: Sein Lehrer identifizierte ihn nach genauester Körpervermessung trotz dunkler Haare als Angehörigen der „Baltisch/Arischen Rasse“, nicht als Juden.

Nach Kriegsende emigriert Perel nach Israel, doch erst vierzig Jahre später schreibt Perel seine Erlebnisse als eine Art therapeutische Maßnahme nieder, um mit den quälenden Erinnerungen auf eine Art fertig zu werden. Der Erfolg seines Buchs und des darauf basierenden Films bestärken ihn darin, Botschafter für eine bessere Zukunft zu werden, für  Versöhnung  und Toleranz zu werben und noch als bald 90-Jähriger die Strapazen von Vorlesereisen auf sich zu nehmen. Perels Vortrag ist voll herzlicher Zugewandtheit zur jungen Generation, der er eindringlich ans Herz legt, kritisch zu sein, nachdenklich zu sein und sich nicht von Neonazis ködern zu lassen – jetzt, da sie die Wahrheit wüssten und überdies sich in Auschwitz selbst ein Bild von der Schreckensherrschaft machen könnten. Glaubt man dem langanhaltenden Applaus und dem Interesse an Buch und Autogramm, so scheint die Botschaft angekommen zu sein.

Gundula Jende-Soeken (Geschichte/Deutsch/Sozialwissenschaften)

Sally Perel ("Hitlerjunge Salomon") besucht das FvSt am 19.01.15!

[Januar 2015] Mit einer ganz besonderen Veranstaltung startet unsere Schule in das Jahr 2015. Die Fachschaft Geschichte freut sich, am 19.01.2015 um 19 Uhr Sally Perel („Hitlerjunge Salomon“) in der Aula unseres Gymnasiums begrüßen zu können. Sally Perel (1925 in Peine geboren) wird an diesem Abend über sein außergewöhnliches Leben berichten.
Als Mitglied der Hitlerjugend war es ihm gelungen, seine jüdische Identität über viele Jahre zu verbergen und die Zeit des Nationalsozialismus auf diese Weise zu überleben. Seine Autobiographie wurde 1990 in dem preisgekrönten Spielfilm „Hitlerjunge Salomon“ verfilmt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte Sally Perel nach Israel, wo er auch heute noch lebt. Wir freuen uns sehr, dass er während seines Deutschland-Besuches im Januar/Februar 2015 die Zeit finden wird, an unserer Schule von seinem bewegten Leben zu erzählen.
Damit wird die Reihe „Zeitzeugen am FvSt“ fortgesetzt (im letzten Schuljahr konnten wir bereits Michael Buback, Sohn des 1977 durch die RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, begrüßen). Ein besonders Dank geht an unseren Schulverein, der diese Veranstaltung großzügig finanziell unterstützt.
Nach der Veranstaltung besteht im Rahmen einer Signierstunde die Möglichkeit, persönlich mit Sally Perel ins Gespräch zu kommen.

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch dieser außergewöhnlichen Veranstaltung.
Der Eintritt ist frei.

Kai Wahle (Geschichte / Latein / Pädagogik)

Die Geschichte des Geschichtswettbewerbs am FvStein

Die erfolgreiche Teilnahme der Steinkäuze am Geschichtswettbewerb hat schon eine lange Tradition. Bereits bei der Themenausschreibung „Demokratischer Neubeginn 1945/46“ im Jahre 1976 wurden Arbeiten prämiert. Im folgenden Jahr übernahm Herrn Dr. Dorn die Betreuung als Tutor, sodass in der Ausschreibungsrunde 1977 („Arbeitswelt und Technik im Wandel“) nun eine organisierte Teilnahme am Geschichtswettbewerb stattfand. Ab 1979 stieß dann Herr Preuß erfolgreich für einige Jahre hinzu.
Rund zehn Jahre später übernahm Herr Braun die Verantwortung als Tutor und begleitete zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur gelungenen Abgabe eines Wettbewerbsbeitrags. Seinem beständigen Engagement und seiner großartigen Unterstützung ist es dann zu verdanken gewesen, dass gleich zweimal, im Jahre 2006 und nochmals 2008, Steinkäuze als erste Sieger auf Bundesebene erfolgreich waren und mit Herrn Braun und der damaligen Schulleiterin, Frau Romain, vom damals amtierenden Bundespräsidenten Horst Köhler empfangen wurden. Zwischenzeitlich führten Frau Mautes und Frau Jende-Soeken die Teilnahme am Bundeswettbewerb fort, von 2010 bis 2014 übernahm Herr Stelzmann als Tutor in die Wettbewerbsbetreuung. Zudem hat Herr Braun bis zu seiner Pensionierung noch weitere Beiträge betreut und wird mit seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz und seinen vielfälitgen Kontakten in Leverkusen interessierte "Steinkäuze" sowie Herrn Wahle als mittlerweile verantworlichen Tutor weiterhin tatkräftig unterstützen.

Was sind die Ziele und Methoden des Geschichtswettbewerbs?

Hauptsächliches Ziel, welches auch die Nachfolger Präsident Heinemanns sowie die Hamburger Körber-Stiftung als heutiger Ausrichter vorsehen, ist die Anregung zur „Auseinandersetzung mit den demokratischen Traditionen der deutschen Geschichte“ durch junge Menschen.
Speziell sollen hierbei spannende und neue Methoden,vor allem teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, einerseits eine sinnvolle Abwechslung zum „normalen“ Unterrichtsalltag bieten, andererseits aber auch auf Oberstufe und Studium vorbereiten, sodass Spaß und lernen sinnvoll miteinander einhergehen können. Besonders durch „forschendes Lernen“ mit direktem „lebensweltlichem Bezug“ und somit auch durch „entdeckendes Lernen“ zumeist in Gruppen, jedoch auch in Einzelarbeiten, soll bei jungen Menschen das Interesse für die eigene Geschichte geweckt werden, um die individuelle und kulturelle Identitätsbildung gezielt zu fördern. Ebenfalls können auf diesem Wege notwendige Schlüsselkompetenzen, allen voran Selbständigkeit, Teamfähigkeit in Gruppenprojekten sowie Verantwortungsbewusstsein gefordert und gefördert werden.

Mit welchen Themen setzten und setzt ihr Euch beim Geschichtswettbewerb auseinander?
Das grundlegende Merkmal der Arbeit an den ausgeschriebenen Wettbewerbsthemen geht unmittelbar aus den angeführten Methoden sowie aus den beabsichtigten Zielen des Geschichtswett-bewerbs hervor. Zum einen sollen die Wettbewerbsbeiträge einen regionalen Bezug aufweisen, das heißt, dass etwa in der Nachbarschaft, der Stadt oder dem Landkreis über das Thema geforscht wird. Zum anderen können und sollten auch etwaige biografische Aspekte entdeckt, beleuchtet und weiter erforscht werden, Anlass genug, um beispielsweise die eigene Familiengeschichte oder das soziale Umfeld besser verstehen zu können.
Spannende, zeitgeschichtlich aktuelle, zur jeweiligen Zeit gesellschaftlich kontroverse oder gar eine gesellschaftliche Kontroverse auslösende Themen der letzten Jahrzehnte waren unter anderem die Ausschreibungen zu den Themenbereichen:
„Alltag im Nationalsozialismus“ (1980/81), „Umwelt hat Geschichte“ (1986/87), „Helden: verehrt – verkannt – vergessen“ (2008/09) sowie das Thema „Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“ (2010/2011).

Welche Preise erwarten Euch beim Geschichtswettbewerb?
Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten könnt Ihr neben reichlich methodischer und fachlicher Erfahrung für Schule, Oberstufe, Facharbeit und Studium insgesamt 550 Geldpreise gewinnen und euch zudem noch an vielen weiteren Annehmlichkeiten erfreuen.
Dazu durchlaufen eure eingereichten Arbeiten ein zweistufiges Bewertungsverfahren, in welchem zunächst regionale Jurys jeweils bis zu 250 Landessieger (je 250 Euro) und Förderpreisträger (je 100 Euro) in den Bundesländern auswählen. Nach diesen Gewinnen werden die Arbeiten der Landespreisträger einer Bundesjury vorgelegt, welche dann aus allen Landessiegern nochmals 50 Bundespreise vergeben.
Auf Bundesebene erhalten dann 30 Preisträger dritte Preise (je 500 Euro) und 15 Preisträgerarbeiten werden mit zweiten Preisen zu jeweils 1000 Euro bedacht. Die Schülerinnen und Schüler, deren Arbeiten mit einem ersten Preis belohnt werden, dürfen sich sogar auf ganze 2000 Euro freuen.
Als weitere Annehmlichkeiten erwarten Euch zudem
- ein Empfang der Erstpreisträger und ihrer Tutoren durch den Bundespräsidenten persönlich im
  Schloss Bellevue,
- Schulpreise für die jeweils erfolgreichsten Schulen in den Bundesländern in Höhe von insgesamt
  16.000 Euro,
- ein Auswahlverfahren für die Bundessieger zur Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen
  Volkes sowie
- eine persönliche Urkunde für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer.
Schließlich bietet die Körber-Stiftung den Landes- und Bundessiegern des Geschichtswettbewerbs an, sich für die Körber-Akademien für „Junge Talente“ zu bewerben. Diese ermöglichen Jugendlichen ab 16 Jahren mit besonderem historischen Interesse und „Neugier auf Europa“ ihre Kenntnisse und Erfahrungen zu erweitern und hierbei auch andere Jugendliche kennen zu lernen. Dabei werden
Veranstaltungen im In- und auch Ausland besucht, bei denen über historische und politische Themen in aktuellen Bezügen diskutiert werden kann.

Niklas Stelzmann

Hilfreiche und interessante Links:


LINK ZUR WETTBEWERBSSEITE www.geschichtswettbewerb.de [hier]


LINK ZU PRESSEARTIKEL

Skandal um Joseph Beuys` Kunstwerk "Die Wanne"

Annika Tarnowsky erhielt Landespreis beim Geschichtswettbewerb

"Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte" - allenfalls Aufsehen erregt Annika Tarnowsky (Klasse 8) durch ihren mit 250 Euro dotierten Landespreissieger beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2010/2011.

BILD (??? Ist bereits auf der alten Homepage)
Bildunterschrift: N. Stelzmann und Annika Tarnowsky

Eine lange Tradition hat die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Leverkusen am alle zwei Jahre stattfindenden Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Nun stehen die Ergebnisse fest: Wie auch schon in den letzten Jahren geht einer der Landessiegerpreise NRW an einen (weiblichen) Steinkauz.
Dieser Geschichtswettbewerb ist der größte historische Forschungswettbewerb in Deutschland und wird seit 1973 von der Körber-Stiftung und dem Bundespräsidialamt ausgerichtet. An der Ausschreibung 2010/2011 nahmen über 3600 Jugendliche mit insgesamt 1152 Beiträgen teil. Die historisch forschenden Schülerinnen und Schüler recherchierten beim diesjährigen Wettbewerb zu lokalen Skandalthemen und zeigten insbesondere auf, wie die Öffentlichkeit mit Tabubrüchen umging, hinterfragten kritisch die Motive und beurteilten die Folgen der Skandale.
Annika forschte für den Wettbewerb zum Skandal um Joseph Beuys` Kunstwerk "Die Wanne", das in den 1970er Jahren bei einer SPD-Ortsvereinsfeier angeblich der Vorbereitung von Bierkonsum zum Opfer fiel. Beuys` Kunstwerk stand ohne eigene Absicherung in einem Lagerraum eines Museums, welches sich im Gebäude des Schlosses Morsbroich befand. Die Räumlichkeiten des Schlosses hatte ein SPD-Ortsverein für eine Feierlichkeit angemietet, der Stellvertreter des Hausmeisters war über die Bedeutung der Wanne nicht informiert und schließlich hatten einige Teilnehmer der Feierlichkeiten die unter anderem mit Fett verschmutzte Wanne gesäubert (oder war es doch die Reinigungskraft zuvor?), sodass in dieser Biergläser für die SPD-Feier gespült werden können. Vollends komplex und vielschichtig wird der Vorfall dadurch, dass das Museum Morsbroich sich die Wanne zudem noch von einem anderen Museum in Wuppertal lediglich ausgeliehen hatte.
Umso interessanter und skandalöser ist weiterhin, dass die Reinigung von Beuys` Wanne erst etwa drei Jahre später öffentlich wurde, weshalb die sogar nationalen Wogen der allseitigen Empörung dann noch höher und weitläufiger um sich schlugen.
Schon mit Beginn von Annikas Nachforschungen zu dem Fall erfreute sie mich als unterstützenden Tutor besonders durch ihre große Eigenständigkeit beim Arbeiten und Recherchieren in Archiven, Bibliotheken, Büchereien sowie im Internet. Somit konnte ich mich selbst einen größeren Teil der Zeit durch ihre jeweils neuen Erkenntnisse zu dem Vorfall informieren und faszinieren lassen. Mit besonderem Dank ist Herr Braun hervorzuheben, der Annika und mir, bei meiner ersten Teilnahme als betreuender Tutor, nicht nur durch seine langjährige Wettbewerbserfahrung, sondern auch aufgrund seiner zahlreichen Kontakte eine große Unterstützung war.
Schließlich bleibt zu erwähnen, dass der Skandal nach Gerichtsverhandlungen beigelegt werden konnte. Wie es genau dazu kam, was genau dabei heraus kam und wer eventuell alles davon kam, ist in Annikas Arbeit am besten selbst nachzulesen.
Bestellungen der Arbeit über Herrn Stelzmann oder Herrn Braun.

N. Stelzmann

Annika Tarnowsky erhielt Landespreis beim Geschichtswettbewerb

Nikolas Stelzmann, Annika Tarnowsky

Skandal um Joseph Beuys` Kunstwerk "Die Wanne"
Annika Tarnowsky erhielt Landespreis beim Geschichtswettbewerb

[Juni 2011] "Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte" - allenfalls Aufsehen erregt Annika Tarnowsky (Klasse 8) durch ihren mit 250 € dotierten Landespreis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2010/2011.

Dieser Geschichtswettbewerb ist der größte historische Forschungswettbewerb in Deutschland und wird seit 1973 von der Körber-Stiftung und dem Bundespräsidialamt ausgerichtet. An der Ausschreibung 2010/2011 nahmen über 3600 Jugendliche mit insgesamt 1152 Beiträgen teil. Die historisch forschenden Schülerinnen und Schüler recherchierten beim diesjährigen Wettbewerb zu lokalen Skandalthemen und zeigten insbesondere auf, wie die Öffentlichkeit mit Tabubrüchen umging, hinterfragten kritisch die Motive und beurteilten die Folgen der Skandale.

Annika forschte für den Wettbewerb zum Skandal um Joseph Beuys` Kunstwerk "Die Wanne", das in den 1970er Jahren bei einer SPD-Ortsvereinsfeier der Vorbereitung von Bierkonsum zum Opfer fiel. Beuys` Kunstwerk stand ohne eigene Absicherung in einem Lagerraum eines Museums, welches sich im Gebäude des Schlosses Morsbroich befand. Die Räumlichkeiten des Schlosses hatte ein SPD-Ortsverein für eine Feierlichkeit angemietet, der Stellvertreter des Hausmeisters war über die Bedeutung der Wanne nicht informiert und schließlich hatten einige Teilnehmer der Feierlichkeiten die unter anderem mit Fett verschmutzte Wanne gesäubert, sodass in dieser Biergläser für die SPD-Feier gespült werden können. Vollends komplex und vielschichtig wird der Vorfall dadurch, dass das Museum Morsbroich sich die Wanne zudem noch von einem anderen Museum in Wuppertal lediglich ausgeliehen hatte. Umso interessanter und skandalöser ist weiterhin, dass die Reinigung von Beuys` Wanne erst etwa drei Jahre später öffentlich wurde, weshalb die sogar nationalen Wogen der allseitigen Empörung dann noch höher und weitläufiger um sich schlugen.

Schon mit Beginn von Annikas Nachforschungen zu dem Fall erfreute sie mich als unterstützenden Tutor besonders durch ihre große Eigenständigkeit beim Arbeiten und Recherchieren in Archiven, Bibliotheken, Büchereien sowie im Internet. Somit konnte ich mich selbst einen größeren Teil der Zeit durch ihre jeweils neuen Erkenntnisse zu dem Vorfall informieren und faszinieren lassen. Mit besonderem Dank ist Herr Braun hervorzuheben, der Annika und mir, bei meiner ersten Teilnahme als betreuender Tutor, nicht nur durch seine langjährige Wettbewerbserfahrung, sondern auch aufgrund seiner zahlreichen Kontakte eine große Unterstützung war. Schließlich bleibt zu erwähnen, dass der Skandal nach Gerichtsverhandlungen beigelegt werden konnte. Wie es genau dazu kam, was genau dabei heraus kam und wer eventuell alles davon kam, ist in Annikas Arbeit am besten selbst zu nachzulesen.

Bestellungen der Arbeit über Herrn Stelzmann oder Herrn Braun.

Niklas Stelzmann (Geschichte)