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Lateinfahrt nach Rom

Ansprechperson: Dr. Heinke Stulz

Eine Fahrt in die ewige Stadt, um mit eigenen Augen die Relikte der antiken Kultur zu sehen: das Kolosseum, wo Wasserschlachten spritzten, das Forum, so lange Jahrhunderte verschüttet, die Rostra, wo Cicero seien Fäuste geballt hat, die Domus Aurea,Neros Traumpalast, die vielen Götterstatuen, die überall ohne Nase grüßen, und die prächtigen Kirchen, den Vatikan und die Sixtinische Kapelle kurz vor Schließung, der Sonnenuntergang über Rom und viel Eis und Pizza.

Die Romfahrt des Latein-Kurses der Q1

Rom von einer seiner schönsten Seiten

[April 2018] Romfahrt des Lateinkurses Q1 

Und immer wieder lockt die ewige Stadt. Auch dieses Jahr wieder. 25 Schüler, begleitet von zwei Lehrerinnen, begannen ihre Reise mit Ryanair am Osterdienstag.

Eine kurze Woche, Rom in 4 Tagen, eine sportliche Leistung im wahrsten Sinne des Wortes. Manche Schüler hatten einen Schrittzähler dabei, auf diese Weise erfuhren wir, wann wir 26 000 Schritte gegangen waren, wann nur 22 000 (für alle, die das System nicht kennen: im Alltag ist man froh, wenn man auf 10 000 Schritte kommt, was die wenigsten erreichen. Die meisten bleiben irgendwo bei 3000 hängen und klagen dann, dass sie nicht genug Sport getrieben haben).

Wir haben jeden Tag eindeutig genug Sport getrieben, in den ersten Tagen taten so einigen die Füße weh, aber man hört auch am letzten Tag die freudige Botschaft, dass man sich nun gewöhnt habe und der Schmerz anfange zu verblassen. Am letzten Tag. Und dass sie zum letzten Mal vor 5 Jahren so viel gelaufen seien.

Das Colosseum wurde am meisten bestaunt und fotografiert, aber es macht auch wirklich bei den verschiedenen Lichtverhältnissen jedes Mal eine andere Figur, bei Sonnenuntergang beginnen die Mauern zu glühen und scheinen zu echtem Leben zu erwachen.

Und wenn jemand vorher nicht wusste, wie sehenswert Rom ist, haben ihn das spätesten dann in Rom die ehrfurchtsvollen Scharen an Touristen gelehrt, zwischen denen wir durch die Straßen zu den Sehenswürdigkeiten geschwommen sind.

 

Dienstag 3.4.2018

Ankunft im Camping Fabuloso, Thermen des Diokletian, Trevi-Brunnen, spanische Treppe

Maxi

Die Zieldestination war nach einer anstrengenden Reise endlich erreicht und eine Woche Erlebnisse in Rom stand uns bevor.
Beim Anblick der Bäume des Villages erschrak ich jedoch und fragte mich, ob ich wirklich nach Rom geflogen oder nicht doch fälschlicherweise im Dschungel Nigerias gelandet bin?
Erleichtert entdeckte ich dann das Schild mit der Aufschrift: "Camping Village Fabulous" und mein Puls sank wieder.
Die milde italienische Frühlingsluft stimmte unsere Gemüter dann fröhlich, sodass das Abenteuer beginnen konnte.

Finn

Unser nächster Event sollte der Trevi-Brunnen sein, jener Brunnen, der fast vollständig restauriert wurde und nun für uns in reinem Zahnpasta-Weiß erstrahlt.
Jährlich schleudern wahrscheinlich mehrere Millionen Menschen rückwärts ihr Kleingeld ins Wasserbecken, um ihr Portmonee zu erleichtern in der Hoffnung, dass die Sage wahr wird und sie erneut nach Rom kommen, um endlich eine schöne Römerin kennenzulernen, die sie dann heiraten werden.
Leider war der Teleskop-Magnet nicht lang genug, um alles wieder herauszufischen und sich damit als reicher Knopf bessere Chancen bei der Römerin zu errechnen.
So ist das eben mit der Chancengleichheit, dann werden wir wohl aus anderen Gründen in die ewige Stadt zurückkehren müssen.

Tim

Nachdem die Beine schon schwer genug waren, ging es dann noch die Spanische Treppe hinauf. Oben angekommen hatten wir einen wundervollen Ausblick und immer noch schmerzende Füße.

 

Marc

 

Nachdem wir gut und unbeschadet angekommen waren, war es endlich soweit.
Das erste Mal fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt Roms und hatten schnell einen Eindruck, was uns hier erwarten würde.
Mein persönliches Highlight des Abends war, das erste Mal das Kolosseum zu sehen. Darauf habe ich lange gewartet. Und nun stand ich endlich davor.

 

Mittwoch, 4.4.2018

Forum Romanum, Colosseum                            

Kathie, Lara, Ada, Carla, Jennifer

Der vorherige Tag klang mit einen idyllischen Nachtspaziergang aus, und läutete sogleich den darauffolgenden abenteuererfüllten Tag ein. Nach einer vor Kälte klirrenden Nacht, erwachten wir in einem kalten, grauen Schlauer von Wolken und Regen. Ein deprimierender Start in die Woche, dachten wir.

Beim etwas bescheidenen Frühstück machten                 Blick auf Maxentius-Basilika

wir uns über die zahlreich vorhandenen Butterkekse her, die uns für den Rest der Woche als Proviant dienen sollte.
Nun ging es endlich los mit Regenschirmen bewaffnet in die ewige Stadt. Dort angekommen beeindruckte uns die zu Anfang nicht wahrnehmbare Größe des Forum Romanum, doch wir wurden eines Besseren belehrt. Nachdem wir den Palatin erklommen hatten, bewunderten wir die überwältigenden Ausmaße der antiken Stadt Rom. Dies war der Moment, in dem wir realisierten, dass Rom einem gigantischen Museum gleicht. Die Dimensionen der Tempel und sonstigen Gebäude spiegelten die schon längst vergangen Reichtümer des schon lange vergangen Imperiums wieder und es kamen einem sofort die Bilder einen antiken Stadtleben in den Sinn. Man fühlte sich umgeben von einer antiken Gesellschaft. Auch die umfassenden Kenntnisse des Lateinunterrichtes konnten wir anwenden.
Schon dort erhaschten wir erste Blicke auf das imposante Kolosseum. Dort, wo einst Gladiatoren um ihre Ehre und Leben kämpften, führten wir unsere Entdeckungstour fort. Auf den ehemaligen Rängen hing ein Hauch der Vergangenheit lebendig in der Luft. Die Atmosphäre wurde zusätzlich gehoben durch die zunehmend verschwindenden Wolken und es entstand eine Euphorie unter uns.
Der Tag klang aus mit einem gemeinsamen Abendmahl, das aus traditionell italienischen Spezialitäten und kulinarischen Köstlichkeiten bestand, in einer angenehmen Atmosphäre. Danach sind wir durch die Idylle einer lauen Frühlingsnacht flaniert und fuhren zurück ins Camp.
Unsere Devise „Carpe Diem“ haben wir heute erfüllt, damit waren wir uns einig.

Gereon

Vorneweg: Das Ereignis war nicht ein klassisches Highlight, aber dennoch auf seine Art besonders!

Erschöpft begaben wir uns am Nachmittag in der Jesuitenkirche Chiesa di Sant' Ignazio di Loyola. Allein an der in schwarz simulierten Kuppel und anderen optischen Täuschungen bei den Ausschmückungen konnte man sehen, dass die römisch-katholische Kirche hier einen Anblick bieten wollte, die schöner als der wirkliche Zustand wirken soll. Auf Holzbänken, die einem aber in diesem Moment wie Sessel vorkamen, erholten wir uns bei einem schönen Anblick in der Kühle von einem anstrengenden Fußmarsch, wurden allerdings schon im gleichen Moment gebeten, entweder wieder hinauszugehen oder 5 Minuten bei einer kurzen Vesper dabei zu sein. Natürlich entschieden wir uns ohne notwendige Absprache für letzteres, da wir unsere hölzernen Sessel selbstverständlich nicht aufgeben wollten. 15 Minuten später (!!!) stellten wir allmählich fest, dass wir in unserem Bereich eingesperrt waren. Ob dies wohl der christlichen Vorstellung von freiem Glauben entspricht!? In den nächsten 30 Minuten (!!!) war es außerdem mit der Schönheit vorbei, denn wir wurden Zeugen, wie ein Laienprediger am Ambo den Halleluja-Gesang vollständig entfremdet zum Besten gab. Selbst ein gewisser Kirchenneuling mit unverhüllten Knien und Sonnenhut erkannte die Unregelmäßigkeit der Tonhöhen und Phrasierungen, die Schüler - aber auch Lehrer gleichermaßen - zum nicht zu unterdrückenden Kichern zwang.
Ein Vorteil: Die meisten Mitreisenden sollten für die nächsten Monate bzgl. Messbesuch wieder ausgesorgt haben.

 

Frau Stulz

 

Hier fehlt noch ein Bericht zum Pantheon. Aber ich glaube, alle haben zu der erstaunlichen Betonkuppel aus der Zeit des Augustus hinaufgeschaut, die in einem offenen Auge endet, durch die es hineinregnet seit mehr als 2000 Jahren, wie wir selber feststellen konnten: die Kirche hatte eine Regenlache in der Mitte, die abgesperrt war.

Das westliche Abendland hat gast 1500 Jahre gebraucht, bis es wieder solche Kuppeln herstellen konnte. Aber als sie wieder wussten, wie man das macht, konnten die Architekten gar nicht mehr aufhören, sie überall an wichtigen Stellen hinzusetzen: Kuppeln, wohin man auch schaut: Deutscher Bundestag, Weißes Haus, Pantheon in Paris….überall nehmen die Kuppeln diese römische Tradition auf.

Und der poetische Grabspruch in komplizierten Latein auf dem Grab Raffaels soll hier auch erwähnt werden:

Ille hic est Raphael, timuit quo sospite vinci, rerum magna parens et moriente mori.

„Hier ist jener Raffael, von dem die große Mutter der Dinge [= die Natur] fürchtete übertroffen zu werden, solange er lebte, und [dann fürchtete sie, mit ihm] zu sterben, als er starb.“

Donnerstag 5.4.2018

Kapitolinische Museen, Domus – Ausgrabungesstätte

Marwin

Mein bestes Erlebnis am 3. Tag war eindeutig, als wir im Kapitolinischen Museum angekommen waren und endlich die ganzen Statuen und Gebilde mit eigenen Augen betrachtenden konnten, welche wir schon oft auf Bildern gesehen haben und von denen wir schon viele Geschichten gehört haben.

Janika

Zuerst deschiffrierten natürlich alle den Reiseführer nach wichtigen Infos und erkundeten das Museum. Dabei kamen interaktive Medien in Spiel. Man konnte auf riesigen Tablets die Gemälde puzzlen. Julius und Jenny kamen ebenfalls auf die gute Idee, den meist kopf- oder genitallosen Skulpturen Snapchatfilter zu verpassen. So entstand zum Beispiel ein Bild von Hercules als Oma oder mit Sonnenbrille. Nach einer verwirrenden Suche nach dem Klo, vorbei an vielen anderen bekannten Statuen, und nachdem Julius noch ein Bild von dem Steinfuss Konstantins gemacht hatte, konnte die Gruppe ihr Abenteuer fortsetzen.                             Medusa mit Schlangenhaar

 

Nico

Obwohl die mulitmediale Führung im in der Ausgrabungsstätte von zwei aristokratischen Domus nahe der Trajanssäule an vielen Stellen sehr anregend, aber auch etwas anstrengend war, hat sie mein Bild von Rom verändert. Die Vorstellung, dass Rom statt marmorweiß in den verschiedensten Farben geleuchtet hatte, wie es die Siegessäule tat, zeigt ein ganz neues Bild der Stadt. Es muss beeindruckend gewesen sein, vor 2000 Jahren durch ein knallbuntes Rom zu wandern.

 

Freitag, 5.4.2018

Vatikanische Museen, Petersdom, Engelsburg

Lisa

Mein schönster Moment im Vatikan war der Besuch der vatikanischen Museen am Nachmittag.
In den verschiedenen Gebäudekomplexen, die durch lange Gänge verbunden waren, konnte man viele antike Skulpturen, gemalte Landkarten an den Wänden, Globusse, die Sternbilder zeigten, Wandteppiche usw. betrachten, die mir eine ganz neue Sicht auf das Weltbild der Römer und Christen bis in die Renaissance gaben.
Doch sogar noch besser fand ich die Räume vor und in der Sixtinischen Kapelle. Alles, wirklich alles, auch die Decken, waren mit vergoldeten Malereien berühmter Künstler wie z.B. Michelangelo versehen und das warme Sonnenlicht, welches durch die alten Fenster fiel, ließ das Ganze noch einmal glänzender und atemberaubender erscheinen.

Einfach nur WOW!

Cicero im Mus. Vat.

Frau Stulz

Der Petersdom war so großartig, wie er nun einmal ist, das konnten wir nach einer Stunde Wartens und des schneckenartigen Näherkommens dann auch so empfinden. Große Gefühle brauchen Zeit zum Wachsen, sie müssen reifen. Eine Stunde Wartezeit (nur eine Stunde, weil wir um 6 Uhr aufgestanden waren) ist das mindeste für die Reifung des Gefühls der Erhabenheit.

Vincent

Für mich war das stärkste Erlebnis der ganzen Reise an diesem Tag wahr geworden. Als Vanessa und ich die Kuppel des Petersdoms bestiegen, erlebten wir etwas, dass wir uns vom Petersplatz aus nie hätten vorstellen können. Die Aussicht dort oben war gigantisch, noch nie habe ich Ähnliches gesehen. Ich konnte über ganz Rom schauen und doch nahm es kein Ende, der Horizont verschluckte Rom, es war quasi unendlich.
Das wunderbare Wetter spielte uns natürlich in die Karten und so erlebten wir die schönsten 20 Minuten der Reise beim Genießen dieses unschlagbaren Ausblicks.

 

Theresa

Nachdem wir uns den ganzen Freitag den Vatikan angeschaut hatten, haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen. Mit typisch italienischen Pasta vom Maccaroni Express saßen wir auf den Stufen direkt vor dem Wahrzeichen Roms – dem Kolosseum. Obwohl wir dieses im Laufe der Woche bereits mehrmals gesehen hatten, war es eine neue und wunderschöne Erfahrung, die Atmosphäre während des Sonnenuntergangs zu genießen. Das Zusammenspiel aus dem Dämmerungslicht und der einzigartigen Beleuchtung des Kolosseums und anderer umliegenden Monumente, wie dem Triumphbogen, hat für ein ganz besonderes letztes Abendessen in Rom gesorgt, an welches wir uns noch lange erinnern werden.

Samstag, 7.4.2018

 Ostia, Chiesa di Sant'Ignazio di Loyola, Giolitti

 

Hannah            Ostia Vecchia

Am letzten Tag unserer Romreise, dem Samstag, war mein schönster Moment der Besuch der Ostia Vecchia, einer Ausgrabungsstätte der antiken Hafenstadt Ostia nahe Rom. Beim Erkunden der zahlreichen Ruinen konnte ich mir das Leben ihrer ehemaligen Bewohner lebhaft vorstellen, wie sie das Theater oder den Tempel besuchten, sich in den Thermen

entspannten oder einfach durch die sonnige Stadt flanierten.
Besonders beim Erkunden der engen Gassen zwischen den Ruinen der Wohnhäuser und dem Entspannen auf den Sitzen in Theater schienen die Vergangenheit und das Leben der alten Römer zum Greifen nah. Solche Momente, in denen man an die Größe der römischen Kultur dachte, waren in Rom immer wieder beeindruckend.

Louisa      Ostia Vecchia

Ein Tag voller Sonnenschein und kulturell interessanter Erlebnisse.

Morgens sind wir zu der Ostia Vecchia gefahren, der Ausgrabung einer nahezu perfekt erhaltenen Stadt.

Neben dem Entdecken einer antik-römischen Stadt war vor allem die Atmosphäre von großer Besonderheit; Während der Geruch des frisch gemähten Grases und der strahlende Sonnenschein das typische Sommergefühl vermittelte, konnte man sich förmlich vorstellen, wie vor 2000 Jahren beladene Karren über den bereits gepflasterten Boden durch die belebten Straßen gefahren sind…

Die Theater waren gefüllt, auf Märkten wurde gehandelt und Thermen wurden besucht; ein Ort des sozialen Austausches.

Und das alles - die Überreste und die damit verbundenen Vorstellungen - erhalten bis heute.

Heinrike      Kirche des Paulus

Am Samstag fuhren wir nach dem Besuch der Ostia Vecchia zu der Paulus Kirche. Als wir davor standen, erzählten uns Theresa, Marwin und Frau Schubert über die Besonderheiten dieser Kirche, und zwar, dass in dieser Kirche ein Bild von jedem Papst ist und man befürchtet, die Welt gehe unter, wenn dort kein Platz mehr für ein weiteres Papstbildnis mehr ist. Zur Papstzeit von Johannes Paul II waren nur noch drei weitere Stellen vorhanden, weswegen 25 weitere Plätze angelegt wurden. Heute sind noch 26 Plätze frei.
Der angelegte Garten vor der Kirche war wunderschön mit Hecken, Palmen und einer Statue in der Mitte. Man bekam einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Größe und der perfekten Planung und Ordnung dieser Basilika.
Die Kirche war gigantisch groß, mit gewaltigen Säulen aus Marmor und aufwendiger Deckenverzierung. Über den Säulen waren die Bilder der Päpste, in welchen man die verschiedenen Kunststile der jeweiligen Epoche gut widererkennen konnte.
Da die Kirche nicht so touristenüberströmt war, als wir dort waren, konnte man die Stille genießen und die Gewaltigkeit dieses Bauwerks besser auf sich wirken lassen.

Lea       

Nach vielen besichtigten heiligen Orten entdeckten wir heute neue Kirchen, ähnlich beeindruckend wie der Petersdom. Die vielen stilvollen Details, die goldenen Deckenverzierungen, ebenso wie die Portraits der über 400 Päpste sorgten für einen in Erinnerung bleibenden Abschluss der 6 Tage. Die letzten Sonnenstrahlen tankten wir schließlich mit italienischer Pasta in Rom vor der Santa Maria Maggiore, bevor wir den Weg zurück zum Camp antraten. 

Frau Stulz

Was alle hier vergessen haben, zu erwähnen, will ich hier doch noch nachtragen. Die Eisdiele Giolitti, die berühmteste Rom, die wir alle mindestens zweimal besucht haben. Eissorten wie auf einer riesigen Farbenpalette, altgediente Kassierer, die mit würdigem Stoizismus die vielen Touristen und ihre Launen ertragen, und die Eisverkäufer, die trotz tausender Eiskugeln, die sie täglich verkaufen, doch ihren schönen italienischen Humor nie verlieren, nicht einmal abends, wenn wir eigentlich schon zu spät waren.

Am Samstagabend trugen wir noch einmal unsere Erinnerungen zusammen, die Sie hier lesen können, ließen die Reise noch einmal wie ein Film vor uns ablaufen und freuten uns, dass wir ohne Regen und andere Unannehmlichkeiten Rom von seiner besten Seite genießen durften.

Und hoffentlich haben alle eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen, damit ihr auch noch einmal zurückkommen hierher, in die ewige Stadt.

Nico Voss

Lara Vogel

Lea Thanscheidt

Louisa Marie Schüttler

Vanessa Schirm

Chiara Richiusa

Julius Petrick

Finn Pankow

Katharina Nitsche

Marwin Meis

Erik Leonhardt

Maximilian Lenz

Tim Lehmann

 

 

Noah Lay

Vincent Krause

Ada Kallabis

Hannah Gruß

Heinrike Gilles

Carla Franzen

Janika Engelhardt 

Gereon Dohm

Lisa D´Anna

Marc Cürten

 

Christiane Schubert

Dr. Heinke Stulz


 

Romfahrt 2017

Aussicht vom Nationaldenkmal auf Kolosseum und Forum Romanum
Der Petersplatz aus der Sicht von der Kuppel des Petersdoms
Die Engelsbrücke mit Petersdom im Hintergrund bei Sonnenuntergang

[April 2017] Während der Osterferien begab sich der Lateinkurs der Q1 mit einigen anderen kultur-interessierten Mitschülern auf die Reise in die ewige Stadt. In fünf Tagen wurde die 25-köpfige Gruppe praktisch überschwemmt von Sehenswürdigkeiten der Antike, der Kirche und des Vatikans sowie des heutigen Roms und gefesselt von der Seele dieser Stadt.

Der Reisebericht als pdf-Dokument [pdf].

Gleich nachdem wir gelandet waren, unsere Koffer abgeholt, den Flughafen verlassen und unser Zeug in der Unterkunft gelassen hatten, machten wir uns stante pede auf den Weg in die Innenstadt Roms. Noch am Anreisetag konnten wir so den Trevibrunnen sowie das Pantheon bestaunen und echte italienische Panini verkosten. Natürlich wurde von nun an auch täglich Eis konsumiert.

Der Mittwoch, zweiter Tag der Reise, brachte uns an die wohl bekanntesten Orte der Stadt: das Kolosseum und das Forum Romanum. Schon um sieben Uhr morgens mussten wir aufstehen um mit dem Bus zur Metro, um mit dieser übermüdet bis Colosseo zu fahren. Das frühe Aufstehen, das bescheidene Frühstück und die lange Fahrt in die Innenstadt sollten die Woche über noch zu einem wahren Ritual werden.

Bei erstaunlich niedrigen Temperaturen und viel Wind konnten wir ins Innere des gigantischen Amphitheaters und von verschiedenen Etagen Bilder machen und uns, wenn auch nur ansatzweise, vorstellen, welch ein Spektakel die Gladiatorenspiele gewesen sein mussten. Im Anschluss besichtigten wir das Forum Romanum mit seinen riesigen Tempeln, Kurien und Basiliken… oder was davon übrig ist.

Am Nachmittag erreichten wir das imposante Nationaldenkmal Italiens für den König Vittorio Emanuele II  und genossen von dort die Aussicht über ganz Rom. Später aßen wir alle gemeinsam zu Abend in einem Restaurant namens Papa Re Pasta. Durch die gemeinsame verzehrte Lasagne und Fotos wuchs unsere Reisegruppe immer mehr zusammen.

Am Donnerstag durften wir in die kapitolinischen Museen, wo wir einiges aus dem Lateinunterricht wieder erkennen konnten, wie zum Beispiel Marc Aurel und sogar die Gründer Roms: Romulus und Remus. Direkt danach sahen wir uns eine echte römische Villa an und erfuhren viel über den Lebensstil und den Luxus mancher im antiken Rom. Den Nachmittag über wanderten wir mithilfe von Google Maps durch Rom und ergriffen die Gelegenheit, das beste Eis Roms zu essen. Die letzten Sonnenstunden verbrachten wir auf der Spanischen Treppe und es konnte sich niemand eine schönere Reise vorstellen.

Ein wahres Muss in Rom ist wohl der Vatikan, welcher unseren gesamten Freitag in Anspruch nahm und jede Minute des Wartens wert war. Morgens, nach einer guten Stunde Wartezeit, in der wir uns noch besser kennen lernen konnten, betraten wir zunächst den prächtigen Petersdom, die größte Kirche der Welt. Die einen machten sich dann auf den Weg in die vatikanischen Gärten, die anderen erklommen die Kuppel des Petersdoms und hatten wohl den schönsten Ausblick der Stadt.

Mittags besuchten wir als Gruppe die Engelsburg, das Kastell der Päpste. Auch hier bot sich uns erneut ein fantastischer Ausblick, welchen wir mit Tiramisu und Espresso aus dem Café dort genießen konnten. Danach erkundeten wir die vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle, an deren Decke sich uns das weltberühmte Werk Michel-angelos, „Die Erschaffung Adams“, offenbarte und in welcher das Konklave abgehalten wird, um einen neuen Papst zu bestimmen.

Dies sollte unser letzter Abend in der Innenstadt sein, so beschlossen einige, trotz über dreißigtausend vorherigen Schritten an diesem Tag, Rom bei Nacht zu genießen und die bestmöglichen Bilder der Stadt aufzunehmen. Wir aßen Pizza am Ufer des Tibers, mit Blick auf Engelsburg und Engelsbrücke. Danach sahen wir noch einmal den Trevibrunnen, den Petersdom und das Kolosseum bei Nacht. Man kann wohl sagen, dass wir unsere Zeit nicht besser hätten nutzen können, so sehr unsere Füße auch schmerzten.

Den Samstag verbrachten wir dann nicht mehr in Rom, stattdessen machten wir uns zur gewohnten Zeit um 8:30 Uhr morgens auf den Weg in die Ostia Antica, die ehemalige Hafenstadt Roms. Dort gab es Ausgrabungen von römischen Straßen, Tempeln, einem Theater und unzähligen Insulae, den römischen Mietshäusern. Erstaunlich, dass vor über zweitausend Jahren hier wirklich Leute gearbeitet, gewohnt und gelebt haben.

Auch der Abreisetag, der Sonntag, war nur so gefüllt von Programm. Unser Flugzeug sollte erst um acht Uhr abends abheben, also nutzten wir die letzten Stunden und fuhren ein letztes Mal nach Rom. Ein paar von uns schafften es sogar rechtzeitig auf den Petersplatz und bekamen Papst Franziskus zu Gesicht, der uns tatsächlich zuwinkte. Was für ein Abschluss!
Nun bezahlten wir alle unsere vorerst letzten Pizzen, die letzten Eisbällchen, die letzte Portion Nudeln und versuchten noch irgendwo Andenken, Geschenke oder Postkarten zu finden. Mit den schönsten Bildern in unseren Köpfen und leicht gebräunter Haut begrüßten wir die Crew unseres Flugzeugs.

Simon Paul Hatterscheidt