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High Spirits - Fahrt nach Heidelberg 2018

Hofansicht des Heidelberger Schlosses

[Juli 2018]  Schloss  * Universität  * Barockstadt

Altstadt

Es ist fast nicht in Worte zu fassen, wie schön und homogen, wie altehrwürdig und trotzdem jugendlich, wie klein und trotzdem weltberühmt die Heidelberger Altstadt ist. Amerikaner und Asiaten haben sie längst für sich entdeckt und das nicht zu Unrecht. Denn sie lockt mit unzerstörten Häusermeilen, Kopfsteinpflaster, Cafés in der endlos langen Fußgängerzone, mit repräsentativen Gebäuden oder dem schiefen Barockhaus um die Ecke. Heidelberg hat sein Feeling an uns weitergegeben: Das einer studentischen, gebildeten Stadt in einer lieblichen Landschaft. Wir sind froh, dass die Amerikaner sie im zweiten Weltkrieg zu ihrem zukünftigen Headquarter auserkoren haben und diese schöne Barockstadt deshalb von Bomben verschont ließen!

Gereon Dohm

 

Schloss

Nach einer kurzen Fahrt mit der Bergbahn erreichten wir das unten am Fuß des Königstuhls gelegene Schloss.

Die verlassene Schlossruine, von den Truppen Ludwigs IV. zerstört und von seinem Kurfürsten daraufhin verlassen, stellt eine einzigartige Mischung aus mittelalterlicher Ruine und Renaissancearchitektur dar und zeigt daher eindrucksvoll, weshalb es Dichtern der Romantik als Inspirationsquelle diente und von diesen so geschätzt wurde. Es ist ein unvollendetes, fragmentarisches Kunstwerk, das die Fantasie einlädt, es zu vollenden. Zudem lädt der Schlossgarten zum Verweilen ein und von den Terrassen kann man einen wunderbaren Blick über die Heidelberger Altstadt und das Neckartal genießen.

Eric Leonhardt

 

Der Neckar
Der durch Heidelberg fließende Neckar ist hier mit vier Brücken unterschiedlicher Geschichten zu überqueren.
Wenn man auf einer dieser Brücken steht und sich unteranderem dass Heidelberger Schloss anschaut, dann ist es zwar meist windig, aber vom Nebenfluss des Rheins selbst nimmt man nicht viel wahr. Das Wasser fließt gemäß, von Schleusen und Eindeichungen kontrolliert, obwohl sich der Name NECKAR vom keltischen Wort NIK für LOSSTÜRMEN ableitet (Nikros->Nicarus ->Neccarus->Necker->Neckar). Auch als WILDER MANN wird er bezeichnet, allerdings haben die Stauungen und Begradigungen für den Großschifffahrtsweg diesen offensichtlich "kastriert". Das ehemals typische Rauschen des jahrtausendalten Flusses ist nicht mehr zu höhren und auch so gut wie alle Auengebiete sind verschwunden, was zur heutigen Hochwasserproblematik wesentlich beiträgt.

Gustav von Arnim

 

Königsstuhl

Nach einem langen Tag haben wir den Königsstuhl mit der Bergbahn erklommen. Die Aussicht war noch viel besser als schon auf dem Schloss. Den Abstieg wagten wir jedoch zu Fuß über die sogenannte Himmelsleiter: 1335 Stufen sind wir herabgestiegen, Natursteintreppen, wie sie der Berge eben herausgebildet hat. Jedoch war die kleine Wanderung den Berg hinab zurück in die Stadt eine sehr schöne und sportliche Erfahrung, auch wenn wir danach auf wackeligen Füßen standen.

Marwin Meis

 

Alte Universität

Bei unserem Besuch in der Alten Universität, der ältesten in Deutschland, hatten wir das Glück, einen kleinen interaktiven Vortrag über die Aula hören zu können. Sie wurde vom Kurfürsten als Abbild der Sorbonne geplant, sodass endlich auch Deutschland eine namhafte Universität sein eigen nennen konnte. Die Aula ist - obwohl Ende 19. Jh.entstanden - im italienischen Renaissance-Stil gestaltet und holzgetäfelt, daher hat sie eine sehr gute Akustik. Leider wurde die Vortragende durch eine Frage eines älteren Mannes, warum denn über dem Rednerpult keine Lampe hinge, völlig aus dem Konzept gebracht. Also lenkte sie ab, indem sie lieber einer anderen Jugendgruppe gutmütig riet, die ehrwürdige Aula doch besser zu verlassen, da insbesondere die Jungs, von denen sie zu Beginn vermutet hatte, dass sie nicht einmal deutsch sprechen konnten, sehr gelangweilt schienen. Diesem Vorschlag ist die Gruppe dann nachgekommen und ging zum Mittagessen in die Mensa der Uni, wo auch wir anschließend die sehr gute Küche in dem alten Gemäuer genießen konnten.

Chiara Richiusa

 

Universität

Die Biblioteca Palatina, eine der berühmtesten Bibliotheken Deutschlands, wurde im Dreißigjährigen Krieg ausgeraubt. Die kostbaren Manuskripte brachte der General Tilly nach Rom, wo sie sich zum Teil heute noch befinden. Aber die Digitalisierung macht es möglich: im Netz soll diese kostbare Handschriftensammlung wieder vereint werden. Den Manesse-Codex, eine mittelalterliche Sammlung von Liebesliedern mit anmutigen Portraits der Dichter, ist heute schon komplett im Internet zu finden.

Heinke Stulz

 

Der Philosophenweg

Am Dienstagnachmittag wanderten wir bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein die Hügel Heidelbergs zum Philosophenweg hinauf. Der steile Schlangenweg, den wir dafür nutzten, trägt seinen Namen zurecht. Aber oben angekommen hatten sich die Mühen für den phänomenalen Ausblick auf die Heidelberger Altstadt und das Schloss gelohnt. Ungefähr einen Kilometer wanderten wir oberhalb des Neckars meist im Schatten der Bäume, unter Aprikosenbäumen und Lavendelbüschen entlang und es boten sich immer wieder neue Perspektiven auf das schöne Heidelberg.

Karla Weikard

 

Studentenkarzer

Am letzten Tag waren wir im Karzer. Dieses Studentengefängnis war sehr lustig anzusehen, da die Studenten früher alles versucht haben, um dort hinein zu kommen. Durch die bemalten Wände und die scheinbar offenen Räume, machte dieses Gefängnis eher den Eindruck eines Partyhauses, in dem man früher sicher seinen Spaß hatte. Sogar Bier konnten sie sich für den entsprechenden Aufpreis liefern lassen!

Unser Beitrag ins Gästebuch des Karzers, mit dem wir de Artikel über unsere Reiseerlebnisse schließen wollen:

Elf Leute waren hier, ganz frei,

Und Kinder waren auch dabei,

Aus Leverkusen, der jungen Stadt,

Die viel noch nicht geleistet hat,

Hierhergekommen um zu sehen,

Heidelbergs Tiefen, Heidelbergs Höhen.

Doch auch das Heidelberger Schloss,

Dort wo´s aus einem Berg entspross-

Wo nebenher der Neckar floss.

Es war für uns eine schöne Zeit,

Doch jetzt sind wir für die Heimkehr bereit.

  (High Spirits in Heidelberg)